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Baulexikon

Ihr Nachschlagewerk bei Fragen zum Bau!

Als Bauherr begegnen Ihnen viele Begriffe, die von Spezialisten wie Architekten, Bauunternehmer und Handwerker gebraucht werden, für den Laien aber nicht immer verständlich sind. Mit unserem Baulexikon möchten wir Ihnen ein Nachschlagewerk anbieten, dass gut verständliche Erläuterungen zu allen wichtigen bautechnischen Begriffen bietet.

Damit haben Sie als "Profi auf Zeit" die Möglichkeit, in die Sprache der Fachleute einzusteigen und unbekannte Fachbegriffe bei Bedarf nachzuschlagen.

Und wenn Sie weitere Fragen haben, dann sprechen Sie gerne unsere Mitarbeiter bei Dalhoff an. Die erklären Ihnen gerne ausführlich und einfach komplexe Zusammenhänge und geben Ihnen weitere Tipps.

Definition A

Abbund

Das bearbeitete, auf dem Werkplatz zusammengestellte Bauholz z. B. eines Dachstuhles, Fachwerkes, bevor es an Ort und Stelle aufgerichtet wird.

Abdeckblech

Abdeckung von Mauern, Brüstungen, Attiken, Simsen, Hölzern oder dgl. aus z. B. Kupfer-, Zink-, verzinktem Stahl-, Aluminiumblech.

Abdeckpapier

Fetthaltiges oder bituminiertes Papier als Unterlagsbahn oder als Lage auf der Schalung unter einer Bedachung zur Verhinderung des Eindringens von Flugschnee. 

Abdeckplatte

Platte aus Naturstein, Beton, Betonwerkstein oder dgl. zur Abdeckung von Mauern, Brüstungen, Attiken, Simsen. Die Platten werden im Allgemeinen als Schutz gegen Niederschlagswasser verlegt, mit einer Abschrägung und einem Überstand zum Ablaufen und Abtropfen des Wassers.

Abdichtung

Schutz von Bauwerken, Bauteilen, Leitungen, Behältern und dgl. gegen das Eindringen bzw. Austreten von Flüssigkeiten oder gasförmigen Stoffen. Als Bauleistung nach VOB Abdichtung gegen drückendes Wasser und Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser. 

Abdichtungsbahn

Wasserdichtes Bahnenmaterial für die Abdichtung von Bauwerken, bestehend aus einer Einlage aus getränkter Rohfilzpappe, Jutegewebe, Glasfasergewebe, Metallfolie oder Kunststoffolie mit beiderseitigen Deckschichten aus Bitumen oder Steinkohlenteersonderpech.

Abdrücken

Dichtigkeitsprobe verlegter Rohrleitungen (Wasser-, Gas-, Heizungsinstallation) durch Füllen des Leitungssystems mit Wasser und Ansetzen von Druck über eine bestimmte Zeitdauer. Das Abdrücken ist vor Schließen der mit Leitungen versehenen Schlitze und Durchbrüche in Wänden und Decken bzw. vor Inbetriebnahme der Anlage vorgeschrieben. 

Abfangung

Sicherung von Baugruben, Gräben, Bauteilen oder Bauwerken durch Abstützungen gegen die Gefahr des Einstürzens oder Umfallens. Sie stellt eine vorübergehende Maßnahme bis zur Beseitigung der Gefahr dar (z, B. durch Schließung eines Grabens, Fertigstellung eines Bauwerkes). 

Abfasen

Eine Kante abschrägen (brechen) - siehe Fase Abflussrohr Abwasserleitung innerhalb eines Gebäudes (Zeichnung).

Abflussrohr

Abwasserleitung innerhalb eines Gebäudes (Zeichnung). 

Abgang

  1. Eingeformter Ablauf eines Klosetts. Je nach Anordnung unterscheidet man: senkrechten, schrägen oder waagrechten Abgang.
  2. Abgänge an einem Verteiler (z. B. die einzelnen Wasserleitungen zu Küche, Bad, Keller, Garten usw. oder Stromkreiszuleitungen für verschiedene Räume oder Raumgruppen).

Abgehängte Decke

Unter einer tragenden Decke oder Tragkonstruktion eines Daches aus optischen, wärmeschutz- oder schalltechnischen Gründen angebrachte zweite, nichttragende Decke, bestehend aus der abgehängten Unterkonstruktion (z. B. aus Holzlatten, Metallprofilen, Drahtnetz) und der Verkleidung mit Holzbrettern, Platten verschiedenster Materialien und Profilierung, Metall-, Kunststofflamellen, Putz usw.

Abkanten

Abbiegen oder Abknicken von Blechen an deren Rändern mit Hilfe von Abkantwerkzeugen zur Herstellung von Wülsten, Tropfkanten, einfachen Profilierungen, Versteifungskanten, Anpassungen an zu verkleidende Bauteile usw.

Ablauf

Entwässerungsgegenstand aus Gusseisen, Stahl, Beton oder Kunststoff zur Einführung von Oberflächenwasser (Dach, Hof, Bad, Keller, Industrie) in die Abwasserleitung. Der Ablauf wird in die zu entwässernden Flächen eingebaut und an die Abwasserleitung angeschlossen. Er besteht aus dem Ablaufkörper mit angeformtem Rohranschluß, dem Aufsatzrahmen mit Einlaufrost und ggf. Geruchverschluss, Schlammeimer oder Rückstauverschluss. 

Ablaugen

Einen vorhandenen Anstrich zur Entfernung von seinem Untergrund mit alkalischen oder neutralen Lösungsmitteln aufweichen.

Ableitung

Verbindungsleitung der Auffangvorrichtung einer Blitzschutzanlage mit dem Banderder bzw. der Erdungsanlage.

Abluft

Die einen Raum durch Luftzirkulation oder Lüftung verlassende Luft. 

Abnahme

  1. Feststellung und Bestätigung des Erfolges einer Lieferung oder Fertigstellung einer Leistung (auch eines Teiles der Leistung) in Bezug auf die verlangten Eigenschaften und ihre Mangelfreiheit durch den Auftraggeber bzw. seinen Vertreter.
  2. Feststellung und Bestätigung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bei der Erstellung von Gebäuden oder genehmigungspflichtigen Anlagen durch die zuständige Behörde oder öffentlich bestellte Sachverständige.

Abrechnung

Inrechnungstellen erbrachter Leistungen durch den Auftragnehmer. Zur Abrechnung gehören außer der Rechnung mit Angabe von Art und Umfang der Leistung auch das Aufmaß. 

Absanden

  1. Sandstrahlen.
  2. Auflösungserscheinungen an Mörtel oder Beton durch mangelhafte Zusammensetzung (z. B. zu geringer Gehalt an Bindemittel) oder äußere Einflüsse (z. B. Frost).
  3. Abstreuen der Oberfläche mit feinem Sand als letzter Vorgang beim Verlegen von Gußasphalt. Abscheider Bauteil zum Einbau in Abwasserleitungen zur Trennung von Wasser und schädlichen Stoffen (z. B. Fett, Öl, Benzin), die nicht in das öffentliche Entwässerungsnetz (Abwasserkanal) gelangen dürfen.

Absäuern

  1. Kalkhaltige Verunreinigungen (z. B. Mörtelreste, Zementspritzer) auf Mauerwerk, Klinkerplatten usw. mit sauren Mitteln beseitigen.
  2. Einen kalkhaltigen Untergrund durch Behandlung mit sauren Mitteln für z. B. ölhaltige Anstriche chemisch neutral, d. h. tragfähig machen.

Abscheider

Bauteil zum Einbau in Abwasserleitungen zur Trennung von Wasser und schädlichen Stoffen (z. B. Fett, Öl, Benzin), die nicht in das öffentliche Entwässerungsnetz ( Abwasserkanal) gelangen dürfen. 

Absorber

Bestandteil eines Sonnenkollektors bestehend aus einer geschwärzten, mit Durchströmungskanälen versehenen Metall- oder Kunststoffplatte. Der Absorber wandelt die Sonnenstrahlung in Wärme um, die an das in den Durchströmungskanälen fließende Wärmeträgermedium (z. B. Wasser mit Frostschutzzusatz) abgegeben wird. 

Absperren

  1. Sperren eines Durchflusses durch eine Leitung (Absperrventil).
  2. Sperren unverträglicher Einwirkungen eines Untergrundes (z. B. Schimmel, Wasser-, Rauchflecken, Ausblühungen) auf einen Anstrich oder innerhalb eines Anstrichaufbaues der einzelnen Schichten untereinander.
  3. Beidseitiges Aufbringen von Furnier auf Holzwerkstoffe zur Verhinderung von Formveränderungen durch Verziehen oder Verwerfen.

Absperrfurnier

Furnier zum Absperren eines Holzwerkstoffes. 

Absperrklappe

Vorrichtung zum Verschließen einer Rohrleitung durch eine schwenkbare Klappe innerhalb des Absperrgehäuses. 

Absperrmittel

Mittel (z. B. Fluate, tonerdehaltige Salze) zum Absperren oder zur Oberflächenhärtung und Dichtung von stark oder ungleichmäßig saugenden Anstrichuntergründen.

Absperrschieber

In einem Gehäuse geführte Vorrichtung in Rohrleitungen zum Absperren bzw. Regeln des Durchflusses von Flüssigkeiten und Gasen.

Absperrventil

Armatur zum Absperren und Drosseln des Flüssigkeits- oder Gasdurchflusses. 

Absprengung

Zumeist trichterförmige Abplatzungen an natürlichen oder künstlichen Steinen und Beton durch sich bei Wasseraufnahme ausdehnende Fremdkörper (Einsprenglinge) im Baustoff oder durch Frosteinwirkung. 

Abstandhalter

Bügel, Spangen, Klötzchen oder dgl. aus Stahl, Beton oder Kunststoff als Auflagerelemente der unteren Lage einer Bewehrung zur Sicherung der notwendigen Betondeckung, der oberen Lage zur Wahrung des Abstandes der Bewehrung untereinander. 

Absteckung

Markierung von Ecken oder/und Achsen eines geplanten Bauwerkes auf dem Grundstück aufgrund erfolgter Einmessung. 

Absteifung

Sicherung von Baugruben, Gräben, Bauteilen oder Bauwerken durch Abstützungen gegen die Gefahr des Einstürzens oder Umfallens. Sie stellt eine vorübergehende Maßnahme bis zur Beseitigung der Gefahr dar (z, B. durch Schließung eines Grabens, Fertigstellung eines Bauwerkes). 

Abtrag

  1. Entfernung von Bodenmassen (Erdreich) durch Abschieben oder Ausheben.
  2. Abbrechen eines Bauteiles Schicht um Schicht (z. B. gemauerte Wand).

Abtreppung

Stufenförmige Ausbildung der Unter- oder Oberkanten von Fundamenten, Wänden, Stützmauern oder dgl. in Anpassung an einen schrägen Geländeverlauf, unterschiedliche Bodenarten des Baugrundes oder schräge Flächen angrenzender Bauteile (z. B. Dächer).

Abwasser

Auf einem Grundstück anfallendes und abzuleitendes Niederschlags- und/ oder Schmutzwasser. 

Abwasserkanal

Sammel- oder Hauptleitung des öffentlichen Leitungs- oder Kanalnetzes, der die Abwässer der einzelnen Grundstücke zugeführt werden. Der Abwasserkanal liegt im Allgemeinen vor den Grundstücken in der Erschließungsstraße (Zeichnung). 

Abwasserleitung

Innerhalb und außerhalb der Gebäude verlegte Leitungen zur Abführung des Abwassers bis zum Anschluss an den Abwasserkanal. 

Abwurfanlage

Senkrechtes Schachtsystem aus Blech, Stahl, Beton oder dgl. mit Einwurfklappen in den Geschossen zum Abwurf von z. B. Müll in tieferliegende Sammelräume oder - behälter.

Achse

  1. Mittellinie eines Bauwerks, Bauteils oder einer Öffnung.
  2. Wirkliche oder gedachte Linie eines Bauwerks bezogen auf dessen Konstruktionsys-tem oder Grundrissanlage. Man unterscheidet waagrechte -, senkrechte -, Längs-, Quer-, Mittel-, Außenachsen etc.

Achsenabstand, Achsmaß

Entfernung zwischen zwei Öffnungen oder zwei Bauteilen (z. B. Stütze, Träger, Wand) bezogen auf deren Achse. 

Acrylglas

Kunststoffglas (Handelsname u. a. Plexiglas). Es ist hart, bruchfest, elastisch und in der Hitze verformbar, die Kratzfestigkeit ist jedoch niedriger als bei anorganischem Glas. Verwendung u. a. für Abdeckungen von Leuchten, Lichtkuppeln, Trennwände, Wellplatten, Badewannen.

Akustikdecke

abgehängte Decke oder Deckenverkleidung in schallschluckender (Schallschluckung) Ausführung.

Angebot

Mündliche oder schriftliche Angabe der für die Ausführung von Bauleistungen oder Lieferungen geforderten Preise eines Anbieters. Die Angebotsabgabe erfolgt im allgemeinen durch Einsetzen der Preise durch den Bieter in ein ihm zur Verfügung gestelltes Leistungsverzeichnis. Mit der Abgabe eines Angebotes erklärt der Bieter seine Bereitschaft und Verpflichtung zur Ausführung der Leistung, sofern ihm innerhalb der vorgeschriebenen Zuschlagsfrist Auftrag erteilt wird.

Anhydritestrich

Estrich mit Anhydritbinder (wasserfreier Gips) als Bindemittel. Das geringe Schwindmaß ( Schwinden) gestattet eine großflächige, fugenlose Verlegung, die Austrockenzeit beträgt ca. 25-30 Tage, für Feuchträume nicht geeignet.

Anker

  1. Gebogenes oder gespreiztes Rund- oder Flacheisen zum Befestigen o. Einspannen von Bauelementen oder Konstruktionsteilen (z. B. Fenster, Türen, Geländer, Fassadenverkleidungen Träger, Stützen) in Mauerwerk oder Beton.
  2. Bauelement aus Rundstahl zur Verankerung von Baugrubenverkleidungen im Erdreich.

Ankerplatte

Als Befestigungsmittel mit ein oder mehreren Ankern versehene Metallplatte zum Einbetonieren, an die das zu befestigende Teil angeschraubt oder angeschweißt wird.

Ankerschiene

U-förmiges Spezialprofil aus Stahl als Befestigungsmittel in verschiedenen Dimensionen je nach Beanspruchung. Die Ankerschiene wird eingemauert, einbetoniert oder angeschweißt, die Halterung des an der Schiene zu befestigenden Teiles erfolgt mittels Hammerkopfschrauben. (Handelsname u. a. Halfenschiene). Anmachwasser Das für das Herstellen von Beton, Mörtel oder Estrich benötigte Wasser.

Anmachwasser

Das für das Herstellen von Beton, Mörtel oder Estrich benötigte Wasser. 

Anschlag

Ausbildung einer Auflagerfläche für Fenster- und Türrahmen in den Wandöffnungen. 

Anschlagen

  1. Anbringen der Beschläge an Türen, Fenstern, Möbeln und dgl.
  2. Befestigen von Türen und Fenstern in den Wandöffnungen.

Anschluss

  1. Verbinden mit öffentlichem Ver-, Entsorgungs- und Verkehrsnetz (Gas, Wasser, Abwasser, Strom, Telefon, Straße).
  2. Verbinden von fest installierten Verbrauchsgeräten (Maschinen, Herd, Heißwasserspeicher, Heizkörper) oder Einrichtungsgegenständen (Badewanne, Waschbecken, WC, Spüle) mit den Ver- und Entsorgungsleitungen.
  3. Verbinden einer fortführenden Bauleistung mit der unterbrochenen bzw. eines neuen, ergänzenden oder erweiternden Bau- oder Konstruktionsteiles mit dem bestehenden.

Anschlusswert

Die zum Betrieb eines Gerätes oder einer Anlage durch deren Leistung bestimmte Energiemenge/h, die aus dem öffentlichen Netz beansprucht wird. Die Summe der Anschlusswerte einzelner Geräte und Installationen (Beleuchtung) bestimmen den Anschlusswert einer Wohnung bzw. eines Gebäudes. 

Anschüttung

Veränderung der vorhandenen Geländehöhe durch Aufbringen von zusätzlichem Erdmaterial oder dgl. Um Setzungen einer Aufschüttung zu vermeiden, muss diese in Schichten, die jeweils zu verdichten (Verdichtung) sind, eingebracht werden.

Anstrich

Auftrag von Anstrichstoffen auf einen Untergrund bestehend aus Grundanstrich, dem Fertig-(Schluß-) anstrich und ggf. einem oder mehreren Zwischenanstrichen. Ein Anstrich dient dem Schutz gegen die Einwirkung von Feuchtigkeit, verschmutzter Luft, mechanische Beanspruchung und dgl., durch die Farbgebung dem Schmuck und der Unterscheidung. Anstrichstoffe setzen sich zusammen aus Bindemittel, Pigmenten und Verdünnungsmittel, das Aufbringen erfolgt durch Streichen, Rollen, Spritzen, Walzen oder Tauchen, die Farbgebung wird durch anorganische oder organische Buntpigmente erzielt. Für mineralische Untergründe verwendet man wasserverdünnbare Anstrichstoffe mit den Bindemitteln z. B. Kalk, Leim, Mineralien, Dispersion, Kunststoffdispersion; für metallische, mineralische oder Holzuntergründe lösungsmittelverdünnbare Anstrichstoffe mit den Bindemitteln z. B. Leinöl, Kunstharz, Chlorkautschuk. 

Antritt

Beginn einer Treppe (unterste Stufe)

Anwurf (Putz)

Als Putz oder Verputz bezeichnet man einen Belag aus Mörtel, der an Wänden sowie Decken aufgebracht wird.

Arbeitsfuge

Nahtstelle zwischen zwei Betonierabschnitten als Folge der Erhärtung des zuerst eingebrachten Betons. Arbeitsfugen ergeben sich, wenn die zu betonierende Fläche oder Höhe des Bauteils ohne Dehnfugenteilung (Dehnfuge) das Betonieren "an einem Stück" nicht zulässt. Da die Bewehrung an der Arbeitsfuge nicht unterbrochen wird, entsteht keine Beeinträchtigung der Standsicherheit der Konstruktion, jedoch sind bei der Ausführung von wasserdichtem Beton zusätzliche Dichtungsmaßnahmen im Bereich der Arbeitsfugen zu treffen.

Arbeitsraum

Der unter Gelände notwendige Bewegungsraum zwischen Erdreich bzw. Baugrubenverkleidung und einem zu errichtenden Bauwerk oder Bauteil. Größe des Arbeitsraumes nach VOB. 

Arkade

Gedeckter Gang vor der Außenwand des Erdgeschosses eines Gebäudes mit Stützenstellungen auf der der Wand gegenüberliegenden Seite.

Armatur

Regelungs-, Absperr-, Kontroll- oder Meßausrüstungen von Maschinen, Kesseln, Tanks, Rohrleitungen, sanitären Gegenständen und dgl., wie z. B. Ventile, Schieber, Batterien, Thermometer, Druckmesser, Ölstandsanzeiger. 

Armierung (Bewehrung)

Übergangsbereich zu anderen Baustoffen und über problematischen Untergründen.

Asphaltbeton

Gemisch aus Mineralstoffen (Sand, Splitt) und bituminösem Bindemittel. Verwendung als Nutz- und Deckschicht von Fahrbahnen und Flächenbefestigungen (z. B. Platz-, Hofbelag). 

Asphaltestrich (Gussasphaltestrich)

Mischung aus Mineralstoffen und Bitumen mit höherem Bindemittelgehalt und feineren Zuschlagstoffen als bei Asphaltbeton. Asphaltestriche erstarren sofort, sind gleich begehbar und fußwarm. 

Asphaltplatte

Unter Druck gepresste Platte aus Bitumen und mineralischen Zuschlagstoffen. Verwendung als fußwarmer, strapazierfähiger Bodenbelag, öl- oder säurefest als Industrieboden. Naturfarbig (schwarzbraun), ein- oder durchgefärbt durch Zusatzstoffe oder mit Vorsatz (Vorsatzbeton) aus Terrazzo (Asphaltterrazzoplatte) erhältlich. 

Atrium

Allseitig umschlossener Innenhof, bei sog. Atriumsiedlungen ergibt sich durch das Aneinanderfügen von Winkel- oder Gartenhofhäusern eine verdichtete Bebauung mit Innenhöfen. 

Attika

Baugeschichtliche Bezeichnung für den sockelartigen Aufbau über dem Hauptgesims eines Gebäudes, heutige für den erhöhten Rand eines Flachdaches oder die Brüstung einer Dachterrasse. 

Aufbeton

Nichttragende Betonschicht zum Höhenausgleich oder Herstellen von Gefällen. Sie wird in einem Arbeitsgang mit dem tragenden Beton oder nachträglich aufgebracht. 

Aufdoppelung

Zusätzliche Holzverschalung oder Verkleidung mit Platten eines Türblattes oder Tores. 

Auffüllung

  1. Herstellen eines neuen Geländeprofils oder der ursprünglichen Geländeoberfläche nach vorausgegangenem Abtrag (z. B. für Baugruben, Gräben, Arbeitsräume) mit vorhandenem oder anderem Auffüllmaterial (z. B. Sand, Kies).
  2. Bodenaustausch.

Auffütterung

Ausgleichen von Maßdifferenzen oder Paßungenauigkeiten an Bauteilen aus Stahl oder Holz durch Anbringen von gleichem Material. 

Auflager

Stelle, an der ein getragenes Bauteil (z. B. Balken, Träger, Decke) auf dem tragenden (z. B. Wand, Stütze) aufliegt. Die Bezeichnung dieser Stelle gilt sowohl für das tragende als auch für das getragene Bauteil. 

Aufmaß

Ermittlung des Umfanges einer erbrachten Leistung durch Feststellung an Ort und Stelle oder an Hand der Ausführungszeichnungen 

Aufsattelung

Vergrößerung eines Holzquerschnittes durch Aufbringen eines zusätzlichen Holzteils auf ein vorhandenes zur Erhöhung der Tragfähigkeit in Bereichen der höchsten Beanspruchung. 

Aufschiebling

Keilförmiges Aufsatzstück beim Sparrendach auf die unteren Sparrenenden zum Ausgleich des Knickes zwischen Sparren und Balkenkopf. Bei der heute im allgemeinen üblichen Ausbildung eines Sparrendaches mit Betonauflager ist die konstruktive Notwendigkeit für die Anordnung eines Aufschieblings nicht mehr gegeben. 

Aufschüttung

Veränderung der vorhandenen Geländehöhe durch Aufbringen von zusätzlichem Erdmaterial oder dgl. Um Setzungen einer Aufschüttung zu vermeiden, muss diese in Schichten, die jeweils zu verdichten (Verdichtung) sind, eingebracht werden.

Aufsetzkranz

Grund- und Befestigungsrahmen für eine Lichtkuppel oder einen Dachausstieg bei Flachdächern in verschiedenen Höhen je nach Dachaufbau. Er wird auf der Dachkonstruktion (z. B. Betondecke, Holzbalken mit Schalung) befestigt und in die Dachdichtung eingeklebt. 

Aufsteigende Feuchtigkeit

Durch Kapillarwirkung in den Bauteilen nach oben steigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich oder durch Spritzwasser im Sockelbereich. Das Aufsteigen muss durch die Anordnung von Sperrschichten verhindert werden.

Auftriebsicherung

Sicherung von Bauwerken oder Bauteilen im Grundwasser gegen Anheben infolge Wasserdruck durch Anordnung hoher Auflasten (z. B. Erdüberdeckung), hohes Eigengewicht des Baukörpers oder Verankerung (Anker) im Erdreich.

Auftrittbreite

Bei Treppen das waagerechte Maß von Vorderkante einer Trittstufe bis Vorderkante der folgenden. Die Auftrittbreite muss nicht der Stufenbreite entsprechen, diese kann infolge Unterschneidung größer sein. Bei gewendelten Treppen wird die Auftrittbreite in der Lauflinie gemessen. 

Auftrittfläche

Die begehbare Oberfläche einer Treppenstufe. 

Ausbauarbeiten

Bauarbeiten, die nach den Rohbauarbeiten für die Fertigstellung eines Bauwerkes erforderlich sind, z. B. Putz-, Fliesen- und Platten-, Estrich-, Tischler-, Rolladen-, Metallbau-, Verglasungs-, Anstrich-, Bodenbelag-, Tapezier-, Gas-, Wasser- und Abwasser-Installations-, Warmedämmungsarbeiten, Zentralheizungs-, Lüftungs- und zentrale Warmwasserbereitungs-, Starkstrom-, Schwachstrom-Leitungsanlagen. 

Ausbaumaß

Im Gegensatz zum Rohbaumaß das Fertigmaß nach Beendigung der Ausbauarbeiten (z. B. Maß zwischen zwei verputzten Wänden). 

Ausbauverhältnis

Verhältnis der Kosten der Ausbauarbeiten zur Summe der Kosten der Rohbau- und Ausbauarbeiten, z. B. 40/100. Ausblühung Ausscheidung von Salzen auf der Oberfläche von Mauerwerk, Putz oder Beton als weißer Belag. Vor Aufbringen eines Anstriches müssen Ausblühungen abgesperrt werden. 

Ausblühung

Ausscheidung von Salzen auf der Oberfläche von Mauerwerk, Putz oder Beton als weißer Belag. Vor Aufbringen eines Anstriches müssen Ausblühungen abgesperrt werden. 

Ausdehnungsgefäß

Offener oder geschlossener Behälter aus Stahlblech innerhalb des Leitungssystems einer Warmwasserheizung zur Aufnahme der durch die Erhitzung bedingten Volumenvergrößerung des Heizwassers. Das Ausdehnungsgefäß verhindert beim offenen System ein Überlaufen, beim geschlossenen eine zu große Druckerhöhung in den Leitungen und Heizkörpern. Geschlossene Gefäße können an beliebiger Stelle im Heizkreislauf, offene müssen an der höchsten Stelle des Heizsystems installiert werden. 

Außenanlagen

Die zu den Gesamtleistungen für ein Bauvorhaben gehörenden Einzelleistungen wie z. B. Ver- und Entsorgungsleitungen zwischen Bauwerk und Grundstücksgrenze, Einfriedigungen, Wege, Hofflächen, Gartenanlage. 

Ausfachung

Schließen der Öffnungen zwischen Stützen (Holzpfosten) oder Trägern (Holzbalken) eines Fachwerkes bzw. eines Skelettes (Skelettbauweise).

Ausgleichbeton

Betonschicht zum Ausgleich von Unebenheiten oder Höhendifferenzen in der tragenden Unterlage zur Erzielung einer ebenen Oberfläche (Aufbeton). 

Aushub

Abtrag von Erdreich 

Auskragung

Über das Auflager frei ohne Unterstützung vorstehende, hinausragende Bau- oder Konstruktionsteile z. B. Balkon, Erker, Balken, Träger (Zeichnung). 

Ausladung

Freie Länge einer Auskragung 

Auslass

Austritt einer elektrischen , Wasserleitung oder dgl. aus einem Bauteil (z. B. Wand, Decke) an der vorgesehenen Anschlussstelle (Anschluss). 

Ausschalen

Entfernen der Schalung nach Erhärten des Betons 

Ausschreibung

Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes für verlangte Leistungen. 

Aussparung

Öffnung in Bau- oder Konstruktionsteilen, die für die Durchführung von Leitungen und dgl. vorgesehen ist und ggf. nach Verlegen der Leitungen geschlossen wird.

Aussteifung

Sicherung von Bauteilen, Konstruktionssystemen oder Bauwerken gegen Zusammenstürzen, Umfallen oder dgl. durch die Anordnung von z. B. Streben, Pfeilern, Wänden. Eine Aussteifung erfolgt nach innen oder innerhalb eines Konstruktionssystems, eine Absteifung nach außen. Bei einem Bauwerk sind Aussteifungen insbesondere für die Aufnahme von Wind- oder Erddruckkräften erforderlich. 

Austrocknung

Entzug der Baufeuchtigkeit durch natürliche oder mechanische Lüftung, ggf. durch zusätzlichen Einsatz von Heizung bzw. Erwärmung der die Feuchtigkeit aufnehmenden Luft. 

Auswechselung

Übertragung von Lasten aus wegen Öffnungen nicht von Auflager zu Auflager durchgehenden Balken, Trägern, Bewehrungen auf die durchgehenden Konstruktionsteile durch Anordnung von Querbalken, -trägern, -bewehrung

Buchstabe B

back-to-back

Backstein

Balken

Balkendecke

Balkenkopf

Balkenlage

Balustrade

Band

Bandage

Banderder

Bandholz

Bandstahl

Bankeisen

Bankett

Baskülverschluss

Batterie

Baubeschlag

Bauelement

Baufeuchtigkeit

Bauglas

Baugrube

Baugrubenverkleidung

Baugrunduntersuchung

Bauholz

Baukörper

Bauleistung

Baurichtmaß

Bauseitig, bauseits

Baustahl

Baustahlmatte

Bausystem

Bauteil

Bautenschutzmittel

Bautoleranz

Bauwerksteil

Bauzaun

Beanspruchung

Bedachung

Befahrbar

Befestigt

Begehbar

Beizen

Bekleidung

Belag

Belastung

Bemessung

Benzinabscheider

Beplankung

Berliner Verbau

Berliner Welle

Besäumen

Beschichtung

Beschlag

Beschleuniger

Besenwurf

Bestandsaufnahme

Bestich

Beton

Betondachstein

Betondeckung

Betonfertigteil

Betonfestigkeit

Betongüte

Betonierfuge

Betonüberdeckung

Betonwerkstein

Bewegungsfuge

Bewehrung (Armierung)

Biberschwanz

Bidet

Bims

Bimsbeton

Bimsbetondiele, Bimsdiele

Bindemittel

Binder

Binderschicht

Binderverband

Bitumenanstrich

Bitumenkies, Bitukies

Bitumenpappe

Bituminös

Blaehbeton

Blaehton

Blasenbildung

Blaufäule

Bleidichtung

Bleimennige

Blendbogen

Blende

Blendfassade

Blendmauerwerk

Blendrahmen

Blindboden

Blindflansch

Blindfurnier

Blockhaus

Blockrahmen

Blockstufe

Blockverband

Bodenablauf

Bodenart

Bodenaustausch, Bodenersatz

Bodenfliese

Bodenkanal

Bodenklasse

Bodenplatte

Bodenpressung

Bodenprobe

Bodentürschließer

Bodenuntersuchung

Bodenverdichtung

Bodenverfestigung

Bogen

Bohle

Bohrprobe

Boiler

Bommerband

Bossenwerk

Bossieren

Brandabschluss

Brandabschnitt

Brandklasse

Brandmauer

Brandmelder

Brandschutztür

Brandwand

Brechgut

Brechsand

Breitflanschträger

Brettbinder, Bretterbinder

Brettgesims

Brettlasche

Brettverleimt

Bruchrauh

Brustholz

Brüstung

Brüstungshöhe

Brustzapfen

Bügel

Bundbalken

Bündig

Bungalow

Buntbartschloss

Butzenscheibe

Definition B

back-to-back

Bezeichnung aus dem Englischen (Rücken an Rücken) für eine verdichtete Bauweise, bei der winkelförmige Wohnhäuser in einer Doppelreihe rückseitig aneinandergereiht werden. Der Zugang zu den Häusern erfolgt jeweils über den Gartenbereich. 

 

Backstein

Ältere Bezeichnung für Mauerziegel.

 

Balken

Waagrechter Träger aus Massivholz oder aus verleimten Brettern, im übertragenen Sinne und im Sinne der Statik auch aus anderen Baustoffen (z. B. Stahlbetonbalken).

 

Balkendecke

Decke aus in einer Richtung verlegten Balken, die als tragende Konstruktionsteile das Auflager für Deckenbauteile wie Plattenelemente aus Holz, Betonfertigteile, Gasbetonplatten, Hourdies, Hohlkörpersteine und dgl. bilden.

 

Balkenkopf

Stirnseite eines Balkens

 

Balkenlage

Balkensystem einer Holzbalkendecke.

 

Balustrade

Brüstungsgeländer kleinen Säulchen (Balustern).

 

Band

Beschlag an Fenstern und Türen zur drehbaren Aufhängung der Flügel am Rahmen.

 

Bandage

Umwicklung von Rohrleitungen mit Pappe, Filzbändern, Kunststofffolie oder dgl., um eine Bewegungs- und Dehnungsmöglichkeit bei Durchgängen durch Beton oder Mauerwerk zu erhalten bzw. zur Wärmedämmung durch Umhüllung mit Dämmstoffen und äußerer Umwicklung.

 

Banderder

lm Erdreich oder im Fundament eines Bauwerkes verlegte Ringleitung aus Bandstahl für den Blitzschutz und/oder Potenzialausgleich.

 

Bandholz

Bei Holzkonstruktionen (Dachstuhl) unter einer Neigung von 45 ° zwischen Stütze und Balken angeordnete Strebe zur Aussteifung der Konstruktion und Verringerung der Stützweite und Knicklänge.

 

Bandstahl

Zu Bändern großer Länge warm- oder kaltgewalzter Stahl. 

 

Bankeisen

Ankerförmig aufgeschlitztes oder mit einer Spitze versehenes Flacheisen zur Befestigung von Türen und Fenstern im Mauerwerk.

 

Bankett

Streifenfundament mit geringer Belastung.

 

Baskülverschluss

An mehreren Stellen wirkender Verschluss bei Türen und Fenstern mit Bedienung von einer Stelle durch Übertragung über Stangen oder Riegel.

 

Batterie

  1. Armatur mit gemeinsamem Auslauf von Kalt- und Warmwasser.
  2. Aneinanderreihung und Verbinden von Einzeltanks zu einer Gesamtanlage (Batterietanks).

 

Baubeschlag

Teile und Vorrichtungen, die bei Fenstern, Türen, Möbeln die beweglichen Teile mit den festen verbinden, sie drehbar und verschließbar machen.

 

Bauelement

  1. Die für die Erstellung eines Bauteiles erforderlichen Einzelteile (z. B. Mauersteine, Dachziegel, Platten, Balken, Betonfertigteile).
  2. In der Industrie und im Handel gebräuchliche Bezeichnung für Bauteile mit festen Abmessungen zum Einbau auf der Baustelle (z. B. Fenster, Türen, Fensterbänke, Rolladenkästen, Verkleidungen, Gitterroste).

 

Baufeuchtigkeit

Durch Anmachwasser oder Lösungsmittel der verwendeten Baustoffe (Mörtel, Beton, Anstrichmittel) hervorgerufene Feuchtigkeit in und auf der Oberfläche der Bauteile, die nur langsam an die sie umgebende Luft abgegeben wird (Austrocknung).

 

Bauglas

siehe Fensterglas

 

Baugrube

Der ausgehobene Bereich des Erdreichs für den Raum des unter Gelände zu errichtenden Bauwerks oder Bauteils einschließlich erforderlichem Arbeitsraum.

 

Baugrubenverkleidung

Die eine Baugrube gegen das Erdreich absteifende ( Absteifung) knick-, kipp- und beulsichere Verkleidung durch z. B. Berliner Verbau, Spundwand, Schlitzwand.

 

Baugrunduntersuchung

Untersuchung von Bodenproben des für die Gründung eines Gebäudes oder dgl. vorgesehenen Untergrundes auf Tragfähigkeit und chemische Zusammensetzung (z. B. aggressive Substanzen). Baugrunduntersuchungen werden von hierfür ausgebildeten Fachleuten vorgenommen.

 

Bauholz

Holz für die Verwendung bei den Zimmerarbeiten.

 

Baukörper

Die Masse (Volumen) eines Bauwerks.

 

Bauleistung

Bauarbeiten jeder Art mit oder ohne Lieferung von Stoffen (Baumaterial) oder Bauteilen. Lieferung und Montage maschineller Einrichtungen sind keine Bauleistungen im Sinne der VOB. 

 

Baurichtmaß

Das auf der Maßordnung im Hochbau (DIN 4172) beruhende Maß von Bauteilen, deren Öffnungen und dgl. Es ist als zunächst theoretisches Maß (z. B. Vermaßung des Entwurfes) bei Bauarten mit Fugen (z. B. Mauerwerk) nicht das "Soll-Maß" der Ausführung (Nennmaß), da es als Ganzes oder Vielfaches vom Meter ein Rastermaß darstellt.

 

Bauseitig, bauseits

Bezogen auf eine Bauleistung eine andere oder eine Teilleistung, die von dritter Seite erbracht wird. 

 

Baustahl

Stahlarten, die als Rundstahl für die Bewehrung von Beton und als Profilstahl für Baukonstruktionen verwendet werden.

 

Baustahlmatte

Gewebematte aus punktgeschweißten Rundstählen für die Bewehrung mit quadratischen (Q-Matte) oder rechteckigen (R-Matte) Gittern.

 

Bausystem

Konstruktion, Aufbau und Art des Zusammenfügens der tragenden und/oder nichttragenden Bauteile eines Bauwerkes.

 

Bauteil

  1. Teil der tragenden und nichttragenden Baukonstruktion (z.B. Stütze, Träger, Wand, Decke, Dach, Treppe, Fenster, Tür).
  2. Teil eines Gebäudekomplexes (Trakt).

 

Bautenschutzmittel

Mittel gegen schädliche chemische und/oder physikalische Einflüsse auf Bauwerke. Sie werden zumeist durch Anstrich, Tauchen oder Einpressen (Imprägnierung von Holz) auf- und eingebracht. 

 

Bautoleranz

siehe Maßtoleranz 

 

Bauwerksteil

In sich mehr oder weniger abgeschlossener Teil eines Bauwerkes (z. B. Geschoss, Treppenhaus, Aufzugs-schacht, Balkon, Dachstuhl).

 

Bauzaun

Die zur Sicherung zwischen einer Baustelle und dem öffentlichen Verkehr vorgenommene Abgrenzung. 

 

Beanspruchung

Die Krafteinwirkung auf ein Bauteil durch Lasten wie z. B. Eigengewicht, Verkehrslast, Wind, Schnee, Wasserdruck. Sie bestimmt die Bemessung eines Bau- oder Konstruktionsteiles.

 

Bedachung

siehe Dachdeckung 

 

Befahrbar

Kennzeichnung der Belastungseigenschaft eines Bauteils oder -ele-mentes (z. B. Decke, Hofeinlauf, Schachtdeckel). Ohne weitere Gewichtsangabe ist bei dieser Kennzeichnung nur PKW-Verkehr zulässig. 

 

Befestigt

Durch bauliche Maßnahmen (z.B. Kiesschüttung, Pflasterung, Plattenbelag, Asphaltierung) in einen bestimmten Nutzungszustand (z.B. begehbar, befahrbar) versetzte Bodenfläche.

 

Begehbar

  1. Kennzeichnung der Belastungseigenschaft eines Bauteils oder -elementes.
  2. Nutzungszustand eines Bauwerksteiles (z. B. Flachdach) durch vorhandene Belastungseigenschaft und den Vorschriften genügende Sicherungen (z. B. Geländer).

 

Beizen

  1. Färben von Holz mit Holzbeize (Farbholzextrakt) zur Farbgebung und der Betonung der Maserung (Struktur) des Holzes.
  2. Reinigen metallischer Oberflächen mit chemischen Lösungen z. B. von Oxydschichten.

 

Bekleidung

Umrahmung einer Tür- oder Fensteröffnung zum Schmuck und zur Abdeckung der Anschlussfuge mit Holzprofilen, keramischen Platten oder dgl. (Zeichnung Türfutter).

 

Belag

Nutzschicht auf Fußböden, Treppen, Straßen und dgl., auch Oberfläche von Wänden (z. B. Fliesen).

 

Belastung

Die auf eine Tragkonstruktion wirkende bzw. aufgrund der vorgesehenen Nutzung mögliche Last. Sie bestimmt als wesentlichster Faktor den Querschnitt eines tragenden Bau- oder Konstruktionsteils, durch die Bemessung ist die zulässige Belastung festgelegt.

 

Bemessung

Festlegung des nach statischer Berechnung erforderlichen Querschnittes von tragenden Bau- oder Konstruktionsteilen (z. B. Decke, Stütze, Träger)

 

Benzinabscheider

Bauteil zum Einbau in Abwasserleitungen zur Trennung von Wasser und schädlichen Stoffen (z. B. Fett, Öl, Benzin), die nicht in das öffentliche Entwässerungsnetz (Abwasserkanal) gelangen dürfen.

 

Beplankung

Aufbringen von z. B. Holzschalung, Platten, Blechen auf Fachwerkwände, Rahmenelemente oder dgl.

 

Berliner Verbau

Baugrubenverkleidung aus ins Erdreich gerammten oder gebohrten Stahlträgern und einer Ausfachung im Zuge der Aushubarbeiten mit Holzbohlen, Kanthölzern oder Betonplatten.

 

Besäumen

Entfernen von Baumrinde an den Kanten von Brettern, Bohlen, Balken.

 

Beschichtung

Auftrag einer Schutzschicht auf eine Oberfläche mit besonderen Anforderungen an Dauerhaftigkeit oder Widerstandsfähigkeit. 

 

Beschlag

Teile und Vorrichtungen, die bei Fenstern, Türen, Möbeln die beweglichen Teile mit den festen verbinden, sie drehbar und verschließbar machen.

 

Beschleuniger

Zusatzmittel für eine schnellere Erhärtung von Mörtel oder Beton.

 

Besenwurf

Putztechnik, bei der der Putzmörtel mit einem Reisigbesen an die zu verputzende Fläche geworfen wird.

 

Bestandsaufnahme

Feststellung eines baulichen Zustandes als Grundlage für eine Neu- oder Erweiterungsplanung bzw. des tatsächlichen Umfanges einer fertiggestellten Baumaßnahme (Bestandspläne).

 

Bestich

siehe Rapputz

 

Beton

Gemisch aus Bindemittel, Zuschlagstoff und Wasser (Anmachwasser), das in mehr oder weniger feuchtem Zustand in die Schalung oder Formen eingebracht wird und zu einem künstlichen Gestein erhärtet ( Abbinden). Unbewehrter Beton kann aus Beanspruchungen vornehmlich nur Druckspannungen aufnehmen. Je nach Bindemittel, Zuschlagstoff, Raumgewicht, Zusatzmittel, Herstellung, Verarbeitung oder Beanspruchung unterscheidet man u. a.: Asphaltbeton, Bimsbeton, Blähbeton, Einkornbeton, Fertigbeton, Gasbeton, Hartbeton, Leichtbeton, Lieferbeton, Magerbeton, Ortbeton, Porenbeton, Pumpbeton, Schaumbeton, Schlackenbeton, Sichtbeton, Sickerbeton, Spannbeton, Sperrbeton, Stahlbeton, Stampfbeton, Transportbeton, Vorsatzbeton, Waschbeton, Ziegelsplittbeton. 

 

Betondachstein

Maschinell hergestellter "Dachziegel" aus Beton (Frankfurter Pfanne).

 

Betondeckung

Beim Stahlbeton Maß der Überdeckung der Bewehrung mit Beton. Mindestüberdeckungen sind für verschiedene Beanspruchungen nach DlN festgelegt.

 

Betonfertigteil

Bauteil aus Beton oder Stahlbeton, das im fertigen Zustand (erhärtet) an der Verwendungsstelle eingebaut, montiert oder mit anderen Bauteilen verbunden wird. Die Herstellung erfolgt im allgemeinen in Betonfertigteilwerken, bei geringer Stückzahl auch auf der Baustelle. 

 

Betonfestigkeit

Güte eines Betons hinsichtlich seiner Tragfähigkeit bzw. Beanspruchung.

 

Betongüte

Qualität eines Betons in bezug auf seine Festigkeit ( Betonfestigkeit). Die Güte wird bestimmt durch das Mischungsverhältnis, die Art des Bindemittels und der Zuschlagstoffe. Die einzelnen Güteklassen sind nach DlN festgelegt (z. B. B 25 = Beton mit Druckfestigkeit 250 kp/cm2). 

 

Betonierfuge

siehe Arbeitsfuge 

 

Betonüberdeckung

siehe Betondeckung 

 

Betonwerkstein

Künstlicher Stein aus Beton, einschichtig bestehend aus einer Betonmischung, zweischichtig aus Kernbeton und Vorsatzbeton. Verwendung als Bodenplatten, Trittplatten, Treppenstufen, Gewände, Sohlbänke usw. 

 

Bewegungsfuge

Fuge zwischen zwei Bauteilen oder Bauwerken, die Bewegungen (z. B. durch Dehnungen, Setzungen) ermöglicht, so dass keine schädlichen Spannungen in den Bauteilen auftreten können. 

 

Bewehrung (Armierung)

Im Übergangsbereich zu anderen Baustoffen und über problematischen Untergründen

 

Biberschwanz

Ebener, nicht profiIlierter Dachziegel mit bogenförmigem unteren Ende (Zeichnung). 

 

Bidet

Sitzwaschbecken 

 

Bims

Baustoff aus Lavagestein, als Hüttenbims künstlich aus Hochofenschlacke. 

 

Bimsbeton

Leichtbeton mit natürlichem oder künstlichem Bims als Zuschlagstoff. 

 

Bimsbetondiele, Bimsdiele

Vorgefertigte Platte aus Bimsbeton z. B. für die Errichtung von leichten Trennwänden. 

 

Bindemittel

Mittel oder Stoff, der in einem Gemisch die verschiedenen Stoffe (z. B. Zuschlagstoffe, Pigmente) bindet. Als Bindemittel werden bei Mörtel und Beton z. B. Kalk, Zement, bei Asphalt Bitumen, bei Anstrichstoffen z. B. Leim, Öl, Kunstharz verwendet. 

 

Binder

  1. In einer Ebene liegendes Tragwerk z. B. Sparrenpaar/ Zangen / Pfosten bei einem Dachstuhl oder Fachwerkbinder.
  2. Innerhalb eines Verbandes bei Mauerwerk senkrecht zur Längsrichtung einer Wand gemauerter Stein (Zeichnung Mauerverband).
  3. Bindemittel wie z. B. Anhydritbinder, Mischbinder.
  4. Anstrichstoff (Binderfarbe) mit Binder als Bindemittel (auf der Grundlage Bindemittel-Emulsion oder Kunststofflatex).

 

Binderschicht

Mauerwerksschicht aus Bindern (Zeichnung Mauerverband). 

 

Binderverband

Mauerverband aus Bindern, bei dem die Stoßfugen der einzelnen Schichten um jeweils eine halbe Steinbreite gegeneinander versetzt sind (Zeichnung Mauerverband). 

 

Bitumenanstrich

Anstrich mit kaltflüssigem oder Heißbiturnen, z. B auf Bauteile im Erdreich gegen das Eindringen von seitlicher Feuchtigkeit oder als Voranstrich für eine Dachdichtung. 

 

Bitumenkies, Bitukies

Gemisch aus Bitumen und Kiessand als Trag- oder Nutzschicht für z. B. Straßen, Hofflächen. 

 

Bitumenpappe

Mit Bitumen getränkte Rohfilzpappe. Die Stärken der Pappen werden durch Gewichtsangabe / qm (z. B. 5OOer = 500 g/qm) gekennzeichnet und unterschieden. Bei Bitumendachpappen erhält die bitumengetränkte Rohfilzpappe zusätzlich eine beiderseitige Deckschicht aus Bitumen und eine Oberschicht aus Mineralstoffen (z. B. Sand, Splitt). 

 

Bituminös

Eigenschaft eines Stoffes, der zu einem gewissen Prozentsatz Bitumen oder Teer enthält. 

 

Blaehbeton

Beton, dem Bläh- oder Treibmittel zugesetzt werden, durch die sich kleine Hohlräume (Luftporen) im Beton bilden, die ihm ein leichtes Raumgewicht und eine gute Wärmedämmfähigkeit geben (Gasbeton, Leichtbeton). 

 

Blaehton

Industriell im Drehofen zu kleinen Kugeln aufgeblähter Ton, der als Zuschlagstoff oder für leichte und /oder wärmedämmende Aufschüttungen verwendet wird. 

 

Blasenbildung

Durch feuchten Untergrund verursachte Blasen in einem Anstrich. 

 

Blaufäule

Blaugraue Holzverfärbung im allgemeinen bei Kiefern- und Tannenholz durch Pilzbefall mit Bläuepilzen. Blaufäule beeinträchtigt nicht oder nur wenig die Festigkeit des Holzes. 

 

Bleidichtung

Dichtung von Anschlüssen mit Walzblei, insbesondere bei profilierten oder gewellten Oberflächen wie z. B. Dachziegel, Wellplatten und dgl. 

 

Bleimennige

Anstrichstoff für Rostschutzgrundanstriche. Bleiverglasung Verglasung aus kleinen Glasscheiben gleicher (Butzenscheibe) oder unterschiedlicher Größe, die durch ein Netz von Bleiprofilen, in das sie eingeschoben werden, gehalten sind. 

 

Blendbogen

Bogen, der als Gliederungs- oder Schmuckelement zur Bildung einer bogenförmigen Nische in einer Fassade angeordnet wird. 

 

Blende

Platten- oder stabförmiges Bauteil, das einzeln oder in der Vielzahl angeordnet als Sicht- und Sonnenschutz dient oder zur optischen Schließung oder Verkleinerung einer Öffnung verwendet wird. 

 

Blendfassade

Vor die Außenhaut eines Bauwerkes gesetzte Fassade, die ohne Beziehung zu dem Bauwerk eine nur auf sich bezogene Wirkung erzielen, ggf. einen nicht vorhandenen Charakter des Bauwerks vortäuschen will. 

 

Blendmauerwerk

Nichttragendes Mauerwerk, das vor den tragenden Wänden eines Bauwerks angeordnet wird. 

 

Blendrahmen

Tür- oder Fensterrahmen zum Einbau in eine Wandöffnung mit Anschlag (Blockrahmen). 

 

Blindboden

Bretterlage als Träger unter Riemen- oder Parkettfußboden oder über einer Deckenkonstruktion. 

 

Blindflansch

Verschluß einer nicht benötigten Rohröffnung. 

 

Blindfurnier

Furnier unter einem Deckfurnier. 

 

Blockhaus

Holzhaus aus Baumstämmen, Rundhölzern oder Holzbalken, die waagrecht zu Wänden aufeinander­gesetzt und an den Ecken verzahnt mit­einander verbunden werden. 

 

Blockrahmen

Tür- oder Fensterrahmen zum Einbau in eine Wandöffnung ohne Anschlag. (Blendrahmen). 

 

Blockstufe

Massivstufe mit rechteckigem Querschnitt, meist für Garten und Kellertreppen. (Keilstufe, Winkelstufe). 

 

Blockverband

Mauerverband mit abwechselnden Läufer- und Binderschichten (Zeichnung Mauerverband). 

 

Bodenablauf

Entwässerungsgegenstand aus Gusseisen, Stahl, Beton oder Kunststoff zur Einführung von Oberflächenwasser (Dach, Hof, Bad, Keller, Industrie) in die Abwasserleitung. Der Ablauf wird in die zu entwässernden Flächen eingebaut und an die Abwasserleitung angeschlossen. Er besteht aus dem Ablaufkörper mit angeformtem Rohranschluß, dem Aufsatzrahmen mit Einlaufrost und ggf. Geruchverschluss, Schlammeimer oder Rückstauverschluss. 

 

Bodenart

Beschaffenheit des Erdbodens. Die Bodenart bestimmt die Tragfähigkeit eines Baugrundes. Für die Gewinnung, Verwendung und Bearbeitung des Bodens werden die Bodenarten in Bodenklassen eingestellt. 

 

Bodenaustausch, Bodenersatz

Austausch eines meist nicht tragfähigen Bodens (z. B. Schluff) durch tragfähiges Material (z. B. Kies). 

 

Bodenfliese

Fliese für Bodenbelag z. B. Steinzeugplatte, trittfeste Keramikplatte, Mosaik. 

 

Bodenkanal

Im Erdreich verlegter Kanal meist aus Beton und mit rechteckigem Querschnitt zur Aufnahme von Heizungs-, Wasser-, Elektroleitungen und dgl. 

 

Bodenklasse

Einteilung der Bodenarten hinsichtlich der Gewinnung, Verwendung und Bearbeitung in die verschiedenen Bodenklassen:

  1. Mutterboden
  2. wasserhaltender Boden
  3. leichter Boden
  4. mittelschwerer Boden
  5. bindiger mittelschwerer Boden
  6. schwerer Boden
  7. leichter Fels
  8. schwerer Fels

 

Bodenplatte

  1. Auf das Erdreich aufgelegter Beton oder Stahlbetonboden bestimmter Dicke und Güte (Zeichnung).
  2. Platte für einen Bodenbelag aus z. B. Naturstein, Keramik, Betonwerkstein, Asphalt

 

Bodenpressung

Zulässige oder vorhandene Beanspruchung des Baugrundes. 

 

Bodenprobe

Entnahme von Boden durch z. B. Schürfen, Bohrungen zur Feststellung der Schichtenfolge und Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, Baugrunduntersuchung). 

 

Bodentürschließer

Im Fußboden eingebauter selbsttätiger Türschließer. 

 

Bodenuntersuchung

Baugrunduntersuchung, Bodenprobe. 

 

Bodenverdichtung

Verdichten des Baugrundes mit Hilfe von Verdichtungsgeräten (Schlagen, Rütteln, Kneten) zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Bodens und zur Verringerung der Setzungen. Bodenverfestigung Maßnahme zur Verfestigung des Bodengefüges durch Injektionen von z. B. Zement, Wasserglas, Bitumen, durch elektrochemische Behandlung oder Gefrierverfahren. Eine Bodenverfestigung wird z. B. vorgenommen, wenn an eine Baugrube angrenzendes Erdreich und eine ggf. vorhandene Überbauung nicht durch Böschungen oder eine Baugrubenverkleidung vor dem Einstürzen gesichert werden können. 

 

Bodenverfestigung

Maßnahme zur Verfestigung des Bodengefüges durch Injektionen von z. B. Zement, Wasserglas, Bitumen, durch elektrochemische Behandlung oder Gefrierverfahren. Eine Bodenverfestigung wird z. B. vorgenommen, wenn an eine Baugrube angrenzendes Erdreich und eine ggf. vorhandene Überbauung nicht durch Böschungen oder eine Baugrubenverkleidung vor dem Einstürzen gesichert werden können. 

 

Bogen

  1. gebogene Tragkonstruktion zum Überspannen einer Öffnung. Man unterscheidet u. a. folgende Bogenformen und -arten: Rundbogen, Korbbogen, Segmentbogen, Spitzbogen, scheitrechter Bogen.
  2. gekrümmter Teil einer Rohrleitung als Formstück oder an Ort und Stelle gebogen.

 

Bohle

Im Sprachgebrauch Bezeichnung für starkes Brett, nach DlN Schnittholz in Dicken von 40 - 100 mm und einer Breite von mindestens doppelter Dicke.

 

Bohrprobe

Bodenprobe 

 

Boiler

  1. Warmwasserbereiter einer Zentralheizungsanlage mit direkter oder indirekter ( Wärmetauscher) Erwärmung des Brauchwassers durch den Heizkessel.
  2. Heiß-/Warmwasserbereiter durch Erwärmung des in einem Behälter befindlichen Brauchwassers durch elektrischen Strom oder Gas (Elektroboiler , Gasboiler). Das nicht wärmeisolierte Gerät wird einige Zeit vor Gebrauch eingeschaltet, heizt den Wasserinhalt bis auf die Höhe der eingestellten Temperatur auf und schaltet dann wieder ab.

 

Bommerband

Beschlag für Pendeltüren, der mit Hilfe eingebauter Spiralfedern das automatische Rückschlagen der Türflügel in die geschlossene Ruhestellung bewirkt.

 

Bossenwerk

Mauerwerk aus Steinquadern, bei dem die Ansichtsfläche der Quadern absichtlich unter Belassen einer groben Oberfläche nur roh bearbeitet ist. 

 

Bossieren

Das gebrochene Felsgestein mit dem Bossiereisen zu einem rohen Steinquader bearbeiten. 

 

Brandabschluss

Schließen einer Öffnung in einer Brand- oder Brandabschnittswand mit feuerbeständigen oder feuerhemmenden Türen oder Toren, ggf. rauchdicht. 

 

Brandabschnitt

Einteilung eines Gebäudes oder großen Raumes (z. B. Fabrik-, Lagerhalle, Großgarage) in Abschnitte, die in ihrer zulässigen Größenordnung in den entsprechenden Bauvorschriften festgelegt sind. Die Trennung der Brandabschnitte untereinander muss mit feuerbeständigen Wänden erfolgen, Öffnungen sind mit einem Brandabschluss zu versehen. 

 

Brandklasse

Einteilung der Brandgefahren nach Art der brennbaren Stoffe für die Festlegung des Löschmittels z. B. in Feuerlöschern:

Brandklasse A = feste Stoffe,

Brandklasse B = Flüssigkeiten,

Brandklasse C = Gase,

Brandklasse D = Metalle,

Brandklasse E = elektrische Anlagen. 

 

Brandmauer

Brandwand 

 

Brandmelder

Als Brandmelder werden technische Geräte oder Anlagen zum Auslösen eines Alarms im Falle eines Brandes in Wohnungen, öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln oder Industrieanlagen bezeichnet. Dabei wird unterschieden zwischen automatischen Brandmeldern, welche den Brand anhand seiner physikalischen Eigenschaften erkennen, und nicht-automatischen Brandmeldern, welche von Hand betätigt werden müssen. Sinn des Brandalarms ist das Initiieren von Maßnahmen zur Brandbekämpfung, der Warnung von Personen innerhalb eines Gebäudes und zum Sach- und Personenschutz, meist die Alarmierung von zuständigem Sicherheitspersonal und / oder der Feuerwehr.

 

Brandschutztür

Genormte bzw. durch Prüfversuche zugelassene Tür in feuerhemmender oder feuerbeständiger Bauart zur Verwendung als Brandabschluss. 

 

Brandwand

Wand, die die Verbreitung von Feuer auf benachbarte Gebäude oder andere Gebäudeteile verhindern soll. Sie muss in feuerbeständiger Ausführung erstellt werden und auch bei außermittiger Belastung und Stoßbeanspruchung standsicher sein, im Gegensatz zu u. U. nur feuerbeständig auszubildenden Wänden für Brandabschnittstrennungen in bestimmten Gebäuden. Gemauerte Brandwände müssen mindestens 24 cm, Betonwände mindestens 20 cm dick sein. 

 

Brechgut

Gebrochenes Steinmaterial unterschiedlicher Größe durch die maschinelle Zerkleinerung von Felsgestein oder Kies. 

 

Brechsand

Sand, der durch die maschinelle Zerkleinerung von Felsgestein oder Kies gewonnen wird. 

 

Breitflanschträger

I-Träger aus Profilstahl, dessen Flanschbreite bis 300 mm gleich der Trägerhöhe ist. 

 

Brettbinder, Bretterbinder

Holzträger, der als Fachwerkbinder oder Vollwandbinder aus durch Nagelung miteinander verbundenen Brettern hergestellt wird. 

 

Brettgesims

Verkleidung des Gesimses mit Brettern. 

 

Brettlasche

Aus Brettern hergestelltes Verbindungsstück bei Holzkonstruktionen.

 

Brettverleimt

Durch Verleimung einzelner Bretter miteinander hergestellter Holzquerschnitt. Brettverleimte Holzbauteile (z. B. Balken, Träger, Pfosten) werden insbesondere bei großen Spannweiten und besonderen Anforderungen an die Tragfähigkeit und Verwerfungsfreiheit verwendet. 

 

Bruchrauh

Gebrochener, unbearbeiteter Naturstein. 

 

Brustholz

Horizontal angeordnetes Kantholz oder Bohle zur Aussteifung einer Absteifung. 

 

Brüstung

Umwehrung einer begehbaren Fläche (z. B. Balkon, Terrasse, Flachdach) mit einer vor dem Herabfallen schützenden niedrigen Wand aus Mauerwerk, Beton oder dgl. 

 

Brüstungshöhe

Vorhandene oder nach Bauvorschrift erforderliche Höhen einer Umwehrung. 

 

Brustzapfen

Zapfen 

 

Bügel

Rechteckig oder u-förmig gebogener Rundstahl als Konstruktionselement für die Umfassung der Tragstäbe einer Bewehrung. 

 

Bundbalken

Oberer Abschlussbalken eines Fachwerkes oder unterer Balken eines Dachbinders innerhalb der Balkenlage (Zeichnung). Dachstuhl. Bungalow Einstöckiges Haus mit geringer Dachneigung. 

 

Bündig

In gleicher Ebene liegend. 

 

Bungalow

Einstöckiges Haus mit geringer Dachneigung. 

 

Buntbartschloss

Tür- oder Möbelschloss mit einfacher Zuhaltung. 

 

Butzenscheibe

Runde, in der Mitte verdickte Glasscheibe von ca. 10 cm Durchmesser. Die Verglasung mit Butzenscheiben erfolgt durch Einfassung mit Bleistegen (Bleiverglasung). 

Definition C

Chlorkautschuklack
Anstrichstoff mit Bindemittel Chlorkautschuk, sehr widerstandsfähig gegen Wasser, anorganische Säuren und Laugen und Benzin.

                                                                                                                          

Chubbschloss

Möbelschloss ohne Zuhaltung.

 

CO-Warnanlage

Anlage zur Messung des Gehalts von Kohlenmonoxyd z. B in Großgaragen und zur Signalisierung der Überschreitung des zulässigen Gehalts durch optische und/oder akustische Warngebungen.

 

Corten-Stahl

Stahlsorte, bei der sich aufgrund eines besonderen Herstellungsverfahrens auf der Oberfläche eine schützende Oxydationsschicht (Rost) bildet, die eine Verwendung im Freien ohne weitere Oberflächenschutzbehandlung (z. B. Anstrich) gestattet.

 

Curtain-wall
Nichttragende Außenwand aus z. B. Metall, Glas, Keramik, Kunststoff, Betonfertigteilen, die in den einzelnen Geschossen an die tragende Gebäudekonstruktion gehängt wird.

Definition D

Dachaufbau

1. Ein über einem Flachdach angeordneter oder es durchdringender Bauwerksteil (z. B.: Treppenhaus, Aufzugschacht, Maschinenraum).

2. Bauphysikalischer und konstruktiver Aufbau einer Dachdichtung. Kaltdach, Warmdach.

 

Dachdeckung, Dacheindeckung

Bedachung, d. h. Verkleidung einer Dachkonstruktion mit der Dachhaut. Weiche Bedachung z. B. aus Holzschindeln, Stroh, Rohr, Schilf, unbesandeter Pappe; harte Bedachung z. B. aus Dachziegeln, Betondachsteinen, Schiefer, Blechen, besandeter Pappe.

 

Dachdichtung

Abdichtung von Flachdächern in der Ausführung z. B. mit Bitumenpappen, Teerpappen, Dichtungsbahnen, Metallbändern(-folien), Kunststoff-Folien, bituminösen Spachtelmassen (z. B. Asphaltmastix).

 

Dacheindeckung

Bedachung, d. h. Verkleidung einer Dachkonstruktion mit der Dachhaut. Weiche Bedachung z. B. aus Holzschindeln, Stroh, Rohr, Schilf, unbesandeter Pappe; harte Bedachung z. B. aus Dachziegeln, Betondachsteinen, Schiefer, Blechen, besandeter Pappe.

 

Dachfirst

Waagerechte Oberkante einer geneigten Dachfläche oder waagerechte Schnittlinie zweier zusammentreffender Dachflächen (Zeichnung).

 

Dachfläche

Die durch die Dachhaut gebildete Oberfläche gleicher Neigung eines Daches. Sie stellt bei Flach- und Pultdächern die Gesamtfläche, bei Satteldächern und dgl. eine Einzelfläche des Daches dar.

 

Dachflächenfenster

Fenster, das in einer Dachfläche eingebaut werden kann, lieferbar in unterschiedlichen Größen und passend für die verschiedenen Dacheinde-ckungen, meist als Schwingfenster.

 

Dachform

Man unterscheidet zwischen Flach- und Steildächern, letztere in verschiedenen Ausbildungen (Zeichnung).

 

Dachfuß

Unterster Punkt der Dachkonstruktion eines geneigten Daches.

 

Dachgaube

Dachaufbau eines geneigten Daches für die Anordnung eines stehenden Fensters. Je nach Neigung, Form oder Dachdeckung des Daches als Schleppgaupe, stehende Gaupe (Giebelgaupe, Walmgaupe), Fledermausgaupe.

 

Dachgesims

Vorsprung der Dach- oder Deckenkonstruktion oder ihrer Verkleidung über die Fassade als Regenschutz oder zur Gliederung und Schmückung eines Gebäudes (Sparren-, Dach-, Balken-, Kasten-, Brett-, Steingesims

 

Dachgully

Entwässerungsgegenstand aus Gusseisen, Stahl, Beton oder Kunststoff zur Einführung von Oberflächenwasser (Dach, Hof, Bad, Keller, Industrie) in die Abwasserleitung. Der Ablauf wird in die zu entwässernden Flächen eingebaut und an die Abwasserleitung angeschlossen. Er besteht aus dem Ablaufkörper mit angeformtem Rohranschluß, dem Aufsatzrahmen mit Einlaufrost und ggf. Geruchverschluss, Schlammeimer oder Rückstauverschluss.

 

Dachhaken

Auf die Sparren geschraubte, meist verzinkte eiserne Haken als Halterung für Dachleitern bei Reparaturen oder dgl.

 

Dachhaut

Äußerste Schicht des Daches (z. B. Dachziegel, Dichtungsbahnen, Blech), die allein oder vornehmlich den Schutz vor Regen, Schnee, Wind usw. darstellt.

 

Dachlatte

Auf die Sparren genagelte Holzlatten zum Auflegen der Dachziegel. Querschnitt meist 24 x 48 mm oder 30 x 50 mm.

 

Dachneigung

Schräglage einer Dachfläche, wird in Grad oder Prozent angegeben.

 

Dachpappe

Dachdeckungsstoff, bestehend aus mit Bitumen oder Teer getränkter Rohfilzpappe, die beiderseitig mit Bitumen bzw. Teer überzogen und mit einer Oberschicht aus Mineralstoffen (z. B. Sand, Splitt) versehen ist.

 

Dachpfette

Der die Sparren eines Pfettendaches tragende Längsbalken als First-, Mittel- u. Fußpfette.

 

Dachsparren

Die die Dachhaut tragenden, von der Traufe zum First verlaufenden Balken oder Träger eines Dachstuhls.

 

Dachständer

   1. Pfosten des Dachstuhles.

   2. Pfostenartiges Stahlgestell zur Befestigung elektrischer Stromleitungen (Freileitungen) auf dem Dach. Freileitungen sind im Allgemeinen nicht mehr üblich.

 

Dachstuhl

Tragendes Balkengerüst eines geneigten Daches (Steildach)

 

Dachtraufe

Das untere, waagrechte Ende einer geneigten Dachfläche.

 

Dachtraufe

Das untere, waagrechte Ende einer geneigten Dachfläche.

 

Dachziegel

Aus Ton oder tonigen Massen geformter und gebrannter Ziegel als schuppenartiger Dachdeckungsstoff für geneigte Dächer als Flachziegel (z. B. Biberschwanz), Hohlziegel (z. B. Mönch und Nonne, Hohlpfanne, Krempziegel), Falzziegel (z. B. Römerpfanne, Flachdachpfanne, Falzpfanne)

 

Dämmmatte, -platte

Matten oder Platten unterschiedlicher Dicken und Abmessungen hergestellt aus natürlichen oder künstlichen Dämmstoffen.

 

Dämmstoff

Natürlicher oder künstlicher Stoff zur Wärme- oder Schalldämmung, z. B. Bims, Blähglimmer (Vermiculite), Bläh-ton, Filz, Glasfaser, -wolle, Hartschaum, Holzfaser , - wolle, Kork, Kunststoffschaum, Mineralglas (Perlite), Mineralfaser, -wolle, Schaumglas (Foamglas).

 

Dämmung

Maßnahmen für den Wärme- oder Schallschutz; Wärmedämmung, Schalldämmung.

 

Dampfdicht

Eigenschaft eines Stoffes, der für Dampf (Wasserdampf) undurchlässig ist (z. B. Metallfolien, Glas, bestimmte Kunststoffe).

 

Dampfdruck

Durch die Bildung von Wasserdampf auf dampfdichte Baustoffe (z. B. Anstriche, Abdichtungen) wirkender Druck mit der Folge von Blasenbildung oder Zerreißen, sofern nicht besondere Vorkehrungen zur Möglichkeit eines Druckausgleiches (z. B. punktförmig befestigte Lochpappen bei einem Flachdachaufbau) geschaffen wurden. Er entsteht bei Erwärmung (z. B. Sonneneinstrahlung) von Feuchtigkeit ( Baufeuchtigkeit, Kondenswasser) in den Baustoffen oder - teilen.

 

Dampfdurchlässig

Eigenschaft eines Stoffes, der im Gegensatz zu einem dampfdichten den Durchgang von Dampf ermöglicht. Diffusion.

 

Dampfsperre

Anordnung einer dampfdichten Schicht (z. B. innerhalb eines Dachaufbaues) zur Verhinderung des Eindringens von Wasserdampf ( Kondenswasser) in einen gegen Feuchtigkeit nicht widerstandsfähigen oder bei Feuchtigkeitseinwirkung seine Eigenschaft verlierenden Baustoff (z. B. bestimmte Wärmedämmstoffe).

 

Dauerelastisch

Elastische Eigenschaft eines Stoffes (z. B. Kautschuk, bestimmte Kunststoffe), die auch nach dauernder Beanspruchung nicht verlorengeht. Verwendung von dauerelastischen Materialien z. B. zum Schließen von Dehnungsfugen.

 

Dauerlüftung

Anordnung nicht schließbarer Lüftungsöffnungen zur Gewährleistung einer ständigen Lüftung eines Raumes (z. B. innenliegendes Bad/WC, Treppenhaus, Maschinenraum.

 

Dauerplastisch

Plastische Eigenschaft eines Stoffes, eine Verformung auf Dauer beizubehalten.

 

Deckanstrich

 1. Ein oder mehrere Anstrichschichten, die als oberster Teil eines Anstrichaufbaues die geforderten Oberflächeneigenschaften aufweisen. Die letzte Schicht eines mehrschichtigen Deckanstrichs ist der Fertig- oder Schlußanstrich.

2. Anstrich mit Anstrichstoff auf Steinkohlenteerpechbasis auf die oberste Lage einer Dachdeckung aus Teerdachpappen

 

Deckenablauf
Ablauf, geeignet zum Einbau in Decken.
 

Deckenhaken
In der Decke befestigter Haken z. B. zum Aufhängen der Beleuchtungskörper.

Deckfurnier, Deck
Oberstes, Sichtfläche bildendes Furnier.

Dehnfuge, Dehnungsfuge
Bewegungsfuge, die Längenänderungen durch sie getrennter Bauteile infolge Temperaturschwankungen, Schwinden, Quellen oder dgl. ermöglicht.

 

Dehnungsbogen, Dehnungsschleife
Innerhalb einer Rohrinstallation (z. B. Heizungsleitung) angeordneter Bogen, der eine Dehnung des Rohres infolge Erwärmung ermöglicht. Nur bei großen Leitungslängen erforderlich.

 

Detail
Ausbildung der Einzelheit eines Bauteiles, ihre Festlegung erfolgt im allgemeinen durch zeichnerische Darstellung in größerem Maßstab.

 

Dichtungsbahn
Wasserdichtes Bahnenmaterial für die Abdichtung von Bauwerken, bestehend aus einer Einlage aus getränkter Rohfilzpappe, Jutegewebe, Glasfasergewebe, Metallfolie oder Kunststoffolie mit beiderseitigen Deckschichten aus Bitumen oder Steinkohlenteersonderpech.

 

Dichtungsmittel
Stoff als Zusatzmittel für Mörtel oder Beton mit einer dichtenden Wirkung gegenüber dem Eindringen von Wasser.

 

Dichtungsschlämme
Mischung aus Zement, Quarzsand und chemischen Mitteln, die zähflüssig auf die Oberfläche von Beton oder Mörtel zur Sperrung gegen Eindringen von Wasser aufgebracht wird.

 

Dickformat
Abmessung eines Mauersteins L x B x H = 240 x 115 x 113 mm, Dünnformat, Normalformat.

 

Dickglas
Tafelglas mit einer Dicke von 4,5 - 6,5 mm, überdick von 7,5 - 13,0 mm.

 

Differenztreppe
Treppe oder Treppenteil zur Überwindung geringer Höhenunterschiede.

 

Diffusion
Durchgang von Dampf oder Gasen durch Stoffe. In der Bautechnik kann es notwendig sein, für bestimmte Bauteile diffusionsfähige Baustoffe einzusetzen, um den Durchgang von Wasserdampf zur Vermeidung von Schäden (Dampfdruck) zu ermöglichen.

 

DIN-Normen
Die vom Deutschen Normenausschuss aufgestellten Festlegungen von Regeln für z. B. Baustoffe und die Ausführung von Bauleistungen.

 

Dispersion, Dispersionsfarbe
Anstrichstoff für Putz, Beton oder Mauerwerk bestehend aus einer Mischung (Verteilung) von festen oder flüssigen Bindemitteln (z. B. Öl, Kunststoff) mit (in) einer Flüssigkeit (z. B. Wasser).

 

Dollen
Bolzen oder starker Dübel zur Verankerung oder Verbindung von Bauteilen bzw. unterschiedlichen Sicherung von Holzverbindungen.

 

Doppel-T-Träger
Stahlprofil oder Trägermit I-förmigem Querschnitt.

 

Doppeldeckung
Art der Anordnung von ebenen Ziegeln (Biberschwanz, Schindel) oder Platten aus z. B. Stein, Schiefer, bei Dacheindeckungen oder Wandverkleidungen. Durch weite Überlappung des Deckungsmaterials (mindestens der halben Höhe) und Verlegung im Verband entsteht eine doppelte Deckungslage, die gegenüber der einfachen Deckung eine erhöhte Dichtung darstellt.

 

Doppelfenster
Zwei in einer Maueröffnung hintereinander zu einer Einheit angeordnete Einfachfenster.

 

Dorn
Dünner Bolzen, Metallstift.

 

Dornmaß
Maß bei einem Türschloss von der Drehachse des Drückers bis Außenkante Schloss.

 

Dosiergerät
Anlagenteil innerhalb einer Wasseraufbereitungsanlage (Enthärtungsanlage), durch das die Zugabe von Chemikalien zum Wasser erfolgt und geregelt wird. Draht-Verbund-Sicherheitsglas, Stahlfaden-Verbund-Sicherheitsglas Verbund-Sicherheitsglas mit einer Einbettung von dünnen Stahldrähten bzw. Stahlfäden in die Verbund-Zwischenschicht in paralleler Anordnung oder rechtwinklig oder diagonal gekreuzt. Bei einbruchhemmendem Verbund-Sicherheitsglas mit Alarm-Drahteinlage erhalten feine Kupfer- oder Bronzedrähte einen Stromanschluss.

 

Drahtglas
Gußglas mit einer Einlage aus Draht als punktgeschweißtes Netz, viereckiges Gewebe oder sechseckiges Geflecht. Die Drahteinlage bewirkt höhere Widerstandsfähigkeit des Glases gegen Feuer, sie ist splitterbindend und gewährt somit Schutz gegen Verletzungen bzw. Beschädigungen.

 

Drahtornamentglas

Ornamentglas in der Ausführung als Drahtglas.

 

Drahtputzdecke, Rabitzdecke
Abgehängte Decke bestehend aus Abhängern, einem verzinkten Drahtgewebe als Putzträger und dem Putz.

 

Drahtputzwand, Rabitzwand
Leichte Trennwand mit beiderseitigem Putz auf einem verzinkten Drahtgewebe (Rabitzgewebe), das mit Rundstahl ausgesteift wird.

 

Drahtspiegelglas
Beiderseitig geschliffenes und poliertes Drahtglas, als poliertes Chauvel-Drahtglas mit parallel im Abstand von 5 cm verlaufenden Drähten.

 

Drahtziegelgewebe, Ziegelrabitz
Drahtgewebe mit eingebrannten Ziegeltonkörpern, wird als Putzträger auf Bauteilen aus Holz oder Stahl verwendet.

 

Drainage
Drainierung Dränage

 

Dränage, Dränung
Entwässerung nasser Bodenschichten durch Anordnung von Leitungen und/ oder Gräben im Erdreich, die das Wasser sammeln und in einen Abwasserkanal, eine Sickergrube, einen Vorfluter oder dgl. abführen. Der Zulauf des Wassers erfolgt über Sickerpackungen aus durchlässigem Material wie Kies, künstlichen Steinen mit großem Porengehalt oder dgl. Dränagen sind erforderlich, wenn z. B. bindige Böden Niederschlagswasser nicht in genügendem Maße aufnehmen können oder Wasser wasserführender Bodenschichten oder Hangwasser auf der Bergseite eines Gebäudes auf dieses einwirkt und es gefährdet.

 

Dränrohr
Rohr aus Ton, Beton oder Kunststoff für die Verwendung als Dränageleitung. Die Aufnahme des Wassers erfolgt über wasserdurchlässige, gelochte oder geschlitzte Wandungen oder die Stöße der einzelnen Rohrstücke.

 

Drehkippfenster, -flügel
Der bewegliche Teil eines Fensters, je nach Öffnungsart als Drehflügel, Drehkippflügel, Klappflügel, Schwingflügel, Wendeflügel.

 

Dreikammerstein
Hohlblockstein mit drei Hohlräumen (Kammern) parallel jeder Längsseite.

 

Dreikantleiste
Dreiecksförmige Holzleiste. Wird im Betonbau zum Abschrägen (Brechen) von Kanten und zur Ausbildung von Wassernasen verwendet.

 

Dreilagig
Dreifacher Schichtenaufbau z. B. einer Abdichtung oder eines Putzes, wobei die einzelnen Lagen getrennt nacheinander aufgebracht werden.

 

Dreipolig
Anschlussmöglichkeit von drei Adern bei elektrischen Teilen, z. B. Steckdose.

 

Dreispänner
Mehrfamilienwohnhaus mit drei Wohnungen je Geschoss an einem Treppenhaus.

 

Drempel
Außenwand bzw. Höhe (Kniestock) eines Dachraumes zwischen oberster Geschoßdecke und dem zur Vergrößerung des Dachraumes angehobenen Dachfuß.

 

Drosselklappe
Verstellbare oder selbsttätige Klappe in Rohrleitungen bzw. im Rauchrohr einer Feuerstätte zur Regulierung (Verminderung) des Durchganges von Dampf oder Gasen, bei Feuerstätten wird hierdurch der Auftrieb im Schornstein beeinflusst.

 

Druckausgleichsschicht
Schicht unter der Dampfsperre einer Dachabdichtung, bestehend z. B. aus einer punktförmig aufgeklebten Lochpappe mit Anschluss an die Außenluft am Dachrand oder an Entlüfter, um ein Entweichen von Wasserdampf (Dampfdruck) zu ermöglichen.

 

Drückendes Wasser
Wasser, das durch Bestreben des Anstiegs oder durch Stauung Druck auf ein Bauwerk oder Bauteil ausübt, z. B. Grundwasser, Schichtenwasser, drückendes Hangwasser.
Schutz von Bauwerken, Bauteilen, Leitungen, Behältern und dgl. gegen das Eindringen bzw. Austreten von Flüssigkeiten oder gasförmigen Stoffen. Als Bauleistung nach VOB Abdichtung gegen drückendes Wasser und Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser.

 

Druckerhöhungsanlage
Einrichtung, die durch Anordnung von Druckpumpen innerhalb der Wasserinstallation bei niedrigem Wasserdruck oder Versorgung von Hochhäusern den erforderlichen Druck erzeugt.

 

Druckfestigkeit
Größte Krafteinwirkung auf einen Körper, ohne dass er unter Druck zu Bruch geht. Die Druckfestigkeit wird als Belastung (z. B. kp, kN) pro cm² angegeben.

 

Druckgurt
Teil eines Trägers oder tragenden Bauteils, der die Druckspannungen aus einer Belastung aufnimmt.

 

Druckregler
Vorrichtung zur Aufrechterhaltung oder Begrenzung eines Druckes in einer Anlage (z. B. Heizungsanlage).

 

Druckspeicher
Elektrisches Gerät zur Heißwasserbereitung. Das sich ständig in einem wärmegedämmten Innenbehälter befindliche Wasser wird durch Elektroheizkörper direkt erwärmt und automatisch als ständige Bereitschaft auf Höhe der einstellbaren Temperatur gehalten. Druckspeicher können mehrere, drucklose Speicher nur eine Zapfstelle versorgen.

 

Dübel

1. Verbindungs- oder Verankerungsmittel aus Holz, Metall oder Kunststoff, zumeist stabförmig ( Dollen), für den Holzbau auch teller- oder krallenförnig.
2. Element aus Metall oder Kunststoff zur Befestigung von Schrauben oder Haken in Mauerwerk oder Beton. Er wird in ein Dübelloch eingelassen und erhält beim Eindringen des Befestigungsmittels durch Pressung oder Spreizung einen absolut festen Halt im Bauteil.

 

Dübelstein
Aus Zement, Sägemehl und Wasser hergestellter nagelbarer Stein zum Einsetzen in Mauerwerk oder Beton. Verwendung für die Befestigung von Türfuttern, Sockelleisten etc.

 

Dünnbettverfahren
Verlegungsart von Fliesen in Klebetechnik anstelle eines Mörtelbettes. Voraussetzung ist ein ebenflächiger Untergrund (z. B. Putz, glatter Beton).

 

Dünnformat
(DF) Abmessung eines Mauersteins L x B x H = 240 x 115 x 52 mm. Dickformat, Normalformat.

 

Dunstrohr
Entlüftungsrohr von Entwässerungsleitungen, wird als Verlängerung der Falleitung über Dach geführt. Es hat neben der Entlüftung der Entwässerungsanlage die Aufgabe zu erfüllen, bei einem Sog schnell abfließenden Abwassers entstehenden Unterdruck durch nachströmende Luft auszugleichen und damit ein Leersaugen des Geruchverschlusses zu verhindern.

 

Dunstrohrziegel
Speziell geformter Dachziegel zum Ein- bzw. Durchführen des Dunstrohres.

 

Durchbiegung
Senkung eines tragenden Bauteiles (z. B. Balken, Träger , Deckel) zwischen den Auflagern infolge Belastung. Die zulässige Durchbiegung ist nach DIN festgelegt und bestimmt u. a. die Bemessung von tragenden Querschnitten.

 

Durchbruch
Vorgesehene oder nachträglich hergestellte Aussparung. WD = Wand-, DD = Deckendurchbruch als übliche Abkürzung in Bauzeichnungen.

 
Durchgangshöhe, Kopfhöhe
Lichtes senkrechtes Maß zwischen einem unteren und einem oberen Bauteil (z. B. Treppenläufen), das einen aufrechten Durchgang gestattet. In der Regel mindestens 2.00 m.

 
Durchlauferhitzer
Heiß- oder Warmwasserbereiter für den unmittelbaren Gebrauch durch Erwärmen des Wassers während des Durchflusses durch elektrischen Strom oder Gas oder in einer Durchflussbatterie innerhalb eines Heizkessels. Durchlauferhitzer sind geschlossene, unter Druck stehende Geräte und können beliebig viele Entnahmestellen versorgen.


Durchlaufträger
Träger mit mehr als zwei Auflagern im Gegensatz zum Träger auf zwei Stützen.

 

Duroplaste
In der Regel harte, bis zur Zersetzungstemperatur starre Kunststoffe mit hoher mechanischer Festigkeit.

Definition E

Eckabzweig
Formstück für eine Entwässerungsleitung mit einer Abzweigung unter einem Winkel von ca. 90° für den Anschluss einer Stichleitung.


Eckschutzleiste, -schiene.
Winkelförmiges Profil aus verzinktem Stahlblech oder Kunststoff zum Einbau in den Putz als Schutz einer Ecke. Anordnung auf die gesamte Raumhöhe oder bis zu einer Höhe von ca. 1,50-1,80m.

 

Eckventil
Ventil zum Sperren des Durchflusses in einer Leitung. Anordnung z. B. in der Wasserzuleitung an einzeInen Sanitärgegenständen (z. B. Waschbecken, WC), um bei Reparaturarbeiten oder dgl. nicht die gesamte Wasserinstallation an der Verteilung absperren zu müssen.

Edelputz
Fabrikmäßig hergestellte Putzmörtel aus bestimmten BindemitteIn und Zuschlagstoffen, deren Zusammensetzung einheitliche Qualität und einheitliches Aussehen garantiert.

 
Einbauleuchte
Beleuchtungskörper für den Einbau z. B. in abgehängte Decken. Je nach Ausführung für flächenbündigen Einbau oder mit Überstand der Leuchtenabdeckung.

 Einbauschrank
In einer Nische oder zwischen Wänden und Decken fest eingebauter Schrank, der entsprechend den vorhandenen oder geplanten Maßen hergestellt, oder bei Verwendung von Teilen oder Schränken fester Abmessungen mit Hilfe von Blenden oder dgl. in die Öffnung eingepasst wird.

Einfachfenster
Fenster mit einer einfachen Verglasung (eine Glasscheibe) im Gegensatz zum Doppelfenster, Fenster mit Isolierverglasung Verbundfenster.

Einfriedung, Einfriedigung
Umzäunung eines Grundstückes mit Mauern, Zäunen, Hecken oder dgl.

Einheitspreis
Preis für eine Leistung bezogen auf eine bestimmte Einheit, z. B. pro Stück, qm, m oder dgl. Die Vergütung einer Bauleistung wird nach den Einheitspreisen des Angebotes und den tatsächlich ausgeführten Einzelleistungen berechnet, wenn nicht eine Pauschalvergütung oder ähnliches vereinbart wurde.

Einkornbeton
Beton mit einem Zuschlagstoff möglichst gleicher Korngröße. Aufgrund seines hohen Anteiles an Hohlräumen wird er u. a. als Sickerpackung bei Dränagen oder dgl. verwendet. Manche Arten von Leichtbeton sind Einkornbeton.

Einlauf
Bezeichnung für den Zutritt des Wassers an Sanitärgegenständen (Waschbecken, Badewanne, WC und dgl.).

Einlaufblech, Traufblech, Scharblech
Ein als Übergangsstück zwischen Dachdeckung und Dachrinne angeordneter Blechstreifen, der auf der Traufbohle befestigt in die Dachrinne hineinragt. Es wird bei geringeren Dachüberständen zum Schutz der Fassade und des Dachfußes vorgesehen.

Einleimer
Eine zwischen den Deckfurnieren eines Holzwerkstückes eingeleimte Holzleiste als Randverstärkung bzw. stirnseitige Abdeckung von Tischler-, Spanplatten oder dgl.

 
Einlochbatterie
Standbatterie, bei der die Zuleitungen des kalten und warmen Wassers durch ein gemeinsames Loch im Waschbecken in die Armatur führen.

Einreiber
Einfacher Verschluss bei Fenstern, Türen, Möbelstücken in Form einer im beweglichen Teil drehbar angeordneten Zunge, die beim Verschließen in eine Öffnung im Rahmenholz oder im feststehenden Teil eingreift.

Einrohrheizung
Installationssystem einer Zentralheizung, bei der im Heizkreis keine Trennung von Vor- und Rücklauf erfolgt.

Einscheiben-Sicherheitsglas
Kristallspiegelglas, das durch eine Spezialwärmebehandlung vorgespannt und dadurch elastisch, bruchfest, verwindungsfähig, temperaturunempfindlich und splitterfrei wird. Sicherheitsglas, Verbund-Sicherheitsglas.

 
Einschubtreppe

Platzsparende Treppe in leiterartiger Konstruktion aus Holz oder Metall, die im unbenutzten Zustand in einen über ihr liegenden Raum (zumeist Dachraum) eingeschoben ist und zur Benutzung herausgezogen wird. Die ein- oder mehrteilige Treppe ist durch einen Rahmen mit unterseitiger Klappe in die Decke eingebaut und wird auf Führungsschienen oder Gleitlagern bewegt.

Einspänner
Mehrfamilienwohnhaus mit einer Wohnung je Geschoss an einem Treppenhaus

Einsteckschloss
Türschloss, das in das Türblatt durch Einstecken in eine vorgerichtete Ausnehmung eingebaut wird.

Einstemmband
Band als Bau- und Möbelbeschlag, dessen Lappen in eine eingestemmte oder ausgefräste Ausnehmung des Werkstückes versenkt und angeschraubt werden.

Elastisch
Eigenschaft eines Stoffes, bei einer Krafteinwirkung seine Form zu verändern und nach Beendigung der Einwirkung seine ursprüngliche Form wieder einzunehmen. Wichtige Eigenschaft für Dichtstoffe zur Dichtung von Dehnungsfugen.

Elastomere
Natürliche oder künstlich hergestellte polymere Werkstoffe (z. B. Naturkautschuk, Silikonkautschuk, Polysulfid) mit gummielastischen Eigenschaften, die als Rohstoffe zur Herstellung von Dichtstoffen für Fugendichtungen, Versiegelungen, Fugenbänder und dgl. dienen.

Elastoplastisch
Elastische und plastische Eigenschaft eines Stoffes.

Elektroinstallation
Bauleistung bestehend aus Verlegen, Montieren und Anschließen der Stark- und Schwachstromleitungen, Beleuchtungskörper und elektrischen Geräte und Anlagen.

Elektrostatische Aufladung
Eigenschaft von Kunststoffen mit hohem elektrischen Isoliervermögen (z. B. Kunststoffbeschichtungen auf Möbeln, Bodenbeläge aus Kunststoff, Teppichböden aus Kunstfasern), die sich in einer Anziehungskraft (z. B. von Staub) oder nach Reibung (z. B. Begehen, Rutschen) und Berühren metallischer Gegenstände in einer Spannungsentladung äußert. Verhinderung durch Aufbringen antistatischer Mittel oder z. B. Metallfadeneinlagen in Kunstfaserteppichen.

Eloxal, Eloxierung
Herstellen oder Verstärken einer Oxydationsschicht durch Elektrolyse, insbesondere bei Aluminium. Die Eloxierung dient dem Schutz der Oberfläche und durch Beigabe von Farbstoffen oder Metallsalzen ihrer Farbgebung.

Engobe, engobiert
Eingebrannter Überzug aus eingefärbter Tonschlämme auf z. B. Dachziegeln zur Farbgebung und Erzielung einer gleichmäßigen und dichten Oberfläche.

Entflammbar
Unterscheidung der Eigenschaft brennbarer Baustoffe im Hinblick auf die Widerstandsfähigkeit gegen Feuer als schwer, normal oder leicht entflammbar. Die Klassifizierung der Stoffe ist in DlN 4102 erfolgt.

Entgraten
Das Entfernen von Bearbeitungsrauhigkeiten bei Metallen.


Enthärtungsanlage
Anlage zur Verringung der Härte des Wassers (Gehalt an Kalzium).

Entleerungshahn, -ventil
Vorrichtung zum Entleeren von z. B. Wasserleitungen oder Heizleitungen. Ihre Anordnung ist erforderlich, um zu Reparaturzwecken, bei Frostgefahr oder dgl. das in den Leitungen stehende Wasser nach dem Absperren des Zuflusses ablassen zu können.

Entlüfter
1. Bauelemente zum Einbau in eine Dachabdichtung mit Anschluss an die Druckausgleichsschicht, zumeist in der Form von Rohrstutzen mit Kleberand und gelochter oder geschlitzter Abdeckkappe aus Blech oder Kunststoff.
2. Rohrentlüfter.
3. Verschraubung mit Schlüsselverschluss oder selbsttätigem Entlüftungsventil am Ende eines Heizkörpers zum Entweichen eingeschlossener Luft im Heizungssystem.

 

Entlüftungsziegel
Speziell geformter Dachziegel mit Lüftungsöffnungen zur Entlüftung des Dachraumes oder zum Anschluss eines Dunstrohres Dunstrohrziegel.

 

Entwässerung
Das Ableiten von Schmutzwasser, Niederschlagswasser und/oder Dränagewasser (siehe Dränage) in den Abwasserkanal, Klär - oder Sickergruben oder Vorfluter (Zeichnung).

 

Entwässerungsleitung
Innerhalb und außerhalb der Gebäude verlegte Leitungen zur Abführung des Abwassers bis zum Anschluss an den Abwasserkanal.

 

Epoxidharz
Künstliche Harzverbindung mit außerordentlich hohem Haftungs- und Klebvermögen. Verwendung als Kleber, mit Lösungsmittel verdünnt zur Versiegelung von Flächen, als Bindemittelzusatz für Mörtel, Estrich, Beton, Lacke.

 

Erdarbeiten
Abtrag, Aushub, Auffüllung, Aufschüttung von Erdreich. Die Erdarbeiten sind Teil der Rohbauarbeiten.

 

Erddruck
Die Kraft, die das Erdreich auf Bauteile (z. B. Wände) unter Gelände oder bei Anschüttungen ausübt. Die Größe des Erddruckes ist abhängig von der Bodenart, der Höhe des anstehenden Erdreichs und der Neigung des beanspruchten Bauteils zur Lotrechten. Der Erddruck bestimmt u. a. die Bemessung eines durch ihn beanspruchten Bauteils.

 
Erdtank
Im Erdreich verlegter Behälter zur Lagerung von z. B. HeizöI im Gegensatz zu Kellertanks. An Erdtanks werden besondere Anforderungen gegen Auslaufen gestellt, sie sind deshalb zumeist doppelwandig und an ein Leckanzeigegerät angeschlossen.

 

Erdung
Verbindung leitfähiger Anlagenteile (z. B. Blitzschutz-, Antennen-, Fernmeldeanlage, Gas-, Wasser-, Heizungsinstallation) mit dem Erdreich zum Schutz gegen gefährliche Berührungsspannungen infolge z. B. schadhafter Isolierungen. Die Erdung erfolgt durch Anschluss an die Potenzialausgleichsschiene, die mit dem Banderder verbunden ist.

 

Estrich
Fußbodenschicht als Nutzboden oder als Unterlage für einen Bodenbelag bestehend aus dem Gemisch von Bindemittel, Zuschlagstoffen und Wasser , nach der Art des Bindemittels als Zementestrich, Anhydritestrich, Gipsestrich.

 

Etagenbogen
Doppelbogen bzw. s-förmige Verlegung einer senkrechten Rohrleitung mit Hilfe von Formstücken zur Herstellung eines Versprunges in der Lotrechten, meistens in Anpassung an bauliche Gegebenheiten.

 

Expandierter Kork
Durch Erhitzen in seinem Volumen vergrößerter Kork mit guten Eigenschaften zur Wärmedämmung.

 

Expansionsgefäß
Offener oder geschlossener Behälter aus Stahlblech innerhalb des Leitungssystems einer Warmwasserheizung zur Aufnahme der durch die Erhitzung bedingten Volumenvergrößerung des Heizwassers. Das Ausdehnungsgefäß verhindert beim offenen System ein Überlaufen, beim geschlossenen eine zu große Druckerhöhung in den Leitungen und Heizkörpern. Geschlossene Gefäße können an beliebiger Stelle im Heizkreislauf, offene müssen an der höchsten Stelle des Heizsystems installiert werden.

 

Extrudierter Hartschaum
Hartschaum, der aufgrund einer geschlossenen Zellstruktur mit beidseitig glatten und geschlossenen Oberflächen unempfindlich gegen Wasser ist. Verwendung z. B. als Dämmstoff beim Umkehrdach.

 

Definition F

Fachwerk

1. ebenes oder räumliches Tragwerk aus einzelnen Stäben in Stahl, Holz, Leichtmetall oder Stahlbeton, die an Knotenpunkten miteinander verbunden sind.
2. Bezeichnung für den traditionellen Holzskelettbau.

 

Fachwerkbinder, - träger
Als Fachwerk ausgebildeter Träger für große Spannweiten.

 

Fäule
Pilzkrankheit des Holzes, die sich in einer Verfärbung und je nach Art in einer Zerstörung des Holzes äußert. Ein Schutz gegen Fäule erfolgt durch Behandlung mit fungiziden Holzschutzmitteln.

 

Falle
Verschlusskeil eines Schlosses, der in das Schließblech eingreift und durch den Drücker, beim Wechselschloss auch durch den Schlüssel bewegt wird.

 

Falleitung, -rohr
Senkrechte Abwasserleitung mit Entlüftung über Dach

 

Faltwand
Bewegliche Wand zur wahl- bzw. zeitweisen Unterteilung eines Raumes, bestehend aus schmalen durch Bänder oder Spezialbeschläge miteinander verbundenen Teilen, die in oberen und evtl. auch unteren Führungen zur Seite verschoben werden können.

 

Faltwerk
Tragwerk aus einer gefalteten Stahlbetonplatte, die ohne weitere Tragglieder wie Balken, Träger oder dgl. große Flächen stützenfrei überspannt.

 

Falz

1. ein- oder mehrfache Ausnehmung (Ausschnitt) an den Kanten eines Bauteiles oder Werkstückes als Anschlag, Überlappung oder dgl.
2. ein- oder mehrfache Umbördelung der Blechränder einzelner Blechbahnen zum gegenseitigen Verbinden als liegender (waagrechte Stöße) oder stehender Falz (Anordnung parallel zur Ablaufrichtung des Wassers). Der Falz ermöglicht gleichzeitig die witterungsbedingten (Sonneneinstrahlung) Dehnungen der einzelnen Blechbahnen.

 
Falzziegel
Ebene oder gekrümmte Dachziegel mit einfachen oder doppelten rillenartigen Fälzen an den Längs- oder Längs- und Kopfseiten zum Ineinandergreifen der einzelnen Dachziegel, so daß trotz geringer Überdeckung und ohne Mörtel eine hohe Dichtigkeit der Dachdeckung erzielt wird.

 

Fase

Abgeschrägte Kante an einem Bauteil oder Werkstück, um scharfe Kanten und die Gefahr des Absplitterns oder Abbröckelns zu vermeiden.

 

Faserdämmstoff
Dämmstoff aus durch Schmelze gewonnenen mineralischen Fasern (z. B. Glasfaser, Steinwolle) oder aus Pflanzenfasern (z. B. Holzfaser, Kokosfaser, Seegras).

 

Feder
Schmale Leiste oder stegartige Wulst auf einer Seite zum fugenlosen Zusammenfügen von genuteten Bauteilen oder Werkstücken (z. B. Bretter, Platten) Nut.

 

Fehlboden
Zwischenboden innerhalb einer Holzbalkendecke aus einfachen Brettern (Schwarten) als Trägerlage für das Füllmaterial (z. B. mineralische Schüttungen).

 

Feinputz
Dünner, im Mittel 3 mm starker einlagiger Putzauftrag, bei mehrlagigem Putz der alle Rauhheiten ausgleichende Oberputz.

 

Fensteranschlag
Ausbildung einer Auflagerfläche für Fenster- und Türrahmen in den Wandöffnungen.

 

Fensterbank
Äußere Abdeckung aus Natur-, Kunststein oder Beton des Brüstungsmauerwerks einer Fensteröffnung.

 

Fensterbeschlag
Beschlag zum Öffnen, Schließen und Bewegen eines Fensters.

 

Fensterbrüstung
Wandteil in der Breite der Fensteröffnung zwischen Fußboden und Fensterunterkante oder unterer fester Teil eines bis zum Fußboden reichenden Fensterelementes.

 

Fensterflügel
Der bewegliche Teil eines Fensters, je nach Öffnungsart als Drehflügel, Drehkippflügel, Klappflügel, Schwingflügel, Wendeflügel.

 

Fenstergewände
In die Fenster- oder Türöffnung einer Wand eingesetzter Rahmen aus Natur-, Betonwerkstein oder als Betonfertigteil.

 

Fensterglas
Tafelglas der Dicke 1,8 bis 3,8 mm.

 

Fensterleibung, -laibung
Innere, seitliche Wandfläche einer Tür-, Fensteröffnung oder Nische.


Fensterrahmen
Tragender Teil des Fensters, der an den angrenzenden Bauteilen befestigt wird und an den die Fensterflügel angeschlagen werden. Blendrahmen, Blockrahmen.

  
Fenstersturz
Sturz über einer Fensteröffnung


Fenstertür

Verglaste Tür (z. B. Balkon-, Terrassentür), bestehend aus Rahmen und Flügel als Dreh-, Drehkipp-, Schiebe- bzw. Hebetür.

 
Fertigbauteil, Fertigteil
Bauteile aus einem oder mehreren Bau- oder Werkstoffen, die serienmäßig oder zumindest in größerer Stückzahl in entsprechenden Betrieben oder Werken für den Einbau auf der Baustelle gefertigt werden und als komplette Einheit verschiedene Bauleistungen enthalten können, wie z. B. Wandbauteile mit eingebauten Installationen, fertiger Oberflache und dgl.

 
Fertigbeton
In Betonwerken oder auf der Fahrt gemischter Beton, der durch mit Drehtrommeln bestückten Spezialfahrzeugen an der Verwendungsstelle einbaufertig angeliefert wird.

 

Feststeller
Vorrichtung an z. B. Fenstern, Türen, Toren oder eingebaut in Bodentürschließern zur Arretierung in einer bestimmten oder beliebigen geöffneten Stellung.

 

Feuchtigkeit
Man unterscheidet:
1. Feuchtigkeit in den Baustoffen ( Baufeuchtigkeit).
2.  Seitliche Feuchtigkeit, die auf Bauteile im Erdreich einwirkt.
 3. Aufsteigende Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich oder durch Spritzwasser im So-ckelbereich infolge Kapillarwirkung in den Bauteilen aufsteigt.

 

Feuchtigkeitsabdichtung
Abdichtung gegen seitliche Feuchtigkeit durch z. B. Bitumenanstrich auf Bauteile im Erdreich, gegen aufsteigende Feuchtigkeit durch Anordnung von Sperrschichten.

 

Feuchtigkeitsgehalt
In Prozent angegebene Feuchtigkeitsmenge in einem Baustoff, z. B. darf Bauholz im Hochbau nur im tro-ckenen Zustand (mittlerer Feuchtigkeits-gehalt höchstens 20 %) eingebaut werden (Ausnahme: Kantholz, Latten, Baurundholz).


Feuerhemmend
Klassifizierung der Dauer der Widerstandsfähigkeit eines Bauteiles gegen die Einwirkung von Feuer in bezug auf seine Tragfähigkeit bzw. Standfestigkeit. Nach DIN 4102 werden unterschieden.

 

Feuerschutztür
Genormte bzw. durch Prüfversuche zugelassene Tür in feuerhemmender oder feuerbeständiger Bauart zur Verwendung als Brandabschluss.

 

Feuerungsanlage
Anlage bestehend aus Feuerstätte (Heizkessel, Ofen), Verbindungsstück (Rauchrohr, Fuchs) und Schornstein.

 

Feuerverzinkung
Überziehen von Stahlteilen mit einer Zinkschicht als Rostschutz. Man unterscheidet nach Art des Aufbringens z. B. Feuerverzinkung (Eintauchen in flüssiges Zink), Spritzverzinkung (Aufspritzen von Zinkstaub).

 

Feuerwiderstandsklasse
Klassifizierung der Dauer der Widerstandsfähigkeit eines Bauteiles gegen die Einwirkung von Feuer in bezug auf seine Tragfähigkeit bzw. Standfestigkeit. Nach DIN 4102 werden unterschieden.

 

FIächengründung
Gründung eines Bauwerkes mittels einer Fundamentplatte, die u. U. die Größe der Grundfläche des Bauwerks besitzt, bei z. B. niedriger Bodenpressung, hoher Flächenbelastung.

 

First
Waagerechte Oberkante einer geneigten Dachfläche oder waagerechte Schnittlinie zweier zusammentreffender Dachflächen.

 

Firsthöhe
Höhe des Firstes über Gelände. Baurechtlich wird die Bezugshöhe (zumeist Straßenhöhe) in den Bebauungsplänen oder Bauvorschriften festgelegt.

 

Firstpfette
Mittig unter dem First liegende Pfette.

 

Fischband, Fitschband
Band als Bau- und Möbelbeschlag, dessen Lappen in eine eingestemmte oder ausgefräste Ausnehmung des Werkstückes versenkt und angeschraubt werden.

 

Fitting
Verbindungs-, Paß- oder Anschlußstück für Stahlgewinderohre.

 

Flachdach
Dach mit einer Neigung der Dachfläche unter 25°. Im Sprachgebrauch wird unter einem Flachdach jedoch das Dach mit einer Neigung unter 3° verstanden, das wegen des geringen Gefälles nicht mehr z. B. mit WeIlplatten gedeckt werden kann, sondern eine Dachdichtung erhalten muss.

 

Flachdachaufbau
Schichtenfolge der bautechnischen und bauphysikalischen Ausbildung eines Flachdaches, die sich von unten nach oben aufteilt in die Funktionen: Tragen, Dämmen und Dichten.


Flachdachpfanne
Als Pfanne ausgebildeter Falzziegel für Dachneigungen über 18°.

 

Flachspülklosett
Wasserklosett mit flachem Becken und getrenntem Geruchverschluß im Gegensatz zum Tiefspülklosett.

 

Flansch
Bei Rohren, Profilen oder Einbauteilen aus Stahl, Gußeisen, Blech oder Kunststoff senkrecht zur Wandung oder Profilfläche angebrachter Kragen oder Steg - ggf. mit Bohrungen (Rohrflansch) - zum Verbinden untereinander mittels Schrauben oder Schweißung oder zum Anschließen einer Abdichtung.

 

Flaschensiphon
Geruchsverschluß bestimmter Bauart, zumeist für Abflussleitungen von Waschbecken.

 

Fliese
Wand- oder Bodenplatte kleinerer Abmessung aus Keramik, Glas oder Kunststoff.

 

Fluatierung
Behandlung der Oberflächen von z. B. Beton, Natur- oder Kunststein, Putz, Anstrichen mit Fluaten zum Absperren oder zur Härtung.

 

Foamglas
Fabrikatbezeichnung eines Dämmstoffes aus Schaumglas.


Folie
Kunststoffbahn (PVC-Folie, PE-Folie), die in verschiedenen Stärken und Zusammensetzungen mit Füllstoffen nackt oder kaschiert als Dichtungsbahn, Trennlage, zur Abdeckung usw. verwendetwird.

Formfliese
Für eine bestimmte Verwendung geformte Fliese, z. B. Innenecke, Außenecke, Rinne, Seifenschale.

Formstein
Für bestimmte Verwendung geformte Mauerziegel, z. B. Lüftungsstein, Kaminformstein, First-/ Gratstein


Formstück
Werkstück für Rohrleitungen oder Kanäle wie z. B. Abzweig, Bogen, Anschlußstück, Übergangsstück.

 

Formziegel
Für bestimmte Verwendung geformter Dachziegel, z. B. Firstziegel, Ortgangziegel, Lüftungsziegel.

 

Fortluft
Die von einer Lüftungsanlage ins Freie beförderte Abluft eines Raumes.

 

Frankfurter Pfanne
Betondachstein in der Form eines Pfannenziegels.

 

Freitreppe
Außen an einem Gebäude angeordnete Treppe.

 

Freiwange
Wange an der freien (nicht der Wand zugewandten) Seite einer Treppe.

 

Fries
Bemalter oder mit Reliefs versehener Wandstreifen, meist als Verzierung des Gesimses.
Schmückender Streifen in Vorhängen, Tapeten, Fußböden usw.
Aussteifende oder gestalterische Unterteilung eines Tür- oder Fensterrah­mens durch Anordnung von   z. B. senkrechtem-, Mittel-, waagrechtem-, Querfries.

 

Frostgrenze, Frosttiefe
Je nach Klimagebiet und örtlicher Höhenlage unterschiedliche Tiefe im Erdreich, bis zu der Frosteinwirkung besteht. Die Sohle von Fundamenten oder Leitungen im Erdreich außerhalb von Gebäuden müssen im frostfreien Bereich liegen.

 

Frostschutzmittel
Zusatzmittel zur Verhinderung des Gefrierens von Beton beim Abbinden während Frost.

 


Frostschutzschicht

Hohlraumreiche Unterlage (z. B. Kiesschüttungen, Steinpackungen) unter befestigten Flächen im Freien (Hofflächen, Wege, Terrassen) zur Verhinderung des Aufgefrierens.

 
Fuchs
Rauchkanal einer Feuerungsanlage als Verbindungsstück zwischen Feuerstätte (Heizkessel) und Schornstein.

 

Fühler
Ein je nach Bestimmung im Freien oder im Raum angeordnetes Gerät als Bestandteil einer Regelanlage zur Erfassung von Temperatur und/oder Feuchte zur Steu-erung der Regel-bzw. Schaltgeräte.

 

Füllkörperdecke
Deckenbauart, bei der entsprechend geformte Hohlblock-, Lochziegelsteine oder dgl. als Schalungskörper einer Stahlbetonrippendecke dienen und als Putzträger in der Decke verbleiben oder als Ausfachung einer Stahlbetonfertigbalkendecke zwischen Fertigträgern verlegt werden.

 

Füllung
Eingesetzte Tafeln, Platten oder Bretter als Ausfachung der Rahmenfelder bei Holzvertäfelungen oder Rahmentüren.

 

Fuge
Sichtbarer Zwischenraum zwischen zwei zusammenstoßenden Bauteilen oder -elementen, der durch Fugenmaterial geschlossen wird oder offen bleibt. Man unterscheidet Lagerfuge, Stoßfuge, Dehnungsfuge, Bewegungsfuge, Pressfuge usw.


Fugenband
Band aus Kunststoff oder Gummi zum Abdichten von Bewegungs- und Dehnungsfugen in Bauteilen aus Beton oder Stahlbeton. Es wird innen- oder außenliegend mit einbetoniert.

 

Fugendichtung
Verschluss einer Fuge gegen das Eindringen oder Austreten von z. B. Wasser, Öl, Gas, Lärm mit bituminösen oder Fugenvergussmassen auf Kunststoffbasis, Fugenbändern, Dämmstoffen und dgl.

 

Fugenfüller
Material zum Ausfugen.

 

Fundament
Bauteil eines Bauwerkes, das bis auf den tragfähigen Untergrund in frostfreier Tiefe geführt, die Lasten des Bauwerks in den Baugrund überträgt. Man unterscheidet u. a. Einzel-, Streifen-, Platten-, Köcherfundamente.

 

Fundamenterder
lm Erdreich oder im Fundament eines Bauwerkes verlegte Ringleitung aus Bandstahl für den Blitzschutz und/oder Potenzialausgleich.

 

Fundamentsohle
Die unterste Fläche des Fundamentes.

 

Fungizid
Pilztötende Eigenschaft eines Holzschutzmittels.

 
Furnier
Dünnes, durch Schälen, Messern oder Sägen vom Holzstamm abgetrenntes Blattholz. Verwendung als Deck-, Absperr- oder Blindfurnier.

 

Furnierplatte
Holzwerkstoff aus mehreren verleimten Holzschichten mit der Unterteilung in:
1. Furnierplatten aus mindestens drei kreuzweise aufeinandergeleimten Lagen von Furnieren.
2. Tischlerplatten aus einer Mittellage plattenförmig nebeneinander angeordneter Holzleisten als Stäbchen-, Stab- oder Streifenplatte mit mind. einer Furnierlage auf jeder Seite.

 

Fußbodenheizung
Unter dem Bodenbelag im Fußboden verlegte Elektro- oder Warmwasserheizung. Die Installation erfolgt durch Einbetten einzelner Heizkabel, gitterförmiger Heizmatten bzw. schlangenförmig verlegter Stahl-, Kupfer- oder Kunststoffrohre im Estrich, Unterbeton oder einer mineralischen Schüttung.

 

Fußleiste
Holzleiste oder Kunststoffpofil zum Abdecken der Fuge zwischen Bodenbelag und Wand.

  
Fußpfette, Fußschwelle
Am Dachfuß eines Pfettendachs zur Auflagerung der Sparren angeordnete Pfette

 

Fußplatte
An eine Stahlstütze oder dgl. angeschweißte oder angeschraubte Stahlplatte als Aufstandsfläche und zur Befestigung auf dem Boden.

 

Fußschwelle
Am Dachfuß eines Pfettendachs zur Auflagerung der Sparren angeordnete Pfette

 

Futter
1. Verkleidung der Leibung einer Wandöffnung (siehe Türfutter).
2.  Holzstück zwischen zwei, ein Trag- oder Konstruktionsteil bildenden, im Abstand parallelen Holzstäben zu deren Aussteifung und Verbindung.
3. Flachstahl- oder Blechstück zum Ausfüllen von Hohlräumen usw. in Stahlkonstruktionen.

Definition G

Gabbro
Körniger, schwarzgrüner Naturstein (Tiefengestein).


Galerie
1. Hochliegender, langgestreckter Raum oder Gang mit Öffnungen auf einer Seite; außen angeordnet, dem Freiraum, im Innern von Gebäuden dem Innenraum zugewandt.
2. Zwischenebene innerhalb eines hohen Raumes, deren Grundfläche kleiner als die des Raumes ist. 

Ganzglastür
Türkonstruktion, deren Türflügel in der Ausbildung als Dreh-, Pendel- oder Schiebetür aus einer Sicherheitsglasscheibe besteht. Der Einbau erfolgt in Zargen, Rahmen oder rahmenlos direkt in die Wandöffnung

Garnitur
Zu einer Funktionseinheit gehörende Teile, bei der Sanitärinstallation z. B. Einlauf-, Ablauf-, Anschluss-, Brausegarnitur. 

 Gasbeton
In Betonwerken durch vergasende Treibmittel hergestellter und zu großformatigen Wandbausteinen, Wand- oder Deckenplatten geformter und gehärteter, porenreicher Leichtbeton mit tragenden und wärmedämmenden Eigenschaften. 

 Gaube, Gaupe
Dachaufbau eines geneigten Daches für die Anordnung eines stehenden Fensters. Je nach Neigung, Form oder Dachdeckung des Daches als Schleppgaupe, stehende Gaupe (Giebelgaupe, Walmgaupe), Fledermausgaupe. 

Gebälk
Die Gesamtheit der verlegten Balken einer Holzbalkendecke 

Gebinde
  1.  Die zum Binder eines Dachstuhls gehörenden Hölzer.
  2.  Die einzelne Deckungsreihe bei einer Schiefer- oder Flachziegeldeckung. 

Gefällebeton
Nichttragende Betonschicht zum Höhenausgleich oder Herstellen von Gefällen. Sie wird in einem Arbeitsgang mit dem tragenden Beton oder nachträglich aufgebracht.

Gefälzt
Mit einem Falz versehen 


Gehrung
Eckverbindung, bei der die zusammenstoßenden Hölzer, Profile oder dgl. einen schrägen, den Eckwinkel halbierenden Anschnitt erhalten

Geländehöhe
Höhenangabe bezogen auf NN (Normalnull) als mittlere Höhenlage eines Grundstückes oder bestimmter Punkte auf dem Grundstück

Generalhauptschlüsselanlage
Zylinder-Schließanlage, bei der ein übergeordneter Schlüssel die verschiedenen Zylinder verschiedener Gruppen ( Hauptschlüsselanlage) schließt. Einsatz: ab mittelgroßen Büro- und Betriebsgebäuden.

Geruchverschluss
Anordnung von s-förmigen Rohrstücken oder sinngemäßen Vorrichtungen in Ablaufleitungen oder von entsprechend geformten Konstruktionen an Sanitär- oder Entwässerungsgegenständen zur Zuruckhaltung einer ständigen Restmenge von Wasser im Ablaufsystem, durch das ein Austreten der übelriechenden Kanalgase verhindert wird

Gesims
Vorsprung der Dach- oder De-ckenkonstruktion oder ihrer Verkleidung über die Fassade als Regenschutz oder zur Gliederung und Schmückung eines Gebäudes (Sparren-, Dach-, Balken-, Kasten-, Brett-, Steingesims)

Gewände
In die Fenster- oder Türöffnung einer Wand eingesetzter Rahmen aus Natur-, Betonwerkstein oder als Betonfertigteil.

Gewölbe
Gebogene Überdeckung eines Raumes aus Natur-, Ziegelsteinen oder dgl. als z. B. Tonnen-, Kreuz-, Klostergewölbe, Preußische Kappe.

Giebeldach
Dachform mit zwei gegeneinander geneigten Dachflächen, die von den Traufseiten ansteigend im First zusammentreffen (Zeichnung Dachform). 

Gipsestrich
Estrich mit Gips als Bindemittel. Eigenschaften: Anhydritestrich.

Gipskartonplatte
Beiderseitig mit Karton kaschierte Gipsplatte in den Stärken 9,5-25 mm. Verwendung als Trockenputzplatte, für abgehängte Decken, Wand- oder Deckenverkleidungen, Feuerschutzummantelungen usw.

Gitterrost
Bauelement zur Abdeckung bzw. Ausfachung von begeh- oder befahrbaren Öffnungen bzw. Konstruktionen, bestehend aus Längs- und Querstäben in Metall oder Kunststoff, die ein Gitter mit quadratischen oder rechteckigen Maschen bilden. 

Gitterziegel
Hochlochziegel mit gitterartiger Lochung.

Glasarten
Man unterscheidet:- nach Herstellungsverfahren:
gezogenes Glas (Tafelglas), gegossenes Glas (Gussglas), gepresstes Glas (Pressglas)-nach Dicke, Art der Behandlung, Formgebung:TafelglasBauglas (Fensterglas), Dickglass, Gussglas,Rohglas, Kathedralglas, Ornamentglas,. Drahtglas, Drahtornamentglas, Gartenklarglas, Antikglas.Gussglas beiderseitig abgeschliffen (Spiegelglas)Spiegelrohglas, Kristallspiegelglas, Drahtspiegelglas.Undurchsichtiges, gefärbtes Gussglas Opalglas (Milchglas), Opakglas. PressglasGlasbaustein, Glasdachstein, Betonglas.-nach Art der Sondergläser: Verbundglas (Isolierglas), vorgespanntes Glas, Farbglas als Sicherheits-, Wärme- oder Sonnenschutzglas. 

Glasbaustein
Hohl- oder Vollkörper aus Pressglas mit glatter oder profilierter Oberfläche in verschiedenen Formen und Abmessungen für Glasbausteinwände und die Verglasung von Wandöffnungen. 

Glasfalz
Falz, in den die Scheibe einer Verglasung eingelegt und mit Kitt oder einer Glasleiste gehalten wird.

Glasfaser
Aus Glasschmelze gewonnenes Material für Dämmstoffe in Form von z. B. Glaswolle, Glasfaserplatten oder -matten.

Glasleiste
Im Glasfalz angeordnete glatte oder profilierte Leiste zum Halten der eingesetzten Glasscheibe ( Zeichnung Blendrahmen). 

Glaswatte, Glaswolle
Loser oder auf einer Trägerbahn aufgesteppter Dämmstoff aus Glasfaser. 

Glasziegel
In den verschiedenen Dachziegelformen gepresster Glaskörper für lichtdurchlässige Deckungsbereiche innerhalb einer Dachfläche aus Dachziegeln oder Betondachsteinen.

Glattstrich
Ca. 2 cm starke Zementmörtelschicht auf einem Betonboden zum Ausgleich von Unebenheiten oder zur Herstellung einer ebenen, glatten Oberfläche.

Gleitfuge
Horizontalfuge zwischen zwei Bauteilen, die durch entsprechende Vorkehrungen (Gleitlager) eine voneinander unabhängige Bewegung der Bauteile ermöglicht.

Gleitlager
Gleitende Auflagerung eines Bauteils (z. B. Decke, Balken, Träger) auf Wänden, Stützen, Pfeilern, Fundamenten, um eine Bewegung des aufgelagerten Bauteils (z. B. infolge von Wärmeeinwirkung) ohne Beanspruchung (Rissegefahr) des tragenden Bauteils zu ermöglichen. Die Lagerung erfolgt auf nackten Pappen, Kunststoffplatten, speziellen Gleitlagerfolien oder mittels beweglicher Lagerkonstruktionen (z. B. Rollenlager bei Brücken). 

Grat
1. Geneigte Schnittlinie zweier zusammentreffender Dach- oder Gewölbeflächen.
2.  An den Rändern bearbeiteter Metallteile haftende Werkstoffspäne; entgraten. 

Gratsparren
Mittig unter dem Grat liegender Sparren, beim Walmdach von einer Gebäudeecke zum First verlaufend. 

Grenzwertgeber
Als Abfüllsicherung in Lagerbehälter (z. B. Heizöltank) eingebauter temperaturabhängiger Widerstand, durch den bei maximaler Füllmenge über eine Kabelverbindung eine Absperrvorrichtung am Tankfahrzeug geschlossen wird.

Gründung
Anordnung von Fundamenten oder anderen Bauteilen (z. B. Pfählen) zur Abtragung der Lasten eines Bauwerks in den Untergrund. 

Grundbruch
Wegrutschen des Bodens unter Fundamenten bei zu starker Belastung im Gründungsbereich.

Grundleitung
Unter oder außerhalb von Bauwerken verlegte Abwasserleitung.

Grundwasserabsenkung
Absenken der Grundwasseroberfläche im Bereich eines im Grundwasser zu erstellenden Bauwerks während der Bauzeit durch Anordnung von Brunnen, über die das Wasser bis zur notwendigen Absenktiefe durch Pumpen entnommen und in Abwasserkanäle, Vorfluter oder dgl. abgeleitet wird. 

Grundwasserhaltung
Wasserhaltung

Grundwasserwanne
Ausführung der im Grundwasser befindlichen Umschließungsbauteile eines Bauwerkes in wasserundurchlässigem Beton bzw. Anordnung einer äußeren Wanne aus Stahlbeton/Mauerwerk und einer Abdichtungsschicht zwischen ihr und dem zu schützenden Bauteil. 

Gruppenschaltung
Elektrische Schaltung als Zusammenfassung oder Aufteilung in einzelne Gruppen z. B. einer Beleuchtungsanlage. 

Gully
Ablauf für Hof-, Straßen- oder Dachflächen. 

Gurt
1. Oberer oder unterer Längsstab eines Fachwerk-, Vollwandträgers oder Geländers.
2. Obere oder untere Profilebene eines I-Trägers. 

Gussasphalt
Mischung aus Mineralstoffen und Bitumen mit höherem Bindemittelgehalt und feineren Zuschlagstoffen als bei Asphaltbeton. Asphaltestriche erstarren sofort, sind gleich begehbar und fußwarm. 

Definition H

Haarriss

Feiner, u. U. kaum auffallender, oft netzartig auftretender Riss in Beton, Mörtel, Steinen oder dgl., hervorgerufen durch z.B. zu hohe Beanspruchung, Schwinden, zu schnelles Abbinden der Bauteile bzw. Baustoffe.

 

Hängerinne

In Rinnenhaltern hängende Dachrinne aus Blech oder Kunststoff.

 

Hängewerk

Pfettendachkonstruktion für große Stützweiten, bei der der Binderbalken an den Dachständern angehängt wird, die ihrerseits durch Streben auf die Außenwände abgestützt werden.

 

Härter

Der die Verfestigung bewirkende Bestandteil von Klebstoffen, der bei Mehrkomponentenklebern erst kurz vor der Verwendung mit dem Klebstoff (Binder) vermischt wird.

 

Haftbrücke

Mit flüssigen Haftmitteln hergestellte, chemisch wirksame Schicht zwischen erhärtetem mineralischen Untergrund (z. B. Beton, Stein) und mineralischem Auftrag (z. B. Betonausbesserung, Estrich, Putz) zur Gewährleistung bzw. Erhöhung der Haftung des Auftrages.

 

Haftputz

Fabrikmäßig hergestellte Gipsputzmörtelmischung für dünnen Putzauftrag auf glatte Oberflächen (z. B. Gipsdielen, glatten Beton).

 

Handlauf

Seitlich von Treppenläufen an Brüstungen oder Wänden befestigter oder den oberen Abschluss eines Treppengeländers bildender Längsstab zum Umgreifen als Führungshilfe und Halt.

 

Handstrichziegel

Handgeformter (Einstreichen des Tons in Formen) Mauerziegel mit besandeter oder unbesandeter Oberfläche für Sichtmauerwerk.

 

Harmonikatür

Durch Faltung zusammenschiebbare, in oberer, evtl. auch unterer Führungsschiene gehaltene Tür, deren Traggerüst mit Leder, Textilien oder Kunststoff überspannt ist.

 

Hartbeton

Beton mit hoher Verschleißfestigkeit der Oberfläche durch Zuschlagstoffe aus Hartgestein, ggf. auch Zusatz von Härtemitteln. Verwendung als Hartbetonestrich oder für Hartbetonplatten für Industrieböden, Garagen und dgl.

 

Hartbrandziegel

Frühere Bezeichnung für den heutigen Vormauerziegel mit einer Druckfestigkeit von 250 kp/cm2 (VMz 250)

 

Hartholz

Holzarten mit großer Dichte und hohen Festigkeiten wie z. B. die meisten Laubhölzer (Ausnahme: Birke, Erle, Linde, Pappel, Weide) und die Eibe als Nadelholz.

 

Hartschaum

Geschäumter Kunststoff für die Herstellung von Dämmplatten und Formstücken (z. B. Halbschalen für Rohrummantelungen) für Dämmungen.

 

Hauptschlüsselanlage

Zylinder-Schließanlage, bei der ein übergeordneter Schlüssel verschiedene Zylinder einer Gruppe von Schlössern schließt. (siehe auch Generalhauptschlüsselanlage).

 

Hausanschluss

Anschluss der lnstallationen (Elektrizität, Gas, Wasser , Abwasser, Fernheizung, Telefon) eines Gebäudes an die Ver- und Entsorgungsleitungen des öffentlichen Netzes.

 

Hausanschlusskasten

Mit den Anschlussklemmen, Sicherungselementen und dem Zähler bestückter Wandschrank für den Hausanschluss des elektrischen Stromes.

 

Hausanschlussleitung

Leitung zwischen Hauptversorgungsleitung und Hausanschluss (Hauptsicherung, Hauptabsperreinrichtung).

 

Hausanschlussraum

Zumeist im Kellergeschoss an der Außenwand angeordneter Raum für den Anschluss der Hausanschlussleitung mit den Absperr- und Messeinrichtungen an die Installationsleitungen des Gebäudes.

 

Hausentwässerung

Entwässerung eines bebauten Grundstücks.

 

Hebeanlage (Abwasser-, Fäkalienhebeanlage)

Automatisch arbeitende, elektrische Pumpeneinrichtung mit Sammelbehälter, die als geschlossene Einheit in die Entwässerungsanlage eingebaut wird. Die Installation einer Hebeanlage ist erforderlich bei gegenüber der Entwässerungsleitung höher liegendem Abwasserkanal oder bei Ablaufstellen (WC, Waschbecken, Ablauf usw.) unter der Rückstauebene.

 

Hebetür

Dicht schließende Balkon- oder Terrassentür, die mittels eines Hebedreh-, Hebedrehkipp- oder Hebeschiebetürbeschlages zum Öffnen aus einem eine Sattelschiene umgreifenden, versenkten Sitz herausgehoben wird.

 

Heißbitumen

An der Verwendungsstelle in einem Kocher erhitztes Bitumen zur Verwendung u. a. als Voranstrich, Klebung und Deckabstrich einer Dachdichtung oder als Bitumenanstrich.

 

Heißwasserspeicher

Elektrisches Gerät zur Heißwasserbereitung. Das sich ständig in einem wärmegedämmten Innenbehälter befindliche Wasser wird durch Elektroheizkörper direkt erwärmt und automatisch als ständige Bereitschaft auf Höhe der einstellbaren Temperatur gehalten. Druckspeicher können mehrere, drucklose Speicher nur eine Zapfstelle versorgen.

 

Heizfläche

Die die Heizwärme an den Wärmeträger (Wasser, Dampf, Luft) abgebende Oberfläche einer Feuerstätte (Heizkessel, Ofen) oder eines Heizkörpers. Die zur Erwärmung eines Raumes bei bestimmter Außentemperatur und gewünschter Innentemperatur erforderliche Heizfläche ergibt sich in Abhängigkeit zum rechnerisch ermittelten Wärmebedarf.

 

Heizkreis

Die Heizungsinstallation für den Kreislauf des Wärmeträgers vom Heizkessel über die Heizkörper zu ihm zurück. Einrohrheizung, Vorlauf, Rücklauf.

 

Hinterfüllung

Auffüllen des Arbeitsraumes nach Fertigstellung der im Erdreich errichteten Bauteile.

 

Hinterlüftung

Anordnung eines belüfteten Hohlraumes zwischen einer Fassadenverkleidung und einer wärmegedämmten Wandkonstruktion zur Vermeidung von Tauwasser.

 

Hintermauerung

Mauerwerk hinter einer Verblendschale aus Klinkern, Vormauerziegeln, Naturstein oder dgl.

 

Hirnbolz

Das sichtbare Holz an Schnittflächen senkrecht oder schräg zum Faserverlauf.

 

Hochbordstein

Randstein aus Naturstein oder Beton zur Abgrenzung und Stützung einer Fläche gegenüber einer tiefer liegenden (z. B. Gehweg/Straße).

 

Hochlochziegel (HLz)

Senkrecht zur Lagerfläche gelochter Mauerziegel in verschiedenen genormten Abmessungen, Güteklassen und Lochungsarten. Er besitzt gegenüber dem Vollziegel ein geringeres Gewicht, höhere Wärmedämmeigenschaften, jedoch geringeres Schalldämmvermögen.

 

Hofablauf, Hofsinkkasten

Ablauf zur Entwässerung von Hofflächen und dgl. aus Beton, Betonfertigteilen oder Gusseisen mit Schlammeimer und ggf. Geruchverschluss in frostfreier Tiefe.

 

Hohlblockstein

Großer Mauerstein aus Leichtbeton (Zuschlagstoff z. B. Ziegelsplitt, Schlacke, Bims) mit fünfseitig geschlossenen Luftkammern in verschiedenen, genormten Abmessungen und Anordnungen der Stege und Luftkammern.

 

Hohldiele

Deckentragplatte aus Stahlbeton mit in Tragrichtung angeordneten Hohlräumen, hergestellt in Leicht- (Bimsbetonhohldiele) oder Schwerbeton. Die Ränder der Hohldiele haben eine nut- bzw. federförmige Ausformung zur dichten Verlegung, die Stoßfugen werden oben mit Zementmörtel vergossen.

 

Hohlkehle

   1. Konkave Profilierung in Holz, Stein oder Beton.

   2.  Konkave Ausbildung einer Innenecke z. B. des Bodenbelages am Sockel in Naßräumen.

 

Hohlpfanne

Gewölbter, unverfalzter Dachziegel.

 

Hohlprofil

Profil aus Stahl, Leichtmetall oder Kunststoff, das im Querschnitt einen Hohlraum umschließt.

 

Hohlziegel

Dachziegel, als gerade oder konisch geformte Hohlziegel. Die Dachdeckung erfolgt abwechselnd mit Rinnsteinen (Nonne) und Decksteinen (Mönch).

 

Holm

Griffstab bzw. oberer Gurt eines Geländers.

 

Holzbalkendecke

Balkendecke mit Holzbalken als tragenden Bauteilen, zwischen denen ein Einschub aus dem Fehlboden mit Auffüllung oder z. B. aus Gipsdielen angeordnet ist.

 

Holzfaserplatte

Aus einer Mischung von Holzfasern (evtl. mit Füllstoffen) und Bindemittel hergestellte Platte, je nach Dichte als poröse Holzfaserplatte (Weichfaserplatte) für z. B. Dämmungen, als harte Holzfaserplatte (Hartfaserplatte) mit einer glatten und auf der Unterseite genarbten Oberfläche für z.B. Wand- und Deckenverkleidungen, Möbelbau.

 

Holzschindel

Kleines gespaltenes oder gesägtes Brettchen für schuppenartige Dachdeckungen oder Wandverkleidungen.

 

Holzschutzmittel

Imprägnierungsmittel zum Schutz des Holzes gegen Fäule, Insektenfraß und Feuer. Die vorbeugende Behandlung von Bauholz mit Holzschutzmittel ist in DIN-Vorschriften festgelegt.

 

Holzskelettbau

Bauweise, bei der das Tragwerk aus Stützen (Ständer, Pfosten, Stiel) und Trägern (Schwelle, Rähm, Zange) besteht und die Felder (Fächer) zwischen den einzelnen Tragelementen und ggf. angeordneten Riegeln nichttragend z. B. mit Mauerwerk, Platten, vorgefertigten Wandelementen, Fenstern, Türen ausgefacht werden.

 

Holzspanplatte

Aus Holzspänen oder verholzten Rohstoffen mit Kunstharz als Bindemittel (ggf. wasserfest) verleimte, unter Druck hergestellte Platte, als Bau- und Möbelplatte ohne Absperrfurnier in den Dicken bis ca. 30 mm, als Möbelplatte mit Absperrfurnier oder Beschichtung bis ca. 25 mm, als Fußboden- und Deckenplatte von ca. 40-100 mm Dicke, als Ein-, Zwei-, Drei- oder Vielschichtplatte.

 

Holztafelbauweise

Bauweise mit vorgefertigten tafelförmigen Wänden und Decken aus Holz oder Beton als Raumabschluss und Traggerüst.

 

Holzwolleplatte, Holzwolleleichtbauplatte

Leichtbauplatte aus Holzwolle und mineralischem Bindemittel (z. B. Magnesit-Markenname Heraklith-, Zement). Verwendung z. B. für leichte Trennwände, als Dämmplatte, als Kaschierung von Hartschaumplatten zur Herstellung von Verbunddämmplatten.

Definition I

Imprägnierung

Behandlung mit z. B. Holzschutzmittel.

 

Injektion

Spezialverfahren einer Bodenverfestigung (z. B. für durch eine Baugrube gefährdeten Baugrund eines Nachbargrundstückes) oder Herstellung einer wasserundurchlässigen Schicht innerhalb des Erdreichs (z. B. zur Abdichtung einer Baugrube im Grundwasser) durch Einspritzen von Beton, Chemikalien oder Emulsionen aus ihnen in das Erdreich.

 

Installation

Einbau und Anschluss von Rohren, Leitungen, Geräten, Gegenständen und Einrichtungen für Heizungs-, Lüftungs-, sanitäre und elektrische Anlagen.

 

Installationsblock

Vorgefertigtes Wandbauteil mit eingebauter anschlussfertiger Rohr- und Leitungsinstallation.

 

Installationszelle, Nasszelle

Ein die sanitären Installationen und Naßräume (z. B. Küche, Bad, WC) enthaltender Gebäudeteil, der einen in seiner Lage unveränderbaren Kern innerhalb eines variablen Grundrisses darstellt, als Raumzelle mit allen Rohrleitungen und Anschlussvorrichtungen.

  

Isolieranstrich

Sperranstrich; absperren

 

Isolierglas

Als Verbundglas ausgebildete Glasscheibeneinheit aus zwei oder mehreren Glastafeln, die an den Rändern durch Bleibänder, Metallstege oder Glaswülste luftdicht miteinander verbunden und durch einen Luftzwischenraum mit getrockneter Luft getrennt sind. Der Luftzwischenraum bewirkt je nach Scheibenabstand eine gute Wärmedämmung, unterschiedliche Glasdicken eine gute Schalldämmung.

 

Isolierung

1. Sicherung gegen den Austritt elektrischer Energie aus dem leitenden Medium.

2. Unrichtige Bezeichnung für Abdichtung oder Dämmung.

Buchstabe J

Definition J

Definition K

Kiesfang

Geschlitzter oder gelochter Aufsatzkörper auf einem Dachgully zur Verhinderung des Fortschwemmens von Kies in das Entwässerungssystem. Er dient gleichzeitig als Laubfang.

 

Kiespressdach

Flachdach mit einer Kiesschüttung als oberste, beschwerende Lage.

 

Kippflügel, -fenster

Der bewegliche Teil eines Fensters, je nach Öffnungsart als Drehflügel, Drehkippflügel, Klappflügel, Schwingflügel, Wendeflügel.

 

Kittfalz

siehe Glasfalz

 

Kittlose Verglasung

Verglasungsart bei Metallfenstern, bei denen Metall- oder Kunststoffprofilschienen durch eine Spezialbefestigung als Halterung und Dichtung an die Glasscheiben gepresst werden.

 

Klappflügel

siehe Fensterflügel

 

Klavierband

Stangenförmiges Scharnier für den Möbelbau.

 

Kleinmosaik

Keramischer Bodenbelag aus Steinzeugplättchen 15/15 mm bis 4O/40mm.

 

Klinker

Besonders hart gebrannter Ziegel mit den Eigenschaften hoher Widerstandsfähigkeit gegen Wasser , Frost, mechanische und chemische Angriffe. Verwendung z. B. als Mauerstein, Pflaster.

 

Klinkerplatte

Ca. 1,5-4 cm dicker Flachklinker für Bodenbeläge, Fensterbankabdeckungen usw.

 

Knagge

Meist dreiecksförmiges kurzes Holzstück als aussteifendes oder kraftübertragendes, fest in Holzbaukonstruktionen eingebautes Bauteil.

 

Kniestock

Außenwand bzw. Höhe (Kniestock) eines Dachraumes zwischen oberster Geschoßdecke und dem zur Vergrößerung des Dachraumes angehobenen Dachfuß.

 

Knoten

Verbindungsstelle mehrerer in einem Punkt zusammentreffender Konstruktionsteile (z. B. Stäbe eines Fachwerkbinders oder räumlichen Tragwerks).

 

Köcherfundament

Fundament mit einer oder mehreren Aussparungen zum späteren Einsetzen von z. B. vorgefertigten Beton- oder Stahlstützen.

 

Körperschall

Sich in festen Körpern ausbreitender Schall. Er entsteht durch direkte Übertragung des Schallerzeugers auf den festen Körper oder durch Umwandlung von auf den festen Körper (z. B. Wand, Decke) auftreffenden Luftschall. Schallschutz.

 

Kollektor

Sonnenkollektor

 

Kondenswasser

Die sich beim Abkühlen an kalten Bauteilen oder in kalten Baustoffen zu Wasser verflüssigende (kondensierende) Luftfeuchtigkeit. Das Entstehen von Kondenswasser wird durch die Verwendung von z. B. Baustoffen mit hohem Wärmedurchlasswiderstand, Isolierglas, Anordnen von Wärmedämmschichten usw. verhindert. Da sich die Wärmedämmfähigkeit vieler Dämmstoffe bei Einwirkung von Feuchtigkeit reduziert bzw. verloren geht, müssen dampfundurchlässige Baustoffe oder Dampfsperren die Dämmstoffe vor Kondensation der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Dämmschicht schützen.

 

Konterlattung

Zu einer unteren Lattung senkrecht verlaufende zweite Lattung.

 

Kontrollschacht

Revisionsschacht

 

Konvektor

Heizkörper bestehend aus einer Vielzahl von Lamellen (dünne Metallscheiben), die auf ein Kernrohr aufgezogen sind. Konvektoren geben ihre Wärme vorwiegend durch Konvektion (Luftumwälzung) ab, deshalb erfolgt der Einbau in einem Luftschacht, der durch einen Bodenkanal mit Abdeckrost oder die Verkleidung einer Heizkörpernische unter der Fensterbank gebildet werden kann.

 

Kopfband

Zur Längsaussteifung z. B. eines Dachstuhles und zur Verringerung der Biegelänge von Pfetten, Rähmen u. dgl. zwischen ihnen und dem Pfosten unter 45° angeordnete Strebe

 

Kopfhöhe

Durchgangshöhe

 

Korbbogen

Gedrückter, aus Kreissegmenten zusammengesetzter Bogen (Zeichnung Bogen).

 

Korngruppe

Korngemenge mit festgelegter Körnung. Die Trennung der einzelnen Korngruppen erfolgt durch Siebe. Gemische von Zuschlagstoffen werden z. B. nach Korngruppen festgelegt.

 

Korrosionsschutz

Schutz einer Metalloberfläche gegen chemische oder elektrochemische Angriffe durch z. B. Schutzanstrich, Beschichtung, Verzinkung, Eloxierung.

 

Kote

Höhenangabe eines Punktes bezogen auf NN oder die Bezugsebene eines Bauwerkes (z. B. Erdgeschossfußboden ± 0,00).

 

Kragplatte

Z. B. Balkonplatte; Auskragung

 

Krallendübel

Verbindungsmittel für Holzkonstruktionen als Scheibe oder Platte aus Stahl mit beiderseitigen Krallen.

 

Kratzputz

Wandputz mit rauher Oberfläche durch Aufkratzen nach dem Abbinden.

 

Kremper, Krempziegel

Aus Ton oder tonigen Massen geformter und gebrannter Ziegel als schuppenartiger Dachdeckungsstoff für geneigte Dächer als Flachziegel (z. B. Biberschwanz), Hohlziegel (z. B. Mönch und Nonne, Hohlpfanne, Krempziegel), Falzziegel (z. B. Römerpfanne, Flachdachpfanne, Falzpfanne)

 

Kreuzholz

Durch kreuzweisen Längsschnitt eines Stammabschnittes erzeugtes Kantholz.

 

Kreuzschaltung

Elektroinstallation, die das Ein- bzw. Ausschalten z. B. einer Lampe wahlweise von mehr als zwei Schaltstellen aus ermöglicht.

 

Kreuzverband

Mauerverband mit abwechselnden Läufer- und Binderschichten, bei dem die Läufer jeweils um einen halben Stein versetzt sind.

 

Kriechen

Bleibende Verformung des Betons durch die Einwirkung der Dauerspannung.

 

Kristallspiegelglas

Auf beiden Seiten planparallel geschliffenes, poliertes Gussglas als Flachglas mit ebenen, hochglänzenden Oberflächen und klarer, optisch verzerrungsfreier Durchsicht und Reflexion. Gefärbt Verwendung als Sonnenschutz- oder Wärmeschutzglas.

 

Kröpfen

Abbiegen eines Stahles oder Stahlbleches zur Verankerung oder Herstellung eines Versatzes.

 

Kronendach

Dachdeckungsart mit Biberschwanzziegeln, bei der an jeder Latte ein Doppelgebinde (Gebinde) hängt.

 

Kruemmling

Gekrümmter Teil einer Treppenwange oder eines Treppengeländers im Bereich des Treppenauges.

 

Krüppelwalm

Eine nicht bis zur Traufhöhe der Längsseiten herabgeführte Abwalmung eines Walmdaches an den Gebäudeschmalseiten (Dachform).

 

Kunstharzlack

Anstrichstoff mit Kunstharz als filmbildendem Bindemittel.

 

Kunstharzmörtel, - beton

Mörtel oder Beton mit Kunstharz (z. B. Epoxidharz) als Bindemittel oder - zusatz.

 

Kunststein

Betonwerkstein

 

Kunststoffdispersion

Dispersion

 

Kunststoffe

Durch Synthese entstandene im wesentlichen organische Materialien. Sie werden nach ihren physikalischen Eigenschaften eingeteilt in Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere.

 

Kyklopenmauerwerk

Natursteinmauerwerk aus unbearbeiteten Steinen, wie sie gefunden werden oder aus zersprengten bzw. gebrochenen Steinen mit unregeImäßiger, polygonaler Ansichtsfläche

Definition L

Lägsverband
Beim Dachstuhl die Anordnung der Windrispen. 

 

Lärmschutzfenster
Schallschutzfenster 

 

Läufer
Parallel zur Längsrichtung des Mauerwerks gemauerter Stein (Mauerverband).

 

Läuferschicht
Mauerwerksschicht aus Läufern 

 

Läuferverband
Mauerverband aus Läufern, bei dem die Stoßfugen der einzelnen Schichten jeweils um eine halbe Steinlänge gegeneinander versetzt sind. 

 

Lagerfuge
Die waagrechte Fuge zwischen den einzelnen Schichten eines Mauerwerks.

 

Lagerholz
Waagrechtes, auf einer Tragebene verlegtes Kantholz z. B. als Unterlage für einen Holzfußboden.

 

Laibung
siehe Leibung 

 

Lamellenheizkörper
Konvektor 

 

Langlochstein, - ziegel
Mauerstein mit parallel zur Lagerfläche verlaufender Lochrichtung.

 

Lasche
Brett, Flacheisen, Blech o. dgl. als Verbindungselement zweier stumpf aneinander stoßender Bau- oder Konstruktionsteile.

 

Lasur
Transparenter, farbloser oder mit Pigmenten eingefärbter Anstrichstoff als Lack vorwiegend für Anstriche auf Holz. Lasuren verdecken nicht die Maserung des Holzes und lassen sie stärker hervortreten.


Laterne

Verglaster Dachaufbau zur Belichtung darunterliegender Räume. 

 

Lattenrost
Kreuzweise Anordnung von Holzlatten als Trägerebene z. B. für abgehängte Decken.

 

Lattung
Parallele Anordnung von Holzlatten in regelmäßigem Abstand als Unterkonstruktion bzw. zur Befestigung von z. B. Dachziegeln, Fassadenplatten, Verkleidungen usw.

 

Laubengang
Offener, gedeckter Außengang an einem Gebäude als Zugang vom Treppenhaus zu den einzelnen Wohnungen eines Geschosses.


Laubfang
Gitterartiger Aufsatz auf Dachgullys, Dachrinnenabläufen und dgl. zur Verhinderung des Eindringens von Laub in das Entwässerungssystem. 

 

Laufbohle, -brett
Zum Überqueren schräger Dachflächen angeordneter Bohlensteg auf dem Dach.

 

Laufbreite
Breite einer Treppe zwischen den seitlichen Begrenzungen, nach Baurecht das Maß bis Innenkante Handlauf.

 

Lauflänge
Länge eines Treppenlaufes von der Antritts- bis zur Austrittsstufe, gemessen in der Horizontalen.

 

Lauflinie
Die in der Mitte eines geraden Treppenlaufes und bei einer gewendelten Treppe im Abstand von ca. 50 cm zum Treppenauge gedachte Linie.


Leckanzeigegerät
Zumeist elektronische Anzeige von Flüssigkeitsverlust z. B. eines Heizöllagerbehälters durch Feststellung von Druckverlusten. 

 

Leerrohr
Flexibles oder starres Rohr aus Metall oder Kunststoff für die Verlegung innerhalb von Bauteilen (Unterputzinstallation) zum späteren Einziehen der Elektroleitungen.


Lehre
Konstruktion aus Holz, Stahl, Blech usw. für das Anlegen z. B. maß- und formgerechter Öffnungen oder Kanten.

 

Lehrgerüst
Gerüstartige Konstruktion auf der z. B. Gewölbe, Bögen und dgl. gemauert werden und sich bis zum Abbinden des Mörtels abtragen. 

 

Leibung
Innere, seitliche Wandfläche einer Tür-, Fensteröffnung oder Nische.

 

Leichtbauplatte
siehe Holzwolleplatte 

 

Leichtbeton
Beton mit niedrigem Raumgewicht z. B. Blähbeton, Bimsbeton, Gasbeton, Porenbeton, Schaumbeton.

 

Leichtziegel
Porenreicher Hochlochziegel mit hohem Wärmedämmvermögen (z. B. Fabrikat Poroton). 

 

Leimfarbe
Wasserlöslicher Anstrichstoff mit Leim als Bindemittel und Kreide oder Pigmenten als Farbgeber. 

 

Lichtkuppel
Rundes oder rechteckiges Belichtungselement in verschiedenen Abmessungen zum Einbau in Dächern, bestehend aus einer kuppelartigen, lichtdurchlässigen, ein- oder zweischaligen Abdeckung meist aus Kunststoffglas, die direkt oder in einem Rahmen gefaßt auf dem Aufsetzkranz montiert ist. In manuell, elektromotorisch oder pneumatisch offenbarer Ausrüstung dient sie neben der Belichtung der Lüftung und kann als Rauchabzugsklappe oder Dachausstieg verwendet werden.

 

Lichtmaß, lichtes Maß
Maß zwischen zwei Begrenzungen eines Raumes oder einer Öffnung.

 

Lieferbeton
siehe Transportbeton

 

Lisene
Erhabener, schmaler senkrechter Streifen auf einer Wandfläche oder einem Möbelstück zur Gliederung oder Verzierung.

 

LNA-Rohr
Leichtes Normal-Abflussrohr aus Grauguss für Abwasserleitungen.

 

Lochpappe
Verwendung als Dampfdruckausgleichsschicht einer Flachdachabdichtung.

 

Loggia
1. Halboffene Bogenhalle auf Säulen oder Pfeilern.
2. Nach einer Seite offener, überdeckter Raum an einem Gebäude.

 

Lüftung
Austausch verbrauchter Raumluft durch Frischluft als natürliche Lüftung (z. B. durch Öffnen von Fenstern) oder mechanische Lüftung (Lüftungsanlage). 


Lüftungsanlage
Anlage zur mechanischen Be- und Entlüftung eines Raumes oder Gebäudes. Die Zuluft und/oder Abluft wird durch Ventilatoren zu- bzw. abgeführt, ggf. erfolgt eine Erwärmung, Kühlung, Befeuchtung, Trocknung oder Reinigung der Luft.

 

Lüftungsflügel
Der Teil eines mehrflügeligen Fensters, der für sich allein geöffnet werden kann.


Lüftungsstein

Formstein aus Beton mit Lüftungsschlitzen oder dgl. zum Wandeinbau für die Belüftung untergeordneter Räume (z. B. Speisekammmern, Abstellräume). 

 

Luftheizung
Heizungsart, bei der an zentraler Stelle (Heizkessel, Kachelofen, Elektroheizgerät usw.) erwärmte Luft als Wärmeträger durch Auftrieb über Schächte oder mechanisch (Ventilatoren) über Kanäle den zu beheizenden Räumen zugeführt wird. 

 

Luftschall
Sich im Gegensatz zum Körperschall in Luft ausbreitender Schall. Beim Auftreffen auf feste Körper (z. B. Wände, Decken) wird er in Körperschall umgesetzt, als solcher weitergeleitet und in den der Schallerzeugung nachfolgenden Räumen als Luftschall wieder ausgestrahlt. 

 

Definition M

Magererbeton

Beton mit geringem Zementgehalt z. B. für druckfeste Auffüllungen unter Fundamenten, Gefällebeton usw. 

 

Maisonette
Innerhalb eines mehrgeschossigen Wohngebäudes eine sich über zwei oder mehrere Stockwerke erstreckende Wohnung, deren einzelne Geschosse über eigene innerhalb der Wohnung liegende Treppen miteinander verbunden sind. 

 

Makadam
Auf eine Packlage aufgewalzter Straßenbelag aus Schotter, Kies und Sand vermischt mit bituminösen oder zementhaltigen Bindemitteln. 

 

Mansarddach
Dachform mit zwei unterschiedlich geneigten Dachflächen (steil und flach) zwischen Traufe und First. In dem als Mansardgeschoss bezeichneten Dachgeschoss können Räume ohne schräge Decken angeordnet werden 


Manschette
Eine am Stoß zweier Rohre angebrachte äußere Umfassung als Ring aus Metall, Gummi oder Kunststoff als Verbindungs- und/oder Dichtungselement. 

Mantelbauweise
Zwei- oder mehrschalige Betonbauweise einer Wand mit innerem, tragendem Kern aus Beton und äußeren Schichten aus Dämmstoffen, die während der Herstellung der Wand als Schalung und später zum Wärmeschutz dienen. 

Massivbauweise
Bauweise aus Beton, Natur- oder künstlichen Steinen, bei der die senkrechte Tragkonstruktion vornehmlich aus Wänden besteht.

Massivdecke
Sammelbegriff für Decken, deren tragenden Teile aus Stahl und Beton, Stahl und Stein oder Stahlbeton bestehen. 

Mastix
Gemisch aus Gesteinsmehl oder Naturasphaltmehl und Bitumen für Abdichtungen von Flächen, Fugen oder Anschlüssen. 

Maßtoleranz
Die nach DIN zulässige Abweichung der fertigen von den vorgeschriebenen (geplanten) Maßen. Sie ist für die einzelnen Ausführungsarten (Mauerwerk, Beton-, Stahl-, Holzbau) unterschiedlich und bezieht sich auch auf die Einhaltung der Ebenflächigkeit z. B. einer Decke

Mattglas
Tafel- oder Gußglas mit einer matten, seidenartigen Oberfläche durch chemische (ätzende) oder mechanische (Sandstrahlen) Behandlung einer Glasseite.

Maueranker
Im Mauerwerk eingesetzter Anker zur Befestigung bzw. Verankerung von Bau- oder Konstruktionsteilen. 

Mauerstein
Natürlicher oder künstlich hergestellter Stein zur Herstellung von Mauerwerk z. B. Mauerziegel, Klinker, Kalksand-stein, Hohlblockstein.

Mauerverband
Fachgerechtes Aufmauern einzelner Steine zu einem standfesten und tragfähigem Mauerkörper. Wichtigste Merkmale eines Verbandes sind möglichst durchgehende Lagerfugen und von Schicht zu Schicht versetzte Stoßfugen.

Mauerwerk
Der aus natürlichen oder künstlichen Steinen mit oder ohne Mörtel zusammengefügte Mauerkörper (Wand, Stütze, Pfeiler usw.). 

Mauerziegel
Aus Lehm, Ton oder tonigen Massen mit oder ohne Zusatzstoffe geformte und gebrannte Mauersteine. Mauerziegel sind feuerfest, raumbeständig, tragfähig, wetterbeständig und werden als Voll- oder Lochsteine (Hochlochziegel, Langlochziegel, Gitterziegel) hergestellt. 

Mehrscheibenisolierglas
Isolierglas mit drei oder mehr Glasscheiben. 


Mennige
Anstrichstoff für Rostschutzanstriche.

Mergel
Sedimentgestein aus Ton-Kalk-Gemisch. 

Meterriß
Markierung der jeweiligen Bezugshöhe (z. B. 1 Meter über Fertigfußboden) in den einzelnen Räumen eines Geschosses während der Bauzeit für die höhengerechte Ausführung der einzelnen Arbeiten.

Mezzanin
Halb- oder Zwischengeschoss 

Milchglas
Weißes, undurchsichtiges Glas.

Mineralfaser
Aus Schmelze von Mineral (z. B. Gestein, Glas) erzeugte Fasern als Material für Dämmstoffe in Form von z. B. Steinwolle, Glaswolle, Glasfasermatten, - platten.

Mineralwolle
Loser oder auf einer Trägerbahn aufgesteppter Dämmstoff aus Mineralfaser.

Mischbatterie
Einlaufarmatur für Kalt- und Warmwasser. Die Mischung des Wassers erfolgt durch Bedienung der beiden Regulierventile „Warm" und „Kalt", durch Einhebelbedienung (Einhebelbatterie) oder einen Thermostat (Thermostatbatterie). 

Mischsystem
Entwässerungssystem mit Abführung des Schmutz- und Regenwassers in gemeinsamer Leitung bzw. Kanal. 

Mischungsverhältnis
Das Verhältnis von Bindemittel zu Zuschlagstoff bei der Herstellung von Mörtel oder Beton. 

Mittelmosaik
Keramischer Bodenbelag aus Steinzeugplättchen 50/50 mm. 

Mittelpfette
Pfette zur Unterstützung des Sparrens zwischen Traufe und First bei großen Sparrenlängen. 

Mönch und Nonne
Dachziegel, als gerade oder konisch geformte Hohlziegel. Die Dachdeckung erfolgt abwechselnd mit Rinnsteinen (Nonne) und Decksteinen (Mönch)

Mörtelgruppe
Mischungsverhältnis von Bindemittel (Kalk und/oder Zement) zu Zuschlagstoff (Sand) bei Mörtel. Man unterscheidet Mörtelgruppen I, II, III, wobei nach DIN die Zulässigkeit der einzelnen Mörtelgruppe für bestimmte Bauteile bzw. Belastungen festgelegt ist.

Muffe
Manschettenartige Erweiterung des lichten Rohrdurchmessers am Ende eines Rohres als Verbindungsstück zum Einschieben oder Hineindrehen des nächsten Rohres. 

Mutterboden
Oberste, humushaltige Bodenschicht, die vor Beginn der Bauarbeiten abgetragen und für die spätere Wiederverwendung getrennt vom übrigen Aushubmaterial gelagert wird.

Definition N

Nachtstromspeicherheizung
1. Elektrische Raumheizung mit Einzelgeräten, deren von Wärmedämmung umgebener keramischer Speicherkern mit verbilligtem Nachtstrom aufgeheizt wird und die Wärme für die Abgabe am folgenden Tag speichert. Die Wärmeabgabe erfolgt je nach Ge­räteart über die Geräteoberfläche und/oder mittels Thermostat gesteuerter Ventilatoren.
2. Elektrische Raumheizung mittels großer Speicherheizgeräte als Blockspeicher innerhalb einer zentralen Heizungsanlage. Die Aufheizung und Wärmespeicherung erfolgt wie unter 1., die Wärmeabgabe im Wärmeaustausch an den Wärmeträger z. B. Wasser oder Luft (Luftheizung). 

Nadelfilz
Textilbodenbelag aus zu einem Vlies verarbeiteten Kunststoffasern 

Nagelbinder
Ein aus miteinander vernagelten Brettern oder Bohlen bestehender Holzträger als Fachwerk- oder Vollwandbinder 

Nagelfluh
Gestein aus einem natürlichen Gemisch verschiedener Gerölle.

Nassdach
Flachdach ohne Gefälle und Dacheinlauf in der Abdichtungsebene. Das auf dem Dach stehende Wasser soll die Einwirkung von Temperaturschwankungen auf das Dach und die darunter liegenden Räume verhindern. Als Überlauf dienen erhöht angeordnete Abläufe.

Naturstein
Natürlich entstandenes Gestein. Erstarrungsgesteine wie z. B. Granit, Porphyr, Diorit, Gabbro, Diabas, Trachyt, Basalt besitzen hohe Druckfestigkeiten und sind sehr wetterbeständig. Schichtgesteine (Sediment-, Ablagerungsgestein) wie z. B. kieselige Gesteine (Quarzit, Sandstein), Kalkgestein (Muschelkalk, Kalkschiefer, Travertin, Marmor), Tongestein (Tonschiefer, Dachschiefer) haben im allgemeinen geringere Druckfestigkeiten als die Erstarrungsgesteine, sind deshalb leichter als diese zu bearbeiten. Natursteine finden Verwendung für z. B. Natursteinmauerwerk, Bodenplatten, Verkleidungen, Verblendungen, Treppenstufen, Fensterbänke. 

Natursteinmauerwerk
Der aus natürlichen oder künstlichen Steinen mit oder ohne Mörtel zusammengefügte Mauerkörper (Wand, Stütze, Pfeiler usw.).
Steinmetzmäßig bearbeiteter Naturstein. Bei nicht polierfähigen Werksteinen unterscheidet man von der groben bis zur feineren Sichtflächenbearbeitung: geprellt, gekörnelt, gespitzt, geflächt, scharriert, gestockt, gesandelt, geschliffen, bei polierfähigen Werksteinen: gesägt, halb geschliffen, fein geschliffen, poliert. 

Naturwerkstein
Steinmetzmäßig bearbeiteter Naturstein. Bei nicht polierfähigen Werksteinen unterscheidet man von der groben bis zur feineren Sichtflächenbearbeitung: geprellt, gekörnelt, gespitzt, geflächt, scharriert, gestockt, gesandelt, geschliffen, bei polierfähigen Werksteinen: gesägt, halb geschliffen, fein geschliffen, poliert. 

Nennmaß
Das z. B. in den Ausführungszeichnungen eingetragene "Soll-Maß" von Bauteilen, deren Öffnung und dgl. Bei Bauarten ohne Fugen entspricht das Nennmaß dem Baurichtmaß. 

Nennweite
Die im allgemeinen dem lichten Durchmesser entsprechende Kennzeichnung von Rohren, deren Form-, Paßstücken u. dgl.

Neopren
Fabrikatsname eines für z. B. gleitende Auflagerungen verwendeten Kunststoffs.

Nest
Betonnest
Gemisch aus Bindemittel, Zuschlagstoff und Wasser (Anmachwasser), das in mehr oder weniger feuchtem Zustand in die Schalung oder Formen eingebracht wird und zu einem künstlichen Gestein erhärtet ( Abbinden). Unbewehrter Beton kann aus Beanspruchungen vornehmlich nur Druckspannungen aufnehmen. Je nach Bindemittel, Zuschlagstoff, Raumgewicht, Zusatzmittel, Herstellung, Verarbeitung oder Beanspruchung unterscheidet man u. a.: Asphaltbeton, Bimsbeton, Blähbeton, Einkornbeton, Fertigbeton, Gasbeton, Hartbeton, Leichtbeton, Lieferbeton, Magerbeton, Ortbeton, Porenbeton, Pumpbeton, Schaumbeton, Schlackenbeton, Sichtbeton, Sickerbeton, Spannbeton, Sperrbeton, Stahlbeton, Stampfbeton, Transportbeton, Vorsatzbeton, Waschbeton, Ziegelsplittbeton.

Nichtdrückendes Wasser
Im Gegensatz zu drückendem Wasser , das auf ein Bauwerk einwirkende Wasser durch aufsteigende oder seitliche Feuchtigkeit, Sickerwasser oder Oberflächenwasser. Abdichtung, Feuchtigkeit, Sperrschicht. 

Norm
siehe DlN-Normen 

Normalformat (NF)
Abmessung eines Mauersteins L x B x H = 240 x 115 x 71 mm. 2? NF = 240 x 175 x 113 mm. Dick-format, Dünnformat

Notbeleuchtung
siehe Sicherheitsbeleuchtung

Nut
Rechteckige, rillenförmige Vertiefung in Bauteilen oder Werkstücken (z. B. Bretter, Platten) zum fugenlosen Zusammenfügen untereinander. In die Nut wird eine Feder oder das an der Stoßstelle wulstartig ausgebildete Anschlussstück eingeschoben. 

Nutzlast
Die außer dem Eigengewicht, Wind- und Schneelast maximal zulässige Belastung (Verkehrslast + Belagslast) eines tragenden Bauteils.

Definition O

Oberboden
siehe Mutterboden 

 

Oberflächenwasser
Das durch Niederschlag auf eine Fläche einwirkende Wasser. 

 

Obergurt
Oberer Gurt eines Fachwerk-, Vollwandträgers oder Geländers. 

 

Oberlicht
Belichtungseröffnung als feste oder bewegliche Verglasung z. B. hochliegendes Fensterband in einer Wand, Fensterteil über dem Kämpfer , Shed, Lichtkuppel.

 

Objekt
Bezeichnung für Sanitärgegenstände, z. B. Waschbecken, Badewanne, Klosett, Bidet.

 

Ölabscheider
Abscheider

 

Ölfarbe
Anstrichstoff mit Öl (Leinöl, Leinölfirnis) als Bindemittel.

 

Opakglas
Lichtundurchlassiges, durchgefärbtes Gußglas für Wandverkleidungen, Glasfliesen usw. 

 

Opalglas
Trübglas

 

Ornamentglas
Ungefärbtes oder gefärbtes Gußglas mit ein- oder beidseitig verzierter Oberfläche zur Verminderung der Durchsicht und gleichzeitig dekorativer Wirkung. 

 

Ortbalken
Streichbalken 

 

Ortbeton
Beton, der am Ort der Errichtung eines Bauteils eingebracht wird und dort erhärtet.

 

Ortblech
Blechabdeckung am Ortgang 

 

Ortgang
Giebelseitiger Rand eines geneigten Daches.

 

Definition P

Packlage
Unterbau aus z. B. Bruchsteinen, Schotter, Schlacke als Trag- und Frostschutzschicht für befestigte Flächen im Freien (z. B. Straßen, Wege, Höfe, Terrassen).

 

Paneel
1. Vertieftes Feld (Füllung) einer Holzvertäfelung oder Rahmentür.
2. Plattenartiges Element aus Holz, Metall, Glas oder Kunststoff für Wand-, Decken- oder Fassadenverkleidungen, gegebenenfalls mit einer Schall- oder Wärmedämmschicht versehen.


Panikbeleuchtung
siehe Sicherheitsbeleuchtung 

 

Panikverschluss
Türverschluss, der bei verschlossener Tür eine Entriegelung von innen ohne Schlüssel zur Fluchtmöglichkeit in Notfällen erlaubt.

 

Panzerglas
Schusssicheres, in Schichten aus mehreren Glasscheiben hergestelltes Verbund-Sicherheitsglas. 

 

Pappdach
Mit Dachpappe eingedecktes Dach in ein- oder mehrlagiger Ausführung.

 

Parkett
Aus Stäben, Tafeln, Riemen oder Dielen unterschiedlicher Abmessungen in verschiedenen Mustern verlegter Holzfußboden. Die Verlegung erfolgt auf Blindboden genagelt oder verklebt, auf Estrich geklebt oder in Asphalt verlegt. Die einzelnen Parketthölzer sind auf den Längsseiten (Parkettafeln ringsum) genutet und werden durch Federn miteinander verbunden oder besitzen auf einer Längsseite eine angehobelte Feder oder schwalbenschwanzförmige Fälzung zum Ineinandergreifen. Nach dem Verlegen wird das Parkett abgeschliffen, gewachst und gegebenenfalls versiegelt.

 

Passleiste
Abdeckleiste, die einer ggf. unterschiedlich breiten Anschlussfuge zwischen zwei Bauteilen oder Einbaumöbeln und Wand angepasst wird.

 

Pendeltür
Nach beiden Richtungen aufschlagende Tür, die mittels entsprechender Beschläge (z. B. Bodentürschließer, Bommerband) selbsttätig in die Grundstellung zurückgeführt wird.

 

Pergola
Anordnung von Stützen und Balken mit aufgelegten Kanthölzern, Lamellen oder dgl. als offene, raumbildende Begrenzung von Terrassen, Wegen oder Freiflächen.

 

Perlite
Fabrikatsbezeichnung für zu perl-artigem Material verarbeitendes Vulkangestein für z. B. Ausgleichsschüttungen, Wärmedämmungen, hitzebeständige Füllungen. 

 

Pfahlgründung
Gründungsart, bei bis zu einer bestimmten Tiefe nicht tragfähigem Baugrund. Die Ableitung der Bauwerkslasten erfolgt über Balken oder einen Trägerrost auf die bis in die tragfähigen Bodenschichten gebohrten oder gerammten Pfähle aus zumeist Stahlbeton.

 

Pfanne
Dachziegl mit pfannenförmigem Querschnitt. Er vereinigt Rinnen und Deckstein im Gegensatz zu Hohlziegel wie Mönch und Nonne.

  
Pfannenziegel

siehe Flachdachpfanne 

 

Pfeife
1. Rohrbogen bei Leerrohren für die Elektroinstallation.2. Einbauteil für Mauerwerk zur Führung eines Rolladengurtes innerhalb der Wand


Pfeilervorlage
Pfeilerartiger Vorsprung in einer Wandfläche als Aussteifung der Wand bzw. der Vorsprung eines in die Wand einbezogenen Pfeilers vor die Wand.

 

Pfette
Der die Sparren eines Pfettendaches tragende Längsbalken als First-, Mittel- u. Fußpfette.

 

Pfettendach
Dachgerüst bei dem die Sparren auf Pfetten aufliegen, die ihrerseits durch Mauern, Pfosten oder Streben unterstützt werden. Zur Längsaussteifung werden Kopfbänder angeordnet, bei größeren Dächern müssen die Pfosten in Querrichtung des Daches durch Windstreben ausgesteift werden. Das Pfettendach ist im Gegensatz zum Sparrendach für flache Dachneigungen geeignet, auch bei unregelmäßigen Grundrissen verwendbar, sein Dachraum ist jedoch durch das Traggerüst der Pfetten teilweise eingeschränkt.


Phenolharz
Kunstharz aus Phenol und Formaldehyd für wetterfeste Verleimungen, Formteile, als Bindemittel usw.


Phenolharz
Kunstharz aus Phenol und Formaldehyd für wetterfeste Verleimungen, Formteile, als Bindemittel usw.

 

Pigment
Farbmittel z. B. für Anstrichstoffe.

 

Pilzbefall
siehe Fäule 

 

Pilzdecke
Deckenkonstruktion aus Stahlbeton, bei der die Köpfe der die Deckenplatte tragenden Stützen unter oder innerhalb der Decke kelch- oder pilzartig erweitert sind oder eine Platte bilden.

 

Planke
siehe Bohle 

 

Plastisch
Eigenschaft eines Stoffes, sich bei normaler Temperatur unter normalem Druck bleibend zu verformen.

 

Plastmörtel
siehe Kunstharzmörtel 

 

Plattenbalkendecke
Stahlbetondecke aus Deckenplatte und Unterzügen, die durch kraftschlüssigen Verbund den statischen Querschnitt als T - förmiges Tragwerk bilden

 

Plattenbalkendecke
Stahlbetondecke aus Deckenplatte und Unterzügen, die durch kraftschlüssigen Verbund den statischen Querschnitt als T - förmiges Tragwerk bilden.

 

Plattenfundament
Stahlbetonplatte als Bauteil einer Flächengründung.

 

Plattenfundament
Stahlbetonplatte als Bauteil einer Flächengründung.

 

Plattenwand
Leichte Trennwand aus z. B. Gips-, Leichtbeton-, Tonhohl-, Holzwolleleichtbauplatten.

 

Polyäthylen
Kurzbezeichnung PE, thermoplastischer Kunststoff, Verwendung als Werkstoff von z. B. Abflussrohren, Kaltwasserrohren, Schutzrohren für die Elektroinstallation, Abdeckfolien

 

Polyesterharz
Künstliche Harzverbindung mit hoher Beständigkeit gegen die meisten Chemikalien, als Werkstoff von z. B. glasfaserverstärkten Platten, Grundwasserabdichtungen, Klebmittel für Stahl und Beton

 

Polygonalmauerwerk
Kyklopenmauerwerk

 

Polystyrol
Kurzbezeichnung PS, thermoplastischer Kunststoff als weicher oder harter Hartschaum. Verwendung für z. B. Wärmedämmungen, Trittschalldämmungen, Rohrisolierungen. 

 

Polyurethan
Kurzbezeichnung PUR, duroplastischer Kunststoff als weicher oder Hartschaum. Verwendung z. B. für Wärmedämmungen, Trittschalldämmungen, Rohrisolierungen. 

 

Polyvinylchlorid
Kurzbezeichnung PVC, thermoplastischer Kunststoff, Verwendung als Werkstoff von z. B. Dichtungsprofilen, Dichtungsbahnen, Fußbodenbelägen, Wandplatten, Fensterprofilen, Abwasserrohren, Kaltwasserrohren.

 

Porenbeton
Porenreicher Leichtbeton. Gasbeton.

 

Porphyr
Erstarrungsgestein; Naturstein. 

 

Potentialausgleich
Das Beseitigen von Potentialunterschieden z. B. zwischen dem Schutzleiter der Starkstromanlage und Gas-, Wasser- und Heizungsrohrleitungen, sowie zwischen diesen Rohrleitungen untereinander.


Potentialausgleichsschiene
An die Anschlussfahne des Banderders angeschlossene Schiene; Erdung. 

 

Pressglas
Durch Pressen geformtes Glas wie z. B. Betongläser, Glasbausteine, Glasdachsteine.

 

Presskork
Aus Korkmehl gepresster Kork z. B. als Wärmedämmplatten, Unterschicht für Bodenbeläge (z. B. Korklinoleum).

 

Probewürfel
Aus einer Betonmischung für ein bestimmtes Bauteil hergestellter Betonwürfel (Kantenlänge 20 cm) zur Prüfung der Druckfestigkeit.

Proctordichte
Die durch Verdichtung von Auffüllungen oder dgl. herbeigeführte Dichte des Bodens als Verhältnis einer im Proctor - Versuch als Norm festgelegten und mit dem Prozentwert 100 bewerteten Dichte eines Bodens 

 

Profilblech
Für bestimmte Verwendungen industriell gefertigtes, gekantetes Blech z. B. für Fenster- oder Mauerabdeckungen, Wand- oder Deckenverkleidungen.

 

Profilglas
U-förmiges Verglasungselement aus Gussglas in Breiten bis 50 cm (Fabrikatname Profilit). 

 

Profilzylinder
Schließzylinder mit profilförmigem Querschnitt.

 

Pultdach
Form eines geneigten Daches mit nur einer, sich auf die Gebäudetiefe erstreckenden Dachfläche (Zeichnung Dachform).

 

Profilzylinder
Schließzylinder mit profilförmigem Querschnitt.

 

Pultdach
Form eines geneigten Daches mit nur einer, sich auf die Gebäudetiefe erstreckenden Dachfläche (Zeichnung Dachform).

 

Pumpbeton
Beton in bestimmter, geschmeidiger Konsistenz, der mittels einer Pumpe über Schläuche zum Ort des zu betonierenden Bauteils transportiert wird. 

 

Putz

Als Putz oder Verputz bezeichnet man einen Belag aus Mörtel, der an Wänden sowie Decken aufgebracht wird.

 

Putzgrund

Fläche, auf die geputzt wird und die dem Putz ausreichende Haftung gewährt.

 

Putzstück

Mit einem Deckel versehenes Formstück in einer Wasserleitung zur Reinigungsmöglichkeit.

 

Putzträger

Baustoffe, wie z. B. Rohrgewebe, Drahtgeflechte, Streckmetall, Holzwolle-Leichtbauplatten, die auf Flächen zur besseren Putzhaftung angebracht werden oder auf nicht flächigen Bauteilen (z.B. Holzbalkendecken, Rippdecken) den Putzgrund darstellen.

 

 

 

Definition Q

Quadermauerwerk

Natursteinmauerwerk aus steinmetzmäßig bearbeiteten Werksteinen (Zeichnung Natursteinmauerwerk).

 

Querfries

Fries

Definition R

Rabitzdecke
siehe Drahtputzdecke 

Rabitzgewebe
Verzinktes Drahtgewebe zur Verwendung als Putzträger. 

Rabitzwand
siehe Drahtputzwand 

Radiator
Heizkörper einer Zentralheizung, zusammengesetzt aus einzelnen Gliedern oder Röhrenelementen, die vom Wärmeträger (z. B. Warmwasser, Dampf) durchströmt werden und die Wärme durch Strahlung und Konvektion abgeben. 

Rähm

    1. Über den Stützen durchlaufender Tragbalken beim Holzskelettbau.
    2. Längslaufendes Kantholz zur Längsaussteifung eines Sparrendaches, Anordnung an First, Dachfuß und/oder unter den Kehlbalken.

Rahmen

    1. Tragkonstruktion aus Holz, Stahl oder Stahlbeton bei der Riegel und Stiele biegesteif miteinander verbunden sind, zumeist für größere Spannweiten.
    2. Traggerüst eines Fensters oder einer Tür, an dem die Flügel befestigt sind. Blendrahmen, Blockrahmen, Türzarge. 

Rampe
Geneigte Ebene als Geh- oder Fahrfläche zur Überwindung von Höhenunterschieden.

Rapputz
Wandputz für untergeordnete Räume (z. B. unbewohnte Dach- oder Kellerräume) als einlagiger Putzanwurf mit anschließendem Verstreichen. 

Rasenstein
Gitterartiger flacher Betonstein, zur Befestigung befahr- oder begehbarer Flächen innerhalb einer Grünfläche, der in den Gittermaschen von Rasen durchwachsen werden kann. 

Rauchabzug
Öffnung für einen Abzug von Rauch im Brandfall in Form von automatisch oder durch Handbedienung sich öffnenden Fenstern, Klappen, Lichtkuppeln usw. Er ist ab einer bestimmten Geschosszahl oder Gebäudenutzung in den Treppenhäusern und in Versammlungsräumen oder dgl. vorgeschrieben. 

Rauchdichte Tür
Tür, die keinen Durchgang von Rauch im Brandfall zulässt. 

Rauchmelder
Zur Sicherung von Personen und Sachen installiertes elektronisches Gerät, das beim Auftreten von Rauch akustische oder elektrische Signale und gegebenenfalls Schließvorgänge von Türen und Toren auslöst, automatische Löscheinrichtungen in Betrieb setzt usw. 

Rauchrohr
Verbindungsrohr zwischen Feuerstätte (Heizkessel) und Schornstein.

Raumteiler
Ein als Trennwand dienender Einbauschrank oder dgl.

Raumzelle
Als vorgefertigter Raum, mit und ohne Innenausbau, industriell hergestelltes Bauwerksteil aus z. B. Kunststoff, Metall, Holz, Beton, das sich in der Vielzahl zu einem Gebäude zusammenfügen lässt. 

Rautendach
Aus Rautenflächen zusammengesetztes Zeltdach.

Reduktionsstück, Reduzierstück
Übergangsstück
Regelanlage
Mit elektronischen Fühlern, Messgeräten und Steuerungsorganen versehene Anlage für eine automatische Steuerung z. B. einer Heizungs- oder Lüftungsanlage über z. B. Außen- und/oder Innentemperaturen, Luftfeuchtigkeit oder voraus bestimmbare Betriebsabläufe. Die Regelung ist wesentlicher Bestandteil einer auf Energieeinsparung eingestellten betriebstechnischen Anlage.

Regenfallrohr
Senkrechtes Rohr aus Blech oder Kunststoff zum Ableiten des Niederschlagswassers von Dächern, Balkonen oder dgl. 

Regenschutzschiene
Profilschiene zumeist aus Aluminium, die als Teil des unteren Fenster- oder Türanschlages in den Rahmen eingebaut wird und unter der Flügelfälzung eingedrungenes Wasser über in dem Profil angeordnete Schlitze nach außen ableitet.

Regulierventil
Ventil an Heizkörpern zur Regelung der Wärmeabgabe durch Veränderung des Warmwasserdurchlaufs.
Revisionsschacht
Zu Kontroll-, Reinigungs- und/oder Montagezwecken im Erdreich verlegter Leitungen in bestimmten Abständen und bei Richtungsänderungen angeordnete Schächte aus z. B. Betonfertigteilen, Ortbeton oder Mauerwerk mit befahr- oder begehbaren Abdeckungen, zum Einstieg gegebenenfalls mit Steigeisen versehen. 

Revisionsstück
siehe Putzstück 

Rieddach, Reetdach
Mit Riedgras (Reet) gedecktes Strohdach.

Riegel
    1. Waagrechter Querbalken des Holzskelettbaus zwischen den Stützen (Ständer, Pfosten, Stiel).
    2. Horizontales oder schräges Trägerelement eines Rahmens.
    3. Schiebeverschluss für einfache Fenster und Türen. 

Riemchen
Schmale, längliche Klinker-, Keramik-, Naturstein- oder Ziegelplatten für Verkleidungen usw.

Riemen
Holzbrett mit Nut und Feder für Fußbodenbelag, Verkleidungen usw. 

Riffelblech
Blech mit rautenförmig geriffelter Oberfläche für begeh- oder befahrbare, rutschfeste Abdeckungen von Schächten, Bodenkanälen usw.
Ringanker, Ringbalken
Über äußeren Mauerwerkswänden und deren Öffnungen umlaufend angeordneter Stahlbetonbalken zur Aufnahme von Horizontalkräften (Schub), sofern nicht eine Deckenplatte in dieser Ebene eine Aussteifung übernehmen kann.

Ringleitung
Eine in einem Raum oder einem Geschoss ringförmig von und zum Steigstrang z. B. im Boden verlegte Heizleitung zum Anschluss der einzelnen Heizkörper.

Rinnenhalter
Auf den Sparren oder am Dachrand befestigte, entsprechend dem Rinnenquerschnitt gebogene Halter aus Flacheisen als Träger der Dachrinne.

Rinnenheizung
Heizung einer Dachrinne mittels Einlegen eines elektrischen Heizkabels zur Vermeidung von Eisbildung oder Schneestau.

Rinnenkasten
Kastenförmige Ausbildung des Übergangs von der Dachrinne zum Regenfallrohr. 

Rippendecke
Deckenart einer Plattenbalkendecke mit geringem Abstand (max. 70 cm) der einzelnen Balken (Rippen) und geringer Stärke der Deckenplatte. Die Herstellung erfolgt auf einer Schalung aus einzelnen Kassetten aus Holz, Metall oder Kunststoff oder als Füllkörperdecke. 

 
Rippenstreckenmetall

Putzträger

Rispe
siehe Windrispe 

Röhrenradiator
siehe Radiator 

Röhrensiphon Rohrsiphon
S-förmiger Geruchverschluss.

Röhrenspanplatte
Spanplatte mit hoher Tragfähigkeit und Steifigkeit bei niedrigem Gewicht durch röhrenförmige Hohlräume.

Rohbauarbeiten
Zu den Rohbauarbeiten gehören u. a. Erd-, Abwasserkanal, Mauer-, Beton- u. Stahlbeton-, Naturwerkstein-, Zimmer-, Stahlbau-, Dachdeckungs-, Dachdichtungs-, Klempnerarbeiten und Abdichtungen gegen drückendes und nicht drückendes Wasser. Ausbauarbeiten.

Rohfilzpappe
Filzartige Pappbahn für z. B. Fußbodenunterlagen, die Herstellung von Dachpappe.

Rohrbegleitheizung
Beheizung frostgefährdeter Kaltwasserleitungen und dgl. durch Umwickeln mit elektrischen Heizbändern und Umhüllung mit Wärmedämmstoff. Die Heizung wird automatisch über Temperaturfühler gesteuert.

Rohrbelüfter, -entlüfter
Vorgeschriebene Vorrichtung am Ende eines Wasserstranges zur Verhinderung des Entstehens von Unterdruck und damit der Gefahr des Absaugens von Abwasser in die Wasserleitung über z. B. Brauseschläuche in der Badewanne. 

Rohrdurchführung
Einbauteil in Betonwände zur wasser- oder gasdichten Durchführung von Rohrleitungen durch die Wand. Der Dichtungsanschluss erfolgt zumeist durch Flanschverbindungen.

Rohrgewebe, -matte
Zu Matten verbundenes Schilfrohr, Verwendung z. B. als Putzträger.

Rollschicht
Schicht aus Mauersteinen mit Verlegung der Steine auf der längeren Schmalseite. 

Rosette
1. Runde Schlüssellochabdeckung
2.  Ringförmige Abdeckung der Auslässe von Rohrleitungen bzw. des Türgriffs am Türblatt. 

Rostschutz
Schutz von Eisen und Stahl durch z. B. Rostschutzanstriche, Verzinkung, Kunststoffbeschichtungen gegen Korrosion.

Rückflussverhinderer
Ventilartige Vorrichtung für den Einbau in Wasserleitungen zur Verhinderung des Rückflusses von Wasser im Falle eines Unterdruckes in der öffentlichen Versorgungsleitung. 

Rücklauf
Von den Heizkörpern zu Heizkessel oder Fernwärmeanschluss zurückführende Leitung eines Heizkreises. 

Rückschlagklappe
Selbsttätig wirkende Absperrklappe, die nur eine Fließrichtung innerhalb einer Rohrleitung zulässt. 

Rückstauebene
Die von der Bauaufsichtsbehörde festgelegte Höhenlage (im ebenen Gelände zumeist die Straßenhöhe) unter der mit Rückstau (z. B. in Folge hoher Niederschläge) aus der Kanalisation gerechnet werden muss. 

Rückstauverschluss
Absperrvorrichtung als Kugel- oder Klappenverschluss in Abwasserleitungen bzw. Bodenabläufen die unterhalb der Rückstauebene liegen. Der Rückstauverschluss wird von Hand bedient und besitzt beim Rückstaudoppelverschluss zusätzlich eine selbsttätig wirkende Absperrung.

Rundbogen
Bogen in Form eines Halbkreises 

 

Buchstabe S

Sägedach

Sammler

Sandfang

Sandstrahlen

Sandwichplatte

Sanitärinstallation

Sanitärzelle

Satiniertes Glas

Satteldach

Sattelholz

Sattelschiene

Sauberkeitsschicht

Säumen

Schabputz

Schachtabdeckung

Schäftung

Schalbrett

Schalholz

Schalldämmstoff

Schalldämmung

Schalldämpfung

Schallschluckung

Schallschutz

Schallschutzfenster

Schalung

Schalungsöl, Schalungspaste

Schalungsrauh

Scharblech

Scharnier

Scharrierung

Schattennut

Schaumbeton

Schaumglas

Schaumkunststoff

Scheinfuge

Scheitel

Scheitrechter Bogen

Schelle

Scherengitter

Scheuerbeständig

Schichtenmauerwerk

Schieber

Schifter, Schiftsparren

Schindel

Schlackenbeton

Schlagleiste

Schlämmen

Schlammfang

Schlauder

Schleppdach

Schleppgaube, -gaupe

Schließanlage

Schließblech

Schließzylinder

Schlitzwand

Schlosskasten

Schlossstulp

Schmutzwasser

Schnurgerüst

Schottenbauweise

Schürze

Schutzanstrich

Schutzerdung

Schutzestrich

Schutzleiter

Schwalbenschwanz

Schwanenhals

Schwarte

Schweißbahn

Schwergewichtsmauer

Schwerkraftheizung

Schwimmender Estrich

Schwinden

Schwindfuge, Schwindgasse

Schwindriss

Schwingflügel, - fenster

Schwitzwasser

Segmentbogen

Setzholz

Setzriss

Setzstufe

Setzung

Shed, Sheddach

Sicherheitsbeleuchtung

Sicherheitsglas

Sichtbeton

Sickerbeton

Sickerleitung

Sickerschacht

Sickerwasser

Siederohr

Silikatfarbe

Simsbrett

Sinkkasten

Siphon

Skelettbauweise

Sockel

Sockelfliese, Sockelplatte

Sohlbank

Sohle

Solaranlage

Solnhofer Platte

Sonnenkollektor

Sonnenschutzglas

Spachtelisolierung

Spachtelmasse

Spaltplatte

Spaltriemchen

Spannbeton

Spannweite

Spanplatte

Sparfutter

Sparren

Sparrendach

Sparrenlage

Speicherheizung

Sperrbeton

Sperrfürnier

Sperrholz, Sperrholzplatte

Sperrputz

Sperrschicht

Sperrtür

Sperrung

Spiegelglas

Spindeltreppe

Spitzboden

Spitzbogen

Sprengwerk

Sprinkleranlage

Spritzputz

Spundung

Spundwand

Stahlfadenverbundglas

Stahlpanzerrohr

Stahlzarge

Stampfbeton

Standbatterie

Ständerbauweise

Standrohr

Stangenverschluss

Steigleitung, Steigstrang

Steigungsverhältnis

Steinholzestrich

Steinputz

Stulp

Sturmhaken

Sturz

Stützweite

 

Definition S

Sägedach
siehe Sheddach 

Sammler
Abwasserkanal 

Sandfang
Herausnehmbarer Einsatz in einem Hofablauf (zumeist in Form eines im oberen Bereich geschlitzten Eimers), in dem sich mit dem Oberflächenwasser eingespülter Sand absetzt und zurückgehalten wird.

Sandstrahlen
Behandlung von Oberflächen durch Abstrahlen unter hohem Druck mit Sand zur Entrostung von Metallen, Aufrauhen von Holzoberflächen zur Hervorhebung der Holzstruktur, Reinigung von Naturstein- oder Klinkerfassaden usw.

Sandwichplatte
Vorgefertigtes drei- oder mehrschichtiges Wandbauteil oder Fassadenelement aus Beton, Metall, Glas oder Kunststoff mit in der Mitte liegender Wärmedämmschicht.

Sanitärinstallation
Bauleistung bestehend aus Verlegen, Montieren und Anschließen von Gas- und Wasserleitungen, der zugehörigen zentralen Einrichtungen, Geräte und Gegenstände. 

Sanitärzelle
Installationszelle

Satiniertes Glas
Glas mit matter Oberfläche 

Satteldach
Dachform mit zwei gegeneinander geneigten Dachflächen, die von den Traufseiten ansteigend im First zusammentreffen (Zeichnung Dachform). 

Sattelholz
Holz für eine Aufsattelung.

Sattelschiene
Profilschiene aus verzinktem Stahl oder Aluminium als untere Führung einer Schiebetür bzw. zum festen und dichten Aufsitz einer Hebetür. 

Sauberkeitsschicht
Auf das Erdreich aufgebrachte ca. 5-10 cm starke Betonschicht unter bewehrten Stahlbetonfundamenten oder -bodenplatten als Aufstandsfläche für die Bewehrung vor dem Betonieren.

Säumen
Verstärken einer Blechkante zur Aussteifung. 

Schabputz
Wandputz mit rauher Oberfläche durch Abziehen mit einem Brett oder einer Klinge nach dem Abbinden. 

Schachtabdeckung
Begeh- oder befahrbarer Deckel von Revisions-, Brunnenschächten und dgl. aus Gußeisen, Gußeisen mit Betonfüllung oder Aluminium. 

Schäftung
Verlängerung eines Holzes durch ein anderes mit gleichem Querschnitt durch Verleimung, Vernagelung oder dgl. an den schräg geschnittenen Stoßflächen.

Schalbrett
EinzeInes Brett als Schalung der Stirnfläche einer Decke oder dgl.  

Schalholz
Balken, Bohle, Kantholz oder dgl. für die Unterkonstruktion oder Stützung einer Schalung. 

Schalldämmstoff
Offenporige, schallabsorbierende Materialien wie z. B. Mineralwolle, Mineralfaserdämmplatten, weiche Kunststoffschäume, Holzwolle, Filz. 

Schalldämmung
Maßnahme zur Herabsetzung des Schalldruckpegels beim Durchgang des Schalls durch Bauteile zwischen dem Ort der Schallerzeugung und anderen Räumen. Man unterscheidet zwischen Luftschalldämmung und Trittschalldämmung. 

Schalldämpfung
Verminderung von Schallenergie durch schallabsorbierende Stoffe innerhalb des Schallerzeugers (z. B. Ventilatoren, Maschinen, Motoren) oder auf dem Weg der Fortpflanzung in z. B. Schächten, Kanälen.

Schallschluckung
Verlust an Luftschallenergie innerhalb eines Raumes durch weiche, schallabsorbierende Materialien oder schallschluckende Konstruktionen an den Reflexionsflächen. Bei vollständiger Schallschluckung erfolgt kein Nachhall.

Schallschutz
Maßnahme zur Verminderung der Schallübertragung, z. B. durch Anordnung schwerer Bauteile (Wände und Decken), leichter Bauteile in mehrschaliger Ausführung, gegebenenfalls mit Dämmstoffschichten, schwimmender Estriche (zur Trittschalldämmung), von Schallschutzfenstern, schalltechnischer Dämmungen bei der Verlegung bzw. Befestigung von Rohrleitungen, geräuscharmer Armaturen (Auslaufventile, Batterien usw.). Nach DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" sind in der vorgesehenen Neufassung für die Anforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung von Bauteilen
1. zum Schutz gegen Schallübertragung aus einem fremden Wohn- und Arbeitsbereich (z. B. Mehrfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser)
2. zwischen Räumen haustechnischer Anlagen bzw. gewerblicher Betriebe ("laute Räume") und baulich mit diesen verbundenen Aufenthaltsräumen
3. zum Schutz gegen Schallübertragung aus dem eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich
4. von Außenwandbauteilen Schallschutzmaßnahmen als Mindestanforderung bzw. als Vorschlag für erhöhten Schallschutz und höchstzulässige Schall-pegel für z. B. Armaturen und Geräte der Wasserinstallation, Anlagen zur Heizung, Lüftung, Klimatisierung in Aufenthaltsräumen festgelegt. 

 

Schallschutzfenster
Gegen das Eindringen von Außenlärm mit schalltechnischen Dichtungen und Schallschutzglas versehenes Fenster.


Schalung
1. Flächige oder räumliche Anordnung von z. B. Holztafeln (Schaltafeln) Brettern, Stahl-blech, Kunststoffelementen zur Formgebung und Abstützung von Betonbauteilen bis zur Erhärtung des Betons. Die Schalungsfläche selbst wird durch ein Schalungsgerüst getragen.
2. Wand- oder Deckenverkleidung aus Brettern.3
3. Unterlage für Dachdeckungen (z. B. Schiefer, Blech, Dachpappe) aus Brettern.

Schalungsöl, Schalungspaste
Ölemulsionen oder Pasten zum Aufbringen auf die Schalungsoberflächen zur Erleichterung beim Ausschalen infolge verminderter Haftung zwischen Schalung und Beton. Schalölreste auf Betonflächen sind vor Aufbringen von Anstrichen oder Putz zu entfernen.

Schalungsrauh
Betonoberfläche ohne weitere Bearbeitung nach Entfernen der Schalung. 

Scharblech
siehe Einlaufblech 

Scharnier
Gelenkiger Bau- oder Möbelbeschlag für Drehflügel oder Klappen.

Scharrierung
Sichtflächenbearbeitung von Naturwerkstein.

Schattennut
Ausbildung einer fugenartigen Vertiefung zwischen zwei Bauteilen zur optischen Trennung oder Unterteilung einer Fläche.

Schaumbeton
siehe Gasbeton 

Schaumglas
Geschäumtes Glas zur Verwendung als Wärmedämmstoff (Fabrikatsname Foamglas). 

Schaumkunststoff
Künstlich hergestellter leichter Werkstoff mit zelliger (offen oder geschlossen) Struktur. Hartschaum

Scheinfuge
Zur optischen Gliederung angeordnete fugenartige Vertiefungen in Betonflächen.

Scheitel
Höchster Punkt eines Bogens oder Gewölbes.

Scheitrechter Bogen
Gemauerter, waagrechter Sturz über einer Fenster- oder Türöffnung mit keilförmiger Vermauerung der Steine, ganz oder fast ohne Stich.

Schelle
Ringförmiges Befestigungselement für Rohrleitungen

Scherengitter
Zusammenschiebbares Gitter aus scherenartig verbundenen Stahl- oder Aluminiumprofilen.

Scheuerbeständig
Beanspruchungsmerkmal eines Anstriches.

Schichtenmauerwerk
Natursteinmauerwerk, bei dem eine Bearbeitung der Steine nur bis zu einer bestimmten Tiefe erfolgt, je nach Art als hammerrechtes-, unregelmäßiges oder regelmäßiges Schichtenmauerwerk (Zeichnung Natursteinmauerwerk).

Schieber
In einem Gehäuse geführte Vorrichtung in Rohrleitungen zum Absperren bzw. Regeln des Durchflusses von Flüssigkeiten und Gasen.

Schifter, Schiftsparren
Beim Walm-dach zwischen Traufe und Gratsparren liegende Sparren. 

Schindel
siehe Holzschindel

Schlackenbeton
Beton mit Schlacke als Zuschlagstoff, Verwendung für Schlackenbetonsteine.

Schlagleiste
Bei zweiflügligen Fenstern oder Türen an einem Flügel angebrachte senkrechte Leiste als Anschlag für den anderen Flügel.

Schlämmen
Überziehen von Mauerflächen oder dgl. mit einer 2-5 mm starken Schicht aus Anstrichstoffen (z. B. Kalkmilch) mit mineralischem Zuschlagsstoff (z. B. feiner Sand, Gesteinsmehl) durch Auftragen mit der Bürste.

Schlammfang
Einsatz oder vertiefter Teil eines Hofablaufs, Benzin- oder Ölabscheiders zum Absetzen und Zurückhalten von Schmutz- oder Schlammteilen. 

Schlauder
Mit einer Bohrung versehenes, ankerförmig aufgeschlitztes Flacheisen als Befestigungsmittel für Fenster und Türen im Mauerwerk. 

Schleppdach
Fortsetzung einer geneigten Dachfläche durch Herabziehen in der gleichen Neigung über Anbauten, Terrassen usw.

Schleppgaube, -gaupe
Gaupe in Form eines an drei Seiten aus der Dachfläche herausgehobenen Rechtecks mit dreiecksförmigen Seitenflächen. 

Schließanlage
Anlage, bei der die mit Schließzylindern ausgestatteten Türschlösser eines Gebäudes oder Gebäudeteils über die Einzelschlüssel hinaus nach einem festgelegten Schließplan mit Hauptschlüssel oder einem Generalhauptschlüssel geschlossen werden können. Hauptschlüsselanlage, Generalhauptschlüsselanlage. 

Schließblech
Im Türrahmen als Gegenstück zum Schlossstulp eingelassenes Blech mit Aussparungen für den Fallenkopf und Riegel des Türschlosses. 

Schließzylinder
Schließvorrichtung für eine Sicherungsart höherer Ordnung zum An- oder Einbau in ein Türschloss, bestehend aus Zylindergehäuse, Zylinderkern, Stiftzuhaltungen und Schließbart.

Schlitzwand
Durch Ausbetonieren von Erdschlitzen nach verschiedenen Verfahren hergestellte Baugrubenverkleidung.

Schlosskasten
Das die gesamten Einzelteile eines Türschlosses enthaltende Gehäuse. 

Schlossstulp
Stirnblech des Schlosskastens beim Einsteckschloss mit Aussparungen für Fallenkopf und Riegel. 

Schmutzwasser
Das anfallende verunreinigte Wasser. 

Schnurgerüst
Auf der Baustelle im Bereich der späteren Gebäudeecken aufgestellte Gerüste, über die mittels Schnüren oder Drähten das fluchtgerechte Anlegen von Wänden, Stützen, Achsen und dgl. erfolgt. 

Schottenbauweise
Anordnung der tragenden Wände eines Gebäudes in Querrichtung, die es erlaubt, die Außenwandöffnungen der Längsseiten mit nichttragenden Fenster-, Fassaden- oder Wandelementen zu schließen. 

Schürze
In eine Öffnung oder einen Raum von der Decke oder der Deckenverkleidung herabhängende Blende. 

Schutzanstrich
Anstrich von Bauteilen zum Schutz gegen Korrosion, chemische Einflüsse, Feuer, Fäulnis, lnsekten usw.

Schutzerdung
siehe Erdung 

Schutzestrich
Estrich zum Schutz von Abdichtungsschichten vor mechanischer Beschädigung. 

Schutzleiter
Leiter, der nicht zum Betriebsstromkreis gehörende leitfähige Anlageteile verbindet, und zum Anschluss von Schutzeinrichtungen. Der Schutzleiter dient zum Ableiten der Fehlerströme. Als Schutzleiter gelten außer dafür vorgesehene separate Leiter auch alle Konstruktionselemente wie Rohre, Stahlarmierungen usw.

Schwalbenschwanz
Holzverbindung, bei der ein schwalbenschwanz-förmiger Zapfen des einen Holzteiles in die gleichgeformte Ausnehmung des anderen eingreift. 

Schwanenhals
Leicht konisches, rohrförmiges Verbindungsstück zwischen Dachrinne und Regenfallrohr.

Schwarte
Brett mit einseitiger Waldkante, das beim Einschneiden von Rundholz beidseitig anfällt. Verwendung für z. B. Ein-schubdecken, rustikale Holzverschalungen.

Schweißbahn
Dachabdichtungsstoff als Bitumen-Schweißbahn. Die Verklebung der einzelnen Lagen untereinander erfolgt durch Erhitzen der Bitumenschicht der Schweißbahn und sattes Andrücken. 

Schwergewichtsmauer
Stützmauer, die durch Verwendung von schwerem Steinmaterial oder Beton und hoher Wanddicke ohne weitere Maßnahmen zur Aufnahme des Erddrucks in der Lage ist. 

Schwerkraftheizung
Zentrale Warmwasserheizung, deren Kreislauf ohne Pumpen durch Aufsteigen des warmen Wassers und Rückfließen des abgekühlten erfolgt. 

Schwimmender Estrich
Auf weichen Dämmplatten oder -matten verlegter , durch Dämmstreifen von den Wänden getrennter Estrich zur Verminderung der Übertragung von Luft- und Trittschall in die darunterliegende Decke.

Schwinden
Langenänderung (Verkürzung) von z. B. Beton, Holz oder Gussasphalt beim Austrocknen bzw. Erkalten. 

Schwindfuge, Schwindgasse
Streifenförmige Aussparungen in großflächigen bzw. langen Betonbauteilen ohne Unterbrechung der Bewehrung zur Verhinderung von Spannungen beim Schwinden. Die Schwind-fugen werden nach Abschluss des Schwin-dens mit Beton vergossen.

Schwindriss
Rissbildung in Mörtel, Beton oder Holz durch Schwinden. 

Schwingflügel, - fenster
Fensterflügel

Schwitzwasser
siehe Kondenswasser 

Segmentbogen
Bogen in Form eines Kreissegments (Zeichnung Bogen). 

Setzholz
Rahmenpfosten bei zwei- oder mehrflügeligen Fenstern.

Setzriss
Rissbildung in Bauteilen durch unterschiedliche Setzung. 

Setzstufe
Senkrechter Teil einer winkelförmigen Stufe.

Setzung
1. Nachgeben eines Baugrundes durch dessen Zusammendrückung infolge Belastung. Das voraussichtliche max. Maß einer Setzung kann nach Kenntnis des Bodengefüges und der Bauwerkslasten berechnet werden. Gleichmäßige Setzungen unter einem Bauwerk bedingen im allgemeinen keine Schäden an diesem.
2. Absackung von Auf- und Hinterfüllungen durch Eigengewicht bei nicht oder nicht ausreichend vorgenommener Verdichtung. 

Shed, Sheddach
Dachform vornehlich im Industriebau als Reihung von einzelnen, im Querschnitt giebel- oder sägezahnförmigen Bauteilen (Sheds). Die Sheds werden zur Belichtung darunterliegender Räume ein- oder zweiseitig verglast (Zeichnung Dachform). 

Sicherheitsbeleuchtung
Eine von Einzelbatterien, einer Zentralbatterie oder einem Notstromaggregat gespeiste, vom öffentlichen Stromnetz unabhängige Beleuchtungsinstallation, die nach Vorschrift für Aufenthaltsräume und Rettungswege bestimmter Gebäude bzw. Nutzungen vorgeschrieben ist. Sie brennt ständig oder schaltet sich bei Ausfall der netzabhängigen Beleuchtung selbsttätig ein. 

Sicherheitsglas
Beim Bruch splitterfreies Glas zur Vermeidung von Schnittverletzungen. Einscheiben Sicherheitsglas, Verbund-Sicherheitsglas. 

Sichtbeton
Beton, der ohne weitere Behandlung (z. B. Verputz, Verkleidung) sichtbar bleibt mit der Forderung nach möglichst porenloser, gleichgetönter, absatzfreier Oberfläche, wobei die Struktur (z. B. glatt, rauh, profiliert) durch die Wahl der Schalung festgelegt ist.

Sichtmauerwerk
Mauerwerk, das unverputzt bleibt und aus maßgenauen, unbeschädigten Mauersteinen in einwandfreiem Verband mit regeImäßigen Fugenbreiten herzustellen und nachträglich auszufugen ist.

Sickerbeton
Einkornbeton

Sickerleitung
Dränage Dränrohr 

Sickerschacht
Mit hohlraumreichem Material (z. B. Schotter, Kies, Sand) in Schichten von feiner bis grober Körnung gefüllter Schacht oder Grube zur Aufnahme von versickerndem Tagwasser mit Anschluß an wasserdurchlässige Bodenschichten. 

Sickerwasser
Das durch den Boden sickernde Oberflächenwasser. 

Siederohr
siehe Flußstahlrohr 

Silikatfarbe
Anstrichstoff mit Kaliwasserglas als Bindemittel für z. B. wetterfeste Außenanstriche.

Simsbrett
Abschlußbrett des Dachrandes am Giebel.

Sinkkasten
Gully 

Siphon
Geruchverschluss als Flaschen- oder Röhrensiphon. 

Skelettbauweise
Bauweise aus Holz, Stahl oder Beton, bei der die Tragkonstruktion aus Stützen, Balken, Trägern und dgl. besteht und die senkrechten Raumabschlüsse durch nichttragende Ausfachungen gebildet werden.

Sockel
1. Unterer Teil einer Wand, bei Außenwänden im Allgemeinen der Wandbereich über Gelände bis Oberkante Erdgeschoßfußboden.
2. Im Sprachgebrauch Bezeichnung für Sockelleiste, Sockelplatte. 

Sockelfliese, Sockelplatte
Keramik oder Natursteinplatte zur Verlegung als senkrechter Abschluss eines Plattenbelages zur Wand. 

Sohlbank
Äußere Abdeckung aus Natur-, Kunststein oder Beton des Brüstungsmauerwerks einer Fensteröffnung. 

Sohle
Bodenfläche von Baugruben, Fundament-, Rohrgräben usw.

Solaranlage
Anlage zur Nutzung von Sonnenstrahlungsenergie z. B. für die Erwärmung von Brauch-, Heizungs- oder Schwimmbadwasser. Die Sonnenstrahlung wird über den Sonnenkollektor aufgenommen und im Absorber in Wärme umgewandelt, die über das Wärmeträgermedium und den Wärmetauscher dem Nutzwasser zugeführt und im Solarspeicher bis zum Verbrauch bzw. zur Abdeckung kurzfristiger Schwankungen des Strahlungsangebotes gespeichert wird. Aufgrund der in Mitteleuropa begrenzten Sonneneinstrahlung kann eine Kollektor-Solaranlage nur im Verbund mit einer konventionellen (ölgefeuerten) Heizungs- und Brauchwassererwärmungsanlage betrieben werden. In Erprobung befindliche Weiterentwicklungen von Solaranlagen sehen den Einsatz von sog. Solarabsorbern als Flächenwärmeaustauscher in Verbindung mit einer Wärmepumpe vor. Zu Solarabsorbern ausgebildete Dächer und/oder Fassaden werden durch die Wärmepumpe gegenüber der Umgebungstemperatur abgekühlt und können somit der Luft Wärme entziehen.

Solnhofer Platte
Jurakalkstein, vornehmliche Verwendung als Natursteinplatte für Bodenbeläge.

Sonnenkollektor
Anlagenteil einer Solaranlage, in der Regel als Flachkollektor bestehend aus Gehäuse und Rahmen aus Aluminium, Stahl, Edelstahl, Kunststoff oder Holz, einer sonnenstrahlungsdurchlässigen Abdeckung aus Glas, Kunststoffglas oder glasfaserverstärktem Kunstharz, dem zwischen Abdeckung und unterseitiger Wärmedämmschicht eingebauten Absorber und den Anschlüssen für den Kreislauf des Wärmeträgermediums. Der Kollektor wird im allgemeinen in Dachflächen einzeln oder Gruppen angeordnet, die gebräuchlichen Abmessungen liegen bei 0,70 - 1,40 m Breite und 1,00 bis 5,00 m Länge.

Sonnenschutzglas
Spezialflachglas zur Verhinderung unerwünschter Aufheizung der Raumluft durch Reduzierung des Strahlendurchgangs (Infrarot) als Absorptionsglas, das bei der Glasschmelze Beimengungen von Farbstoffen (z. B. Eisenoxid, Kupferoxid) erhält oder Reflexionsglas, das mit metallischen, dielektrischen, halbleitenden Substanzen als festhaftender Film beschichtet ist.

Spachtelisolierung
Abdichtungsart durch Auftragen bituminöser, kalt oder heiß zu verarbeitenden Spachtelmasse auf die abzudichtende Fläche. 

Spachtelmasse
Zieh-, streich- oder spritzbare Masse auf z. B. Öl-, Leim-, Dispersions-, Kunststoffbasis zum Ausgleich von Unebenheiten, Schließen von kleinen Löchern und Poren usw. Verwendung z. B. zur Herstellung ebener Untergründe für Anstriche oder Bodenbeläge. 

Spaltplatte
Frostbeständige, glasierte oder unglasierte keramische Platte für Verblendungen, Wand- oder Bodenbeläge.

Spaltriemchen
Spaltplatte in Form eines Riemchens. 

Spannbeton
Vorgespannter Stahlbeton, der durch Spannen der Bewehrung vor Einbringen des Betons und Entlastung nach dessen Erhärtung Druckspannungen erhält, die die Zugspannungen aus späteren Belastungen teilweise ausgleichen oder aufheben. Spannbeton ermöglicht gegenüber nicht vorgespanntem Stahlbeton kleinere Querschnitte, damit geringeres Gewicht, größere Spannweiten, Rissefreiheit und eine Stahlersparnis. 

Spannweite
Die Stützweite einer Tragkonstruktion.

Spanplatte
Holzspanplatte 

Sparfutter
Nicht auf die gesamte Leibungstiefe angeordnetes Türfutter. 

Sparren
Die die Dachhaut tragenden, von der Traufe zum First verlaufenden Balken oder Träger eines Dachstuhls. 

Sparrendach
Dachgerüst für Dachneigungen über 35°, bei dem zwei sich gegen- überliegende Sparren am Sparrenfuß durch Versatz in den Deckenbalken oder ein Fußrähm eingelassen bzw. befestigt sind und am First sich gegeneinander abstützen. Die Längsaussteifung des Sparrendaches erfolgt durch Anordnung von Windrispen und ggfs. einem Firsträhm.

Sparrenlage
Darstellung der Anordnung aller Sparren eines Dachstuhls in der Grundrissprojektion.

Speicherheizung
1. Elektrische Raumheizung mit Einzelgeräten, deren von Wärmedämmung umgebener keramischer Speicherkern mit verbilligtem Nachtstrom aufgeheizt wird und die Wärme für die Abgabe am folgenden Tag speichert. Die Wärmeabgabe erfolgt je nach Ge­räteart über die Geräteoberfläche und/oder mittels Thermostat gesteuerter Ventilatoren.2. Elektrische Raumheizung mittels großer Speicherheizgeräte als Blockspeicher innerhalb einer zentralen Heizungsanlage. Die Aufheizung und Wärmespeicherung erfolgt wie unter 1., die Wärmeabgabe im Wärmeaustausch an den Wärmeträger z. B. Wasser oder Luft (Luftheizung).

Sperrbeton
Wasserdichter Beton durch bestimmte Zusammensetzung, Verdichtung, Nachbehandlung und ggfs. Zusatz von Sperrmitteln.  

Sperrfürnier
siehe Absperrfürnier 

Sperrholz, Sperrholzplatte
Holzwerkstoff aus mehreren verleimten Holzschichten mit der Unterteilung in:
1. Furnierplatten aus mindestens drei kreuzweise aufeinandergeleimten Lagen von Furnieren.
2. Tischlerplatten aus einer Mittellage plattenförmig nebeneinander angeordneter Holzleisten als Stäbchen-, Stab- oder Streifenplatte mit mind. einer Furnierlage auf jeder Seite. 

Sperrputz
Unter Zusatz von Mörteldichtungsmittel (Sperrmittel) hergestellter wasserabstoßender Zementputz. 

Sperrschicht
Die zur Abdichtung von Wänden gegen aufsteigende Feuchtigkeit unter oder in der Wand angeordnete Lage aus Dachpappe oder Kunststoffolie. 

Sperrtür
Glatte Holztür bestehend aus Rahmen, Einlage und beidseitiger Deckplatte.

Sperrung
Sicherung eines Bauwerks gegen Feuchtigkeit.

Spiegelglas
Auf beiden Seiten planparallel geschliffenes Gußglas als Flachglas. 

Spindeltreppe
Wendeltreppe, bei der die einzelnen Stufen an einer in der Mitte stehenden Spindel befestigt sind. 

Spitzboden
Raum über dem Kehlgebälk (Kehlbalken). 

Spitzbogen
Aus zwei Kreissegmenten zusammengesetzte Bogenform (Zeichnung Bogen). 

Sprengwerk
1. Tragwerk mit waagrechtem Balken oder Träger, der von unten durch geneigte Streben abgestützt wird.
2. Tragkonstruktion eines Pfettendachstuhls, bei der die Lasten der Pfosten zur Entlastung der Decke über Streben auf die Außenwände abgeleitet werden. 

Sprinkleranlage
Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung in Form einer unter der Decke angebrachten Wasserrohrinstallation mit regelmäßig verteilten Sprühköpfen, die jeder für sich ein temperaturempfindliches Auslöseteil besitzen.

Spritzputz
Mit Spritzmaschinen oder -Geräten aufgebrachte Putzschicht. 

Spundung
Das gleichzeitige Anhobeln einer Feder an der einen und Ausfräßen einer Nut an der anderen Längsseite eines Brettes ( Nut- und Federbretter). 

Spundwand
Durch Einrammen von bohlenartigen Stahl- oder Stahlbetonprofilen in das Erdreich hergestellte Baugrubenverkleidung, die gleichzeitig zum Abdichten der Baugrube gegen drückendes Wasser dienen kann. 

Stahlfadenverbundglas
Gesetzlich geschützter Name für ein Verbund-Sicherheitsglas, das mit Stahlfadeneinlagen versehen ist.

Stahlpanzerrohr
Installationsrohr zum erhöhten Schutz von elektrischen Leitungen (Abkürzung Stapa-Rohr).

Stahlzarge
Als Eck- oder Umfassungszarge in die Wandöffnung eingesetzter Stahlrahmen zum Anschlagen von Holz- oder Stahltürblättern.

Stampfbeton
Erdfeuchter, steifer Beton, der nur durch Stampfen verdichtet wird, für Bankette, Stützungen von Randsteinen und dgl.

Standbatterie
Auf einem Waschtisch angeordnete Batterie. 

Ständerbauweise
Holzskelettbauweise mit einem Traggerüst aus Pfosten (Ständer) und Balken.

Standrohr
Unterer, ca. 1.00-1.50 m langer Teil eines Regenfallrohres aus Guss- oder Stahlrohr. 

Stangenverschluss
Beschlag für Stahlfenster. 

Steigleitung, Steigstrang
Senkrechte, vom Hausanschlussraum bzw. Verteiler in die Geschosse führende Versorgungsleitungen der Elektro-, Sanitär- oder Heizungsanlage. 

Steigungsverhältnis
Angabe in cm der Steigung einer Treppe als Verhältnis von Stufenhöhe zu Auftrittbreite der einzelnen Treppenstufe (z. B. 17/29).

Steinholzestrich
Estrichart aus einer Mischung von Magnesia mit Füllstoffen wie z. B. Sägemehl, Sägespäne. 

Steinputz
Zumeist als Edelputz hergestellter Putz mit gebrochenem Naturstein als Zuschlagstoff. 

Stulp
Schlossstulp 

Sturmhaken
Befestigungsklammer zur Sturmsicherung von Dacheindeckungen mit z. B. Schiefer.

Sturz
Tragende, obere Begrenzung einer Fenster- oder Türöffnung in gerader oder gebogener Form. 

Stützweite
Abstand zwischen zwei Unterstützungen (Auflagern) eines Bauteils

 

Definition T

T-Stück

Formstück einer Rohrleitung für einen rechtwinkligen Abzweig gleicher Nennweite

T-Träger

Stahlprofil oder Träger mit T-förmigen Querschnitt

Täfelung

Vertäfelung

 

Tafelbauweise

Bauweise mit vorgefertigten tafelförmigen Wänden und Decken aus Holz oder Beton als Raumabschluss und Traggerüst.

 

Tafelglas

Bauweise mit vorgefertigten tafelförmigen Wänden und Decken aus Holz oder Beton als Raumabschluss und Traggerüst.

 

Tagwasser

Oberflächenwasser


Taster

Elektrisches Schaltelement z. B. für Beleuchtungsanlagen, das durch Tastdruck Schaltimpulse auslöst.

 

Taupunkt

Diejenige Temperatur bei der der Feuchtigkeitsgehalt sich abkühlender Luft 100 0J0 (Sättigungsgrad) erreicht, und die Feuchtigkeit tropfenförmig als Wasser ausgeschieden wird.

 

Tauwasser

Kondenswasser

 

Teerdachpappe

Dachpappe

 

Teerpappe

Mit Teer getränkte Rohfilzpappe. Bitumenpappe

 

 

Terrassenlager

Bauelement in den verschiedensten, u. U. höhenverstellbaren Ausführungen als Auflager für die frostsichere Verlegung von Plattenbelägen im Freien ohne Mörtel- oder Sandbett.

 

Terrazzo

Nach dem Erhärten geschliffener Zementestrich mit Natursteinsplittern (z. B. Marmor, Travertin) als Zuschlagstoff, auch in Platten als Kunststein.

 

Thermoplaste

Kunststoffe, die bei Erhöhung der Temperatur weich werden, nach ihrer Abkühlung wieder die normale Härte erlangen (z. B. PVC).

 

Thermostat

Temperaturfühler als Meßglied eines Gerätes oder einer Anlage zur Steuerung temperaturabhängiger Betriebsabläufe.

 

Thermostatbatterie

Mischbatterie, bei der die vorgewählte Temperatur des auslaufenden Wassers durch einen eingebauten Thermostat geregelt wird.

 

Thermostatventil

Regulierventil, das durch einen eingebauten Thermostat selbsttätig in Abhängigkeit zur Raumtemperatur arbeitet und eine über das vorgewählte Temperaturniveau hinausgehende Wärmeabgabe vermeidet.

 

Tiefbordstein

Im Gegensatz zum Hochbordstein im Bereich von Überfahrten oder dgl. abgesenkter und nur geringfügig über die Verkehrsfläche herausragender Randstein.

 

Tiefspülklosett

Wasserklosett, bei dem die Fäkalien im Gegensatz zum Flachspülklosett in im Becken stehendes Wasser fallen, das das Auftreten von Gerüchen mindert und größere Hygiene gewährleistet

 

Tischlerplatte

Siehe Sperrholz

 

Tonhohlplatte

Aus Ton oder tonigen Massen geformte und gebrannte Platte mit quadratischen Hohlräumen in Tragrichtung für die Verwendung als Deckentragplatte zwischen Stahlträgern oder für Wände.

 

Tonnendach

Dachform mit tonnenförmigem Querschnitt (Zeichnung Dachform).

 

Tonrohr

Siehe Dränrohr

 

Torkretierung

Verfestigung von z. B. Baugrubenwänden, Rissen oder dgl. durch Spritzbeton.

 

Torstahl

Mit Längs- oder Querrippen versehener hochwertiger Rundstahl für Bewehrungen.

 

Tragwand

Wand, die andere Bauteile (z. B. Decken) trägt, d. h. die Kräfte aus ihren Belastungen aufnimmt und weiterleitet.

Tragwerk

Die tragende Konstruktion z. B. eines Bauwerks.

 

Transportbeton

In Betonwerken oder auf der Fahrt gemischter Beton, der durch mit Drehtrommeln bestückten Spezialfahrzeugen an der Verwendungsstelle einbaufertig angeliefert wird.

 

Traufblech

Siehe Einlaufblech

 

Traufbohle

Auf den Sparren befestigte Bohle oder Brett zur Auflagerung der untersten Dachziegelreihe und ggfs. zur Befestigung des Einlaufbleches.

 

Traufe

Das untere, waagrechte Ende einer geneigten Dachfläche.

 

Traufhöhe

Das Höhenmaß von Oberkante Gelände bis zur Traufe.

 

Trennsystem

Entwässerungssystem mit Abführung des Schmutz- und Regenwassers in jeweils getrennten Leitungen bzw. Kanälen.

 

Trennwand

Innenwand mit raumtrennender, tragender oder nichttragender Funktion; als Leicht-Trennwand in den verschiedensten Ausführungen für festen oder versetzbaren Einbau.

 

Treppenauge

Der von den TreppenIäufen und Podesten umschlossene freie Raum

 

Treppenlauf

Stufenfolge einer Treppe zwischen zwei Podesten bzw. von der untersten bis zur obersten Stufe.

 

Trittschall

Schall, der durch Begehen des Fußbodens oder ähnlicher Anregungen als Körperschall in der Decke entsteht und teilweise als Luftschall in darunterliegende Räume abgestrahlt wird.

 

Trittschalldämmung

Maßnahme zur Verminderung der Übertragung von Trittschall durch Anordnung von z. B. schwimmendem Estrich, weichfederndem Bodenbelag.

 

Trockenmauer

Aus grob behauenen Bruchsteinen ohne Mörtel errichtete Mauer (Zeichnung Natursteinmauerwerk).

 

Tropfnase

Siehe Wassernase

 

Trübglas

Durch Beimengung in der Glasmasse getrübtes Glas, wie z. B. Milchglas, Opalglas.

 

Türblatt

Der am Türrahmen oder dgl. angeschlagene bewegliche Teil einer

 

Türfutter

Türrahmen in der Breite der Leibung der Türöffnung mit beidseitiger Bekleidung.

 

Türzarge

Türrahmen aus Stahl (Stahlzarge) oder Holz.

 

Definition U

Überblattung

Durch spiegelbildliche Ausnehmungen an zwei ineinandergreifenden Holzteilen hergestellte Verbindung miteinander, die durch Verleimung, Dollen, Nägel oder Schrauben gesichert wird. 

Ueberdeckung
1.  Maß des Übereinandergreifens bzw. Überlappens von z. B. Dachziegeln, Brettern, Folien, Dichtungsbahnen.
2.  Maß zwischen der Außenkante eines Stahlbetonbauteils und der Bewehrung. 

Überfangglas
Zweischichtiges Glas aus einer farbigen oder getönten Grundschicht mit einer meist weißen Überzugsschicht aus Glasschmelze. Verwendung z. B. als lichtstreuendes Glas für Leuchten. 

Übergangsstück
Formstück einer Rohrleitung für den Übergang von einem größeren in einen kleineren Durchmesser oder umgekehrt.

Überhangblech, -streifen

Blechverwahrung der Anschlüsse von Dachdeckungen oder - abdichtungen im Bereich senkrechter Wandanschlüsse oder dgl. 

Überlappung
siehe Überdeckung
Überlauf
Abflussöffnung unterhalb des oberen Randes von Waschbecken, Badewannen und dgl. zur Verhinderung des Überlaufens oder höchster Punkt einer Warmwasserheizung (Ausdehnungsgefäß). 

Überzug
Über einer Tragebene angeordneter Balken oder Träger, der die Lasten auf die Auflager überträgt. 

Umbauter Raum
Der von den Außenwänden, Grund- und Dachflächen umschlossene Rauminhalt eines Baukörpers. Die Berechnung erfolgt nach DIN. 

Umkehrdach
Flachdachaufbau mit Verlegung der Wärmedämmung über der Abdichtung, die durch die Dämmschicht vor schädlicher Sonneneinstrahlung geschützt wird. Das Dämmmaterial muß gegen Wasser unempfindlich sein und zur Beschwerung und mechanischem Schutz mit einer Kiesschicht oder Platten abgedeckt werden. 

Umleimer
Kantenschutz aus einer angeleimten Holzleiste oder dgl. an Sperr-, Spanplatten usw. 

Ummantelung
Dichtes und fugenloses Verkleiden von Bauteilen mit entsprechendem Schutzmaterial, gegen z. B. Feuer, chem. Angriffe. 

Umwehrung
Sicherung am Rand einer höher gelegenen Fläche gegen Abstürzen durch z. B. Geländer, Brüstungen.

Unterbeton
Unter einer Bodenplatte angeordnete Betonschicht. 

Unterboden
Bodenschicht unter dem Fußbodenbelag.
Unterfangung
Notwendige Unterstützung von Bauwerken oder Bauteilen unterhalb der vorhandenen Gründungssohle im Zuge der Herstellung tieferliegender benachbarter Baugruben, Gräben, Schächte oder dgl. 

Untergurt
Unterer Gurt eines Fachwerk-, Vollwandträgers oder Geländers. 

Unterlagsbahn
Trennschicht aus Folie, Pappe, Papier usw. zwischen Tragschicht und Belag, Abdichtung usw. 

Unterputzinstallation
Verlegung von Rohren oder Leitungen unterhalb der Wandoberfläche innerhalb des Putzes, im Mauerwerk oder im Beton. 

Unterspannbahn
Kunststoffolie mit netzartiger, verstärkender Einlage für die Anordnung unter der Dachdeckung gegen das Eindringen von Flugschnee. 

Unterzug
Unter einer Tragebene angeordneter Balken oder Träger, der die Lasten auf die Auflager überträgt.

Definition V

Ventil
Armatur zum Absperren und Drosseln des Flüssigkeits- oder Gasdurchflusses. 

Verband
siehe Mauerverband 

Verbau
siehe Baugrubenverkleidung 

Verblender, Verblendstein
Für die Verblendung von Wänden, Stützen oder dgl. hergestellte Mauersteine oder Keramikplatten. 

Verblendung
Verkleiden von Bauteilen mit ausgewählten Baustoffen zur Sichtflächengestaltung (z. B. Klinker, Naturstein). 

Verbundfenster
Fenster mit doppelter Verglasung durch Anordnung eines an dem tragenden Flügel angeschlagenen zweiten Flügels, der zu Putzzwecken geöffnet werden kann. 


Verbundglas
Splitterbindendes Sicherheitsglas bestehend aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die mit zähelastischen Zwischenschichten zu einer Einheit verbunden sind.

Verbundpflaster
Flächenbefestigung aus in Sand verlegten Betonsteinen, deren polygonale Form einen guten Verbund gewährleistet. 

Verbundplatte
Mehrschichtenplatte 

Verbundsicherheitsglas
siehe Verbundglas 

Verdichten, Verdichtung
1. Verkleinern des Hohlraumgefüges von geschüttetem Erdmaterial oder dgl. durch manuelles oder maschinelles flächiges Stampfen, Rütteln oder Einschlemmen zur Erzielung der notwendigen Trag- bzw. Standfestigkeit.
2. Verdrängen der in frisch eingebrachtem Beton enthaltenen Luft durch z. B. Stampfen, Rütteln (Rüttelflasche) des Betons zur Erzielung der erforderlichen Festigkeit und dichten Einbettung der Bewehrung. 

Verdübelung
1. Holzverbindung durch Anordnung von Dübeln.
2. Anordnung von z. B. Stahldollen zwischen zwei durch eine Dehnungsfuge getrennten tragenden Stahlbetonbauteilen zur Kräfteübertragung bzw. Vermeidung unterschiedlicher Durchbiegungen. Die Stahldollen werden in dem einen Bauteil fest einbetoniert und erhalten im anderen zur Wahrung von Bewegungsmöglichkeiten der Bauteile eine Umhüllung. 

Verfugen
siehe Ausfugen 

Verkehrslast
Die auf ein Bauteil einwirkende bzw. zulässige Belastung (z. B. Personen, Fahrzeuge, Maschinen, Lagerstoffe, Schnee, Wind) außer der Belagslast und dem Eigengewicht des Bauteils. 

Verkleidung
Umhüllung, Ab- oder Überdeckung von Bauteilen mit z. B. Holz, Metall, Kunststoff, Kunst- oder Naturstein zur Sichtflächengestaltung oder zum Schutz gegen z. B. Feuer, Chemikalien. 

Verlorene Schalung
Die zur Herstellung eines Betonbauteils verwendete und wegen Unzugänglichkeit (z. B. Schacht, Kanal) innerhalb des Bauteils verbleibende Schalung. 

Vermiculite
Blähglimmer für die Verwendung von Wärme-, Schalldämmungen oder aIs Zuschlagstoff für Beton.
Versatz
Zimmermannsmäßige Holzverbindung zumeist zwischen schrägen und senkrechten oder waagrechten Holzteilen durch Eingreifen des einen Holzquerschnittes in den anderen.

Versickerung
Eindringen von Oberflächenwasser auf direktem Wege oder über Sickerpackungen in wasserdurchlässige Bodenschichten.

Versiegelung
1. Porenschließende Oberflächenbehandlung von Holz- (z. B. Parkett), Stein- oder Betonflächen als Schutz gegen z. B. mechanische oder chemische Beanspruchungen.
2. Abdichtung von Fugen, Anschlüssen und dgl. durch elastische Dichtungsstoffe auf Kunststoffbasis. 

Versorgungsleitung
Die Gas-, Wasser-, Elektrizitäts-, Fernmelde- oder Fernwärmeleitung des öffentlichen Versorgungsnetzes und die entsprechende Hausanschlussleitung.

Versottung
An Schornsteininnenwänden auftretende Ausscheidungen von Teer, die infolge Kondenswasserbildung bei z. B. ungenügendem Wärmeschutz, zu großen Querschnitten entstehen und sich als braune Flecken an den Außenseiten abzeichnen.

Vertäfelung
Verkleidung von Wänden und/oder Decken mit Holztafeln

Verteiler, Verteilung
1.  Die Einheit der Verdrahtung der elektrischen Hauptleitung, einzelnen Stromkreisleitungen, Sicherungs- und Schaltelemente der Elektroanlage eines Gebäudes in einem schrankförmigen Bauelement aus Kunststoff oder Stahlblech.
2. Die Zusammenfassung der Abgänge an der Hauptleitung für die einzelnen Verbrauchsleitungen einer Gas-, Wasser- oder Heizungsinstallation einschl. der zugehörigen Absperrorgane, Entleerungsventile und dgl. 

Verwahrung
Blechabdeckung oder -anschluss von Dachdeckungen, abdichtungen und dgl. an aufgehenden Bauteilen oder deren Rändern. 

Verzahnung
1. Ineinandergreifen des Verbandes von zwei winkelig zueinander angeordneten Teilen einer Mauerwerkswand.
 2. Sägezahnartige Holzverbindung von zwei Holzteilen. 

Verzinkung
Überziehen von Stahlteilen mit einer Zinkschicht als Rostschutz. Man unterscheidet nach Art des Aufbringens z. B. Feuerverzinkung (Eintauchen in flüssiges Zink), Spritzverzinkung (Aufspritzen von Zinkstaub). 

Vierspänner
Mehrfamilienwohnhaus mit vier Wohnungen je Geschoss an einem Treppenhaus.

VOB
Die für die Vergabe, Ausführung und Abrechnung vorgeschriebene Verdingungsordnung für Bauleistungen, sofern nicht abweichende Regelungen oder Vereinbarungen getroffen werden.
Vollholz
Holzteil mit massivem Querschnitt der natürlichen Struktur.
Vollziegel
Mauerziegel ohne Lochung
Voranstrich
1. Anstrich mit Bitumen- oder Steinkohlenteerpechlösung auf den Untergrund bei bituminösen Abdichtungen.
2. Anstrich mit Schellacklösung vor dem Grundanstrich zum Absperren von Ästen in Holzflächen. 

Vorgespanntes Glas
siehe Einscheiben-Sicherheitsglas

Vorhangfassade
Nichttragende Außenwand aus z. B. Metall, Glas, Keramik, Kunststoff, Betonfertigteilen, die in den einzelnen Geschossen an die tragende Gebäudekonstruktion gehängt wird.

Vorlauf
Von Heizkessel oder Fernwärmeanschluss zu den Heizkörpern führende Leitung eines Heizkreises.

Vormauerziegel
Frostbeständiger Mauerziegel als Voll- oder Hochlochziegel.

Vorreiber
Kleiner drehbarer Riegel als einfacher, heute kaum noch verwendeter Fensterverschluß.

Vorsatzbeton
Sichtbare, mit ausgewählten Zuschlagstoffen hergestellte z. B. ausgewaschene ( Waschbeton), geschliffene, polierte Betonschicht eines zweischichtigen Betonwerksteins.

Voute
Zunehmende Verstärkung des Querschnittes eines Balkens, Riegels oder einer Decke zum Auflager hin; sie ergibt eine schräge Untersicht.

Definition W

Wärmebedarf
Durch Berechnung zu ermittelnde Energiemenge pro Stunde, die benötigt wird, um eine gewünschte Raumtemperatur bei bestimmter Außentemperatur unter Berücksichtigung des Wärmedurchgangs durch die Raumabschlüsse aufrechtzuerhalten. Der Wärmebedarf bestimmt Größe und Anzahl des Heizkessels und der Heizkörper. 

Wärmedämmgebiet
Einteilung der BRD in 3 Klimazonen als Grundlage für die Ermittlung des Wärmebedarfs.

Wärmedämmung
Die Verminderung des Wärmedurchgangs durch Bauteile durch Anordnung von z. B. Dämmstoffen oder Baustoffen niedriger Wärmeleitfähigkeit.

Wärmeleitfähigkeit
Eigenschaft eines Stoffes, Wärmeenergie bei einer Temperaturdifferenz seiner beiden

Oberflächen durch sich hindurchfließen zu lassen.

Wärmeleitzahl
Die Wärmemenge, die in einer Stunde durch 1 m² einer 1 m dicken Schicht eines Stoffes bei einer Temperaturdifferenz der beiden Oberflächen von 1° von der warmen zur kalten Seite abfließt.

Wärmepumpe
Anlage zur Wärmerückgewinnung oder Gewinnung von in der Umgebung (z. B. Grundwasser , Erdreich, Umgebungsluft, Flußwasser) vorhandener Wärme zu Heizzwecken oder zur Erwärmung von Brauch- oder Schwimmbadwasser. Die Wärmepumpe wird mit einer bei niedriger Temperatur siedenden Flüssigkeit (Kältemittel) als Arbeitsmittel betrieben, das durch eine z. B. elektrisch oder mit Gas betriebene Pumpe in ständigem Kreislauf gehalten und nacheinander verdampft, verdichtet, verflüssigt und entspannt wird. Die zur Verdampfung erforderliche Wärme wird der mit höherer Temperatur versehenen Umgebung des Verdampfers entzogen, auf das Arbeitsmittel übertragen, das sich durch Druckerhöhung im Verdichter noch stärker erwärmt und im Verflüssiger die durch Kondensation freiwerdende Wärme an das ihn umgebende Brauch- oder Heizungswasser niedrigerer Temperatur abgibt. Das Arbeitsmittel selbst wird im Druckminderventil entspannt und erneut dem Verdampfer zugeführt.

Wärmeschutz
Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung zwischen Räumen und der Aussenluft oder Räumen mit verschiedenen Temperaturen durch z. B. Verwendung von Baustoffen niedriger Wärmeleitfähigkeit, Anordnung von Dammstoffen usw. Nach Wärmeschutzverordnung ist der erforderliche Wärmeschutz durch Berechnung nachzuweisen.  

Wärmetauscher
Gerät zur Übertragung von Wärme eines Wärmeträgers auf einen anderen (z. B. Fernheizungswasser / Brauchwasser). Die Übertragung erfolgt im allgemeinen durch Anordnung von Rohrregistern oder Rohrschlangen, die vom Wärme abgebenden Medium durchflossen werden, in dem die Wärme aufnehmenden Medium.

Walmdach
Dachform eines geneigten Daches mit abgeschrägten, als Dachfläche ausgebildeten Giebelseiten ( Zeichnung Dachform). 

Wandbatterie
Batterie, die an der Wand montiert wird.

Wandvorlage
Pfeilerartige Vorsprünge einer Wand.

Wange
Seitenfläche einer Treppe, bei Holz- und Montagetreppen zumeist als Tragbalken ausgebildet.

Wanne
1. Grundwasserwanne.
2. Bezeichnung für die wannenförmige Abdeckung einer Deckenleuchte oder dgl. 

Warmdach
Einschaliges Dach mit einem Flachdachaufbau ohne Anordnung einer Luftschicht wie z. B. beim Kaltdach. 

Warmluftheizung
siehe Luftheizung 

Waschbeständig
Beanspruchungsmerkmal eines Anstrichstoffes. 

Waschbeton
Beton, an dessen Oberfläche vor dem Erhärten Zement und feinere Zuschlagstoffe mittels Bürste und Wasser ausgewaschen werden, wodurch sich eine kieselartige Struktur der Oberfläche einstellt.

Waschputz
Oberputz eines mehrlagigen Putzes, der nach dem Anziehen des Mörtels mit weicher Bürste und Wasser ausgewaschen wird (Waschbeton). 

Wasserhaltung
Trockenhaltung einer Baugrube bei anfallendem Schichten- oder geringem Grundwasser durch Anordnung von Pumpensümpfen und Abpumpen des Wassers in die Kanalisation, Vorfluter oder Sickerbrunnen. Bei größeren Mengen von Grundwasser erfolgt eine Grundwasserabsenkung.

Wassernase
Ausbildung einer unterseitigen Rille an den Rändern von Balkonplatten, Wetterschenkeln, Fensterflügeln usw. zum Abtropfen des Regenwassers.

Wechsel
 1.   Querbalken einer Auswechselung.
 2.   Einbauteil eines Wechselschlosses

Wechselschaltung
Elektroinstallation, die das Ein- bzw. Ausschalten z. B. einer Lampe wahlweise von zwei Schaltstellen aus ermöglicht.
Wechselschloss
Türschloss, dessen Falle auch vom Schlüssel bewegt werden kann. 

Weichfaserplatte
siehe Holzfaserplatte

Welldrahtglas
Gewelltes Drahtglas für Glasdächer oder dgl.

Wendeflügel
Fensterflügel 

Wendeltreppe
Gewendelte (Wendelung) Treppe mit kreisförmigem Grundriß als Spindeltreppe oder mit Auskragung der keilförmigen Treppenstufen aus der Umfassungswand. 

Wendelung
Bogenförmiger Treppenverlauf. 

Werkstein
siehe Naturwerkstein 

Wetterbeständig
Beanspruchungmerk-mal eines Anstrichstoffes.

Wetterschenkel
Oberseitig abgeschrägtes, unterseitig mit einer Wassernase versehenes Holzprofil, das zum Abtropfen des Regenwassers am unteren Rand eines Fensterflügels oder einer Außentür angeordnet bzw. durch Verbreiterung des Fensterholzes hergestellt wird.

Windaussteifung
Aussteifung. Sie erfolgt bei Dachstühlen z. B. durch Windrispen, Kopfbänder oder Rähme, bei Skelettbauten durch z. B. windaussteifende Wände oder Kerne wie Aufzugsschächte, Treppenhäuser und dgl., bei Fachwerkbauten z. B. durch Diagonalstäbe, bei Holzskelett- oder Stahlbauweisen durch Diagonalkreuze aus Rundstahl oder dgl. 

Windrispe, -rute
Beim Sparrendach auf den Sparren angebrachte, schrägverlaufende bohlenartige Bretter zur Windaussteifung. 

Windverband
Konstruktion zur Aufnahme und Weiterleitung von Windkräften (Windaussteifung). 

Winkelstufe
Treppenstufe mit winkelförmigem Querschnitt, zumeist als Belagstufe z. B. aus Betonwerkstein auf den Rohstufen einer Treppe. 

Wischbeständig
Beanspruchungsmerkmal eines Anstrichstoffes.

Wrasenabzug
Abzug von Koch- bzw. Küchendunst durch Auftrieb oder Ventilatoren (Dunstabzugshaube) über einen Entlüftungskamin.

 

Buchstabe X

Definition X

Buchstabe Y

Definition Y

Definition Z

Zähler

Apparat zum Messen und Erfassen von Mengen, z. B. Elektrozähler, Gaszähler, Wasserzähler. 

Zählertafel
Grundplatte aus Kunststoff für die Montage des Elektrozählers und der Sicherungselemente der einzelnen Stromkreise. Unterbringung zumeist in Zählerschränken bzw. der Verteilung einer Elektroanlage. 

Zange
Zweiteiliges Trägerelement einer Holzkonstruktion (Dachstuhl, Holzskelettbau) in Form eines beidseitig an den Sparren oder Stützen angebrachtes Balken- oder Bohlenpaar. ; Kehlbalken. 

Zapfen
Teil einer Holzverbindung in Form einer zapfenförmigen Ausbildung am Ende des einen Holzteils zum Eingreifen in ein Schlitz- oder Stemmloch des anderen Holzteils. Die Verbindung wird durch Dollen oder dgl. unterschiedlich gesichert. 

Zarge
Tür- oder Fensterrahmen aus Holz, Metall oder Kunststoff. 

Zementdachstein
Betondachstein

Zementestrich
Estrich mit hoher Druck-festigkeit 

Zementschlämme
1.   Das beim Betonieren u. U. durch die Schalung auf darunterliegende Flächen tropfende Zementwasser.
2.   Gegebenenfalls mit feinem Zuschlagstoff versehene Mischung von Wasser und Zement zur Dichtung von Rissen, als Haftgrund auf glatten Betonflächen oder dgl. 

Zentralschließanlage
Zylinderschließanlage, bei der verschiedene Einzelschlüssel verschiedener Personenkreise Zylinder gemeinsamer Schlüssel schließen. Einsatz z. B. in Mehrfamilienhäuser, Wohnanlagen.

Ziegel
siehe Dachziegel, Mauerziegel 

Ziegelrabitz
siehe Drahtziegelgewebe 

Ziegelsplitt
Brechgut aus Ziegeln 

Ziegelsplittbeton
Beton mit Ziegelsplitt als Zuschlagstoff, Verwendung vornehmlich für feuerfeste Betonbauteile. 

Ziegelstein
siehe Mauerziegel

Zuhaltung
Das einzelne Sperrelement eines Schlosses bzw. eines Schließzylinders.

Zuluft
Die einem Raum zugeführte frische Luft.

Zusatzmittel
Chemische Zusätze für Beton z. B. zur besseren Verarbeitbarkeit (Verzögerer), schnelleren Erhärtung (Beschleuniger), Erzielung von Wasserundurchlässigkeit (Dichtungsmittel) und Frostbeständigkeit (Luftporenbildner).

Zusatzstoff
Hydrauliche Zusätze für Beton, wie z. B. Traß, Betonit, Farben zur Veränderung von Eigenschaften, Aussehen oder Verhalten. 

Zuschlagstoff
Natürliche oder künstliche Gesteinskörnungen für Mischungen mit Wasser und Bindemittel für z. B. Beton, Estrich, Mörtel.

Zweikammerstein
Hohlblockstein mit jeweils zwei Hohlräumen (Kammern) parallel zur Längsseite.
Zweilagig
Anordnung von zwei Schichten einer Abdichtung, eines Putzes usw. 

Zweiläufig
Anordnung von zwei in entgegengesetzter Richtung verlaufenden Treppenläufen mit Anordnung eines Zwischenpodestes zur Überwindung z. B. einer Geschosshöhe. 

Zweischalig
Ausbildung eines Bauteils z. B. Wand, Dach in zwei Schichten. 

Zweispänner
Mehrfamilienwohnhaus mit zwei Wohnungen je Geschoss an einem Treppenhaus. 

Zweitourig
Schließart eines Schlosses, bei dem durch doppelte Schließbewegung des Schlüssels zusätzliche Sicherung erzielt wird.

Zwischenanstrich
siehe Anstrich 

Zwischenpodest
Innerhalb der Überwindung einer Geschoßhöhe oder dgl. zwischen Treppenläufen angeordnetes Podest. 

Zyklopenmauerwerk
siehe Kyklopenmauerwerk 

Zylinder
siehe Schließzylinder 

Baulexikon

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